DC Donnerstag mit The Flash und Supergirl – Meine Meinung zum Musical-Crossover

In der aktuellsten The Flash-Episode ist manches anders, denn diesmal ist nicht nur Supergirl zu Gast, nein: Beide dürfen sogar gemeinsam singen.

Seit mittlerweile 20 Jahren ist Musik ein fester Teil meines Lebens. Ich musiziere selbst, spielte und spiele noch in diversen Gruppen, gehe liebend gerne auf Konzerte oder Festivals. Die Musik begleitet mich beinahe schon mein ganzes Leben und es wäre sicherlich nicht untertrieben, wenn ich sage: Ich liebe Musik. Doch seltsamerweise bin ich nicht unbedingt ein großer Musical-Fan und das war ich auch noch nie. Warum mich die aktuellste The Flash-Episode trotz dieser widrigen Vorzeichen begeistern konnte, möchte ich euch in diesem Text näherbringen.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Der Music Meister betritt die Bühne

The Flash Duet - Music Meister

Der Music Meister in Aktion

You’re in a movie musical. All you have to do is just follow the… – The yellow bricket road? – No. The script.

Am Ende der gestrigen Supergirl-Episode wurde ein neuer Gefangener, ein junger Mann in einem Anzug – der Music Meister – ins DEO gebracht. Wie sich wenig später allerdings herausstellt, hat sich dieser absichtlich gefangen nehmen lassen, um so in Supergirls Nähe zu kommen. Er sieht Kara tief in die Augen und aktiviert seine Kräfte, woraufhin sie ohnmächtig zusammenbricht. Das DEO versucht noch, ihn aufzuhalten, doch er sagt, er habe genug von dieser Erde, weshalb er sich nun mit dem schnellsten Mann der Welt treffen will. Durch ein Portal verschwindet schießlich der Music Meister. Mon-El und J’Onn folgen ihm, um Barry und seine Freunde um Hilfe zu bitten, denn Kara ist nicht mehr ansprechbar. Wenig später erscheint auch der Music Meister auf Erde-1, wo er sich mit Barry und Wally anlegt. Es gelingt ihm, Barry ebenfalls außer Gefecht zu setzen und dieser findet sich kurze Zeit darauf in einer anderen Welt wieder. Kara steht auf einer Bühne und singt, doch sie scheint selbst nicht zu wissen, wieso.

Der Music Meister erschuf aus Barrys und Karas Gedanken sowie ihrer gemeinsamen Vorliebe für Musicals eine Art Traumwelt, die optisch sowie thematisch an die 1940er Jahre angelehnt ist. Aus dieser können die beiden Super-Freunde nur entkommen, wenn sie, nun ja, dem Skript folgen. Wollen sie wieder zurück in die reale Welt, dann müssen sie die Rollen spielen, die ihnen in dieser Welt zugedacht sind: Zwei Sänger, die für einen Gangster-Boss in dessen Klub auftreten. Die ganze Sache hat allerdings einen Haken, denn sollten sie in ihrer Musical-Welt, in der sie über keinerlei Kräfte verfügen, sterben, dann sterben sie ebenfalls in der realen Welt. Während ihre Freunde in der wirklichen Welt versuchen, den Music Meister dingfest zu machen, um ihn dazu zu bringen, Kara und Barry aus ihrem Koma zu erwecken, folgen diese in ihrer Traumwelt dem Skript und treffen auf allerlei vertraute Gesichter.

Die zentrale neue Figur in dieser Episode ist der von Darren Criss verkörperte Music Meister, der als eine Art „Villain of the Week“ auftritt und allerlei Chaos stiftet. Er sperrt Barry und Kara in ihren Gedanken ein, entzieht ihnen gleichzeitig jedoch ihre Kräfte, um damit in Central City auf Raubzug zu gehen. All dies tut er hingegen nicht, um seine Überlegenheit unter Beweis zu stellen oder sich an unseren Helden zu rächen, sondern um Barry und Kara eine Lektion zu erteilen; ihnen also auf eine sehr eigene, irgendwie verdrehte Art, zu helfen. Dieses eher unorthodoxe Vorgehen unterscheidet den Music Meister von anderen Schurken aus The Flash und Supergirl; am Ende der Episode erscheint er sogar gar nicht mehr wie ein Bösewicht, was eine angenehme Abwechslung zu den Gegnern der vergangenen Wochen darstellt. Zudem kann man sich, sollte diese Episode bei den Fans gut ankommen, wohl sicher sein, dass dies nicht Criss‘ letzter Auftritt in dieser Rolle war, denn bezüglich der Hintergrundgeschichte des Music Meister wurden viele Fragen offen gelassen – so weiß man weder, woher er wirklich kommt noch wieso er so viele verschiedene Dinge weiß (beispielsweise Flashs wahre Identität). Criss machte sich diese Figur darüber hinaus ohne jeden Zweifel zu eigen und erweckte sie mit viel Charme sowie einer Menge Energie wirklich fantastisch zum Leben. Außerdem war seine Harmonie mit dem restlichen Cast nahezu perfekt und dass er ein begnadeter Sänger und Tänzer ist, weiß man nicht zuletzt aus seiner Zeit bei der Serie Glee.

Ein Liebesbrief ans Musical

The Flash Duet - Kara und Barry tanzen

Die Super Friends: Kara und Barry

Musicals have the power to make everything better.

Während ihres Aufenthalts in ihrer Musical-Welt sehen sich Barry und Kara nicht nur mit vertrauten Gesichtern in ungewohnten Rollen konfrontiert, auch ihr eigenes musikalisches Talent ist gefragt, wenn sie diesem Gefängnis entfliehen wollen. Solche Episoden, die in Parallelwelten angesiedelt sind, bieten Darstellern immer die Möglichkeit, aus ihrem „Alltagstrott“ auszubrechen und sich einmal von einer ganz anderen Seite präsentieren zu können. Die The Flash-Episoden, in denen Barry und Cisco erstmals Erde-2 besuchten, sind ein schönes Beispiel dafür. Eine weitere Parallele zu diesen speziellen Folgen und Duet gibt es ebenfalls, denn hüben wie drüben durfte Jesse L. Martin (Joe West) sein Gesangstalent unter Beweis stellen, diesmal allerdings mit Unterstützung von Victor Garber (Martin Stein) und John Barrowman (Malcolm Merlin) in einer wirklich fantastischen Szene, doch dazu gleich ein paar Worte mehr. Auch andere bekannte Gesichter tauchen in dieser Welt auf, nämlich Winn, Cisco, Iris und Mon-El. Die beiden Letztgenannten sind in dieser Welt ein Liebespaar, die jedoch zwei verfeindeten Gangster-Familien angehören und sich deshalb eigentlich nicht lieben dürften. Barry und Kara kommt dabei die Aufgabe zu, beide auf ihrem Weg zu unterstützen, allerdings erweist sich dies als schwierigere Aufgabe als zunächst gedacht.

Nun jedoch endlich zu dem Punkt, der sicherlich die meisten interessieren dürfte: Die Gesangseinlagen. Diese sind, ohne Übertreibung, absolute Highlights und gerne hätte ich noch mehr dieser Momente in der Episode gehabt, denn leider wird insgesamt nur fünfmal gesungen. Das erste Lied, Moon River, wird von Melissa Benoist als Solo gesungen und klingt einfach nur wunderschön. Mit viel Gefühl und Soul in der Stimme liefert sie hier eine hervorragende Leistung ab. Beim zweiten Song, Put A Little Love In Your Heart, bekommt der Music Meister seinen großen Auftritt, der dieses Lied gemeinsam mit Nicht-Winn (Jeremy Jordan), Nicht-Malcolm Merlin und Nicht-Cisco (Carlos Valdes) performt. Jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Moment zum Strahlen, wobei Criss‘ Charakter hier in meinen Augen das klare Highlight darstellt. Abgerundet wird diese Szene von einer aufwendig choreographierten Tanz-Nummer, die sich hervorragend in die Szenerie einfügt. Weiter oben erwähnte ich bereits Jesse L. Martin, Victor Garber und John Barrowman, die ebenfalls einen Song als Trio singen dürfen und dabei Zeilen aus dem Lied More I Cannot Wish You aus dem Stück Guys and Dolls entleihen – die Harmonie ihrer Stimmen ist hervorragend und der Kontext, in dem dieser Song gesungen wird, ist wirklich herrlich komisch. Mein persönliches Lieblingslied ist jedoch das vierte im Bunde, welches den Titel Super Friend trägt. Dieses wird von Melissa Benoist und Grant Gustin als Duett vorgetragen. Auf äußerst charmante Art wird hier die besondere, freundschaftliche Beziehung der beiden Superhelden in einen Song verpackt, der sofort gute Laune verbreitet als auch Ohrwurm-Qualitäten besitzt. In dieser Szene dürfen Benoist und Gustin ebenfalls eine kleine Tanznummer aufs Parkett zaubern, bei der beide schön miteinander harmonieren – ähnliches gilt für ihre Stimmen und hier zeigen sie, dass sie seit ihrer Glee-Zeit absolut nichts verlernt haben. Das letzte Lied im Bunde wurde von Benj Pasek und Justin Paul für diese Episode beigesteuert, die dieses Jahr für ihre Arbeit an La La Land den Oscar gewinnen konnten. Ihr Stück Runnin‘ Home to You ist das einzige, welches nicht in Barrys und Karas Musical-Welt gesungen wird, sondern einzig und allein von Grant Gustin, der somit ebenfalls ein Solo spendiert bekommt. Dieses Lied wurde mit viel Gefühl von Gustin dargeboten, dessen Charakter Barry in dieser Szene zudem seiner großen Liebe Iris einen erneuten Heiratsantrag macht. Dies war in meinen Augen nicht nur die emotionalste Szene der gesamten Episode, sondern vielleicht sogar der schönste Barry-Iris-Moment bisher.

Diese Musicals-Einlagen fügten sich hervorragend ins große Ganze ein und waren DIE Highlights dieser Episode, denn sie brachten etwas zurück in The Flash, was ich in den vergangenen Wochen sehr vermisst habe: Spaß und Leichtigkeit. So blöd die Idee einer Musical-Episode in einer Superhelden-Serie auf den ersten Moment wirken mag; in meinen Augen war dieser Schritt ein wahrer Glücksgriff und der bisherige Höhepunkt der dritten Staffel von The Flash.

Love is in the Air

The Flash Duet - Barry und Kara

Barry und Kara

I saw two people with two broken hearts. Love is about letting yourself be saved.

Das große, übergeordnete Thema dieser Folge war die Liebe, denn sowohl zwischen Barry und Iris als auch zwischen Kara und Mon-El kriselte es in der jüngsten Vergangenheit. Der Music Meister sperrte seine Opfer in ihre eigenen Gedanken, damit Barry und Kara erkennen, was unsere zwei Pärchen wirklich füreinander empfinden. Ich finde es wirklich schön, dass Barry und Iris endlich wieder zueinander gefunden und sich einmal mehr miteinander verlobt haben, doch speziell bei Kara und ihrem Freund/Ex-Freund Mon-El empfand ich die schnelle Versöhnung als überstürzt, denn sie hatten sich gerade erst in der vorangegangenen Supergirl-Episode voneinander getrennt. Dies macht Karas Entscheidung aus der vorherigen Folge nicht nur unnötig, sondern beraubt sie als Charakter um einen wichtigen Moment in ihrer Entwicklung: Sie machte Mon-El unmissverständlich klar, dass sie sich nicht länger von ihm belügen lassen will und beendete ihre Beziehung, doch durch die Blitz-Versöhnung in Duet verliert dieser Moment komplett seine emotionale Wucht. Doch dies ist, wenn ich ehrlich bin, mein einziges richtiges Problem mit dieser Folge, mal abgesehen davon, dass ich wirklich (wirklich!) gerne den Darstellern bei noch mehr Songs gelauscht hätte.

Hach ja, was für eine schöne Episode Duet doch ist und sie bietet genau das, was The Flash derzeit bitter benötigte, nämlich viel Optimismus und eine gewisse Unbeschwertheit; zwei Dinge, die der Serie in den vergangenen Wochen zusehends abhanden gekommen waren. Obwohl ich kein wirklich großer Musical-Fan bin, hatte ich eine wundervolle Zeit mit dieser ganz speziellen Episode und hoffe, so etwas in Zukunft noch öfter im Arrowverse sehen zu können. Die Chemie zwischen Benoist und Gustin ist bei jedem ihrer Treffen schlicht hervorragend und selbiges gilt in dieser besonderen Episode für Criss als Music Meister, der einen spektakulären Auftritt aufs Parkett legt. Duet ist ein Liebesbrief an Musicals und war in jeder einzelnen Sekunde einfach nur wunderbar unterhaltsam, mit erinnerungswürdigen Momenten sowie großartig performten Songs.

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DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #4: DC’s Legends of Tomorrow

Finale, oh oh, Finale oh-oh-oh! DC’s 4 Night Crossover Event auf The CW ging heute in seine letzte Runde, denn es kam zum alles entscheidenden Kampf zwischen unseren Helden und den Dominators.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Anders als die vorherigen drei Episoden des Crossovers stand diesmal einzig und allein der Konflikt gegen die außerirdischen Invasoren im Mittelpunkt; die Handlung der Legends pausierte für diese Folge, doch das tat der Spannung des erwarteten Höhepunkts dieses Handlungsstrangs keinen Abbruch.

Invasion Part 3

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Earths mightiest heroes?

There’s been a recent emergence of metahumans on your planet. We are here to determine if your kind is a threat.

Am Ende der letzten Episode konnten Oliver, Thea, Sara, Diggle und Ray vom Raumschiff der Dominators fliehen; doch fast noch wichtiger war die anschließende Erkenntnis, dass die Aliens beabsichtigen, eine besonders mächtige Waffe einzusetzen. Wieder zurück im Hauptquartier fasst das Team den Plan ins Jahr 1951 zurückzureisen, um dort während des ersten Angriffs der Dominators eines der Aliens gefangen zu nehmen und es über ihre Pläne zu befragen. Tatsächlich gelingt es Nate, Amaya und Mick eines der Aliens zu überwältigen, doch dann erscheinen Agenten der Regierung, die die Legends betäuben, um sie in einer geheimen Anlage zu verhören. Das Alien, welches von ihnen den Spitznamen „Mr. Alien Guy“ bekommt, erzählt den Legends, die Invasion sei primär eine Vorsichtsmaßnahme, denn Metawesen stellen eine große Gefahr dar, die irgendwann nicht nur die Menschen, sondern ebenfalls andere Spezies bedrohen könnte. Wieder zurück in der Gegenwart gelingt es Cisco noch einmal Kontakt zu Mr. Alien Guy aufzunehmen, doch dieser wiederholt nur das, was sie ohnehin schon wissen; Metawesen stellen eine ernst zu nehmende Gefahr dar, die ausgelöscht werden muss, bevor es zu spät ist. Der Dominator bietet ihnen an, das Team und alle anderen Menschen auf der Erde zu verschonen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich Barry freiwillig selbst ausliefert, um seine Heimat zu retten. Es kam nun ans Licht, dass die Konsequenzen von Barrys Taten, die letztendlich zur Flashpoint-Zeitlinie führten, deutlich gravierender und weitreichender sind, als wir es bisher annahmen: Barry hat durch die Rettung seiner Mutter sowie seinen anschließenden Versuch, alles wieder zu korrigieren nicht nur sein eigenes Leben sowie die Leben seiner Freunde durcheinander gewirbelt, sondern ebenfalls eine Art Nicht-Angriffs-Pakt zwischen der Erde und den Dominators verletzt. Um in Zukunft ähnliche Ereignisse zu verhindern, also weitere Veränderungen der Zeitlinie, soll Barry sich stellen und für seine Fehler bezahlen; doch seine Freunde wollen nicht einfach tatenlos dabei zusehen, wie sich Barry für die Erde opfert.

Doch wie sollen sie den Angriff einer Alien-Rasse abwehren, die gleichzeitig überall auf der Welt landet? Zum Glück gibt es noch Professor Stein und seine Tochter Lily, die sich gemeinsam an eine Lösung für dieses Problem wagen (einen sehr schönen Vater-Tochter-Moment inklusive) und so eine Apparatur entwickeln, mit der sich die Dominators quasi außer Gefecht setzen lassen, indem direkt ihr Nervensystem angegriffen wird. Der finale Kampf zwischen unseren Helden und den Dominators sieht wirklich toll aus und glänzt mit schönen Effekten, feinen Kampf-Choreographien sowie einer tollen Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Figuren. Und auch der Humor kommt natürlich nicht zu kurz, etwa wenn Felicity Kara mit den Worten „This is a job for Supergirl!“ auf die Reise schickt, damit sie sich um die restlichen Dominators zu kümmern, nur um nach einer kleinen Bemerkung von Barry ein „… and for Flash!“ hinterher zu schieben. Apropos Supergirl: Ich empfand es als sehr schade, dass Kara in dieser Folge anfangs sehr stark an den Rand gedrängt wurde; sie war eigentlich „nur“ anwesend und nicht mittendrin. Dies ist irgendwo natürlich verständlich, denn zum einen brauchte Oliver etwas Zeit, um all die neuen verrückten Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit zu verdauen und andererseits hätte Supergirl die Sache definitiv auch im Alleingang erledigen können, doch es fühlte sich für mich so an, als wäre hier etwas Potenzial verschenkt worden. Es ist hingegen sehr schön zu sehen, dass Kara nun, dank Cisco, die Möglichkeit hat, jederzeit auf Erde-1 zu reisen, falls ihre Freunde mal Hilfe brauchen sollten oder sie Barry, Oliver und die Anderen um Hilfe bitten möchte. Die Dynamik zwischen dem Cast stimmte darüberhinaus auch diese Episode einmal mehr und es ist toll zu sehen, dass bei dieser Fülle an Charakteren jeder seinen eigenen, ganz speziellen Moment bekommen hat 🙂

 

Flashpoint und seine Konsequenzen

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Das Team macht sich bereit für den alles entscheidenden Kampf

This whole time I’ve been mad at Barry… now I’m the one who messed with time… I just wanted to make things right.

Neben all der Action und dem Humor sind es jedoch einmal mehr die dramatischen Charakter-Momente, die für mich besonders hervorstechen. Weiter oben habe ich bereits kurz am Rande Szene zwischen Professor Stein und seiner Tochter erwähnt, die sich nun langsam näher kommen. Durch etwas, das Stein in der Vergangenheit tat, veränderte er seine eigene Zukunft, weshalb er nun mit Lily eine Tochter hat, zu der er keinerlei emotionale Bindung besitzt. Caitlyn ist es, die Lily dazuholt, damit diese ihrem Vater bei der Entwicklung eines Planes zur Bekämpfung der Dominators unter die Arme greift, doch dieser wahrt Distanz zu seiner Tochter und plant, ihre Existenz bei einer seiner nächsten Zeitreisen mit der Waverider auszulöschen. Einen kleinen Seitenhieb auf Barry kann sich Stein ebenfalls nicht verkneifen, denn im Gegensatz zu diesem wisse er, dass er für seinen Fehler grade stehen und diesen berichtigen müsse. Wenig später sieht Stein jedoch ein, wie viel er doch mit seiner Tochter gemeinsam zu haben scheint und gesteht ihr, dass er sie nun zum ersten Mal wirklich sehen würde; dies ist insofern eine schöne Szene, da sie einen Wendepunkt für den Professor markiert: Aus dieser Verbindung zu seiner Tochter zieht er die Kraft, Jax wenig später ebenfalls anzuspornen, die Waffe der Aliens auszuschalten; schließlich könne er nicht zulassen, dass seiner Lily etwas passiert. Doch neben Stein merkt auch Cisco, was für weitreichende Konsequenzen Zeitreisen haben können, denn durch Mr. Alien Guys Rettung griff er ebenfalls in den Verlauf der Geschichte ein. Er wollte alles richtig machen, um seine Freunde und seine Heimat zu retten, doch letztendlich setzte er dadurch Ereignisse in Gang, die alles nur noch schlimmer machen sollten. Cisco erkennt in diesem Moment, was für eine Last Barry seit seinem Entschluss, seine Mutter vor dem Reverse Flash zu retten, mit sich herum getragen haben muss. Auch Barry hatte nur das Beste im Sinn, doch durch seine wiederholten Eingriffe in die Zeitlinie veränderte er Schicksal der ganzen Welt. Der Moment, in dem Cisco Barry sagt, sie seien noch immer Freunde schließt letztendlich sehr schön diesen Kreis, ehe sie sich den Dominators entgegenstellen.

Die letzten vier Tage zogen wirklich überraschend schnell vorbei und auch wenn ich zwischenzeitlich etwas Angst hatte, The CW könnte sich eventuell mit diesem sehr ambitionierten Projekt übernehmen, so wurden meine Erwartungen doch übertroffen. Jede Episode des 4 Night Crossover Events hatte ihre ganz eigenen tollen Momente und speziell als Fan dieser Serien hatte ich zu jeder Zeit ein breites Grinsen im Gesicht. Das nächste Crossover der DC-Helden, das sicherlich kommen wird, kann ich jedenfalls kaum noch erwarten 🙂

DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #3: Arrow

Heute stand nicht nur die dritte Runde des 4 Night Crossover Events an, sondern Arrow feierte gleichzeitig ein ganz besonderes Jubiläum: Die 100. Episode der Serie!

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Langsam kommt es mir vor, als würde ich jedesmal dasselbe schreiben, doch auch diese Folge ist, mehr noch als die vorherige des Specials, in erster Linie eine Arrow-Episode; die Handlung des Crossovers spielt eher eine untergeordnete Rolle. Morgen, wenn der Kampf gegen die Dominators in die heiße Phase eintritt, dürfte sich diese Gewichtung vermutlich etwas verändern.

 

For the Man Who Has Everything

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Diggle unterbricht Laurel und Oliver

Last night somebody reminded me that I have everything, and I don’t want to give it up.

Am Ende der gestrigen Folge wurden Oliver, Thea, Diggle, Ray und Sara von den Dominators entführt; während ihre Freunde nun nach ihnen suchen, um sie wieder zurückzuholen, befinden sie sich in einer künstlichen Realität. Anfangs erscheint alles so, wie sie, speziell Oliver und Thea, es sich immer erträumt haben, denn in dieser Welt können sie das Leben führen, dass ihnen durch schwere Schicksalsschläge verwehrt wurde: Ihre beiden Eltern sind noch am Leben und Oliver steht kurz vor seiner Hochzeit mit Laurel, doch die Fassade dieser heilen Traumwelt scheint schnell zu bröckeln, denn immer wieder scheinen Oliver und seine Freunde Flashbacks aus ihrem wirklichen Leben zu haben, die sie daran erinnern, wer sie in Wahrheit sind und wo sie hingehören. Doch als sie allmählich beginnen, die Realität um sich herum anzuzweifeln und aus dieser heilen Welt ausbrechen wollen, schlagen die Dominators zurück, indem sie diverse Schlüsselfiguren der vergangenen Jahre auf unsere Helden loslassen. Somit muss sich Oliver einmal mehr seinem Erzfeind Slade Wilson alias Deathstroke stellen oder gemeinsam mit seinen Freunden gegen Damien Darhk, Black Archer sowie eine kleine Gruppe Mirakuru-Soldaten kämpfen, die in der zweiten Staffel drohten Star(ling) City zu überrennen. Speziell Thea tut sich sehr schwer damit, die Wahrheit hinter der Illusion zu sehen und sich einzugestehen, dass nichts in dieser Welt real ist; nicht einmal, wenn alles genauso aussieht und riecht, wie in der Wirklichkeit. Sie will ihre Familie nicht noch einmal verlieren, was Oliver ihr nicht verübeln kann; wenn sie nun endlich das Leben führen können, das sie sich immer erträumten, was ist dann so schlimm daran, wenn alles nur eine Art Traum ist? Eine große Inspiration für diese Folge scheint Alan Moores Comic-Klassiker For the Man Who Has Everything (deutsch: Das Geschenk) gewesen zu sein, welches ebenfalls als Vorlage für eine Episode in der ersten Supergirl-Staffel diente; in jeder Version wird dem jeweiligen Helden eine nahezu perfekte Welt vorgegaukelt; ein Leben, das er/sie sich immer erträumt hatte. Krypton wurde nie zerstört, weshalb Kal-El auf seiner Heimatwelt bleiben und dort eine Familie gründen konnte (übrigens fantastisch adapiert in Superman: The Animated Series!); ähnlich wie Kara, die dort gemeinsam mit ihrer Familie glücklich leben konnte. Wie Oliver mussten sich die beiden jedoch eingestehen, dass alles zu perfekt war, um wahr sein zu können und sie entschieden sich dafür, ihr ganz persönliches Paradies hinter sich zu lassen, um in der wirklichen Welt zu leben.

Diese Folge ist, wie weiter oben bereits erwähnt, in erster Linie ein Meilenstein für Arrow; die 100. Episode. Natürlich ist dies ein Grund zu feiern und viele altbekannte Gesichter kehren für dieses Anlass zurück, um einmal mehr ihre bekannten Parts aus den vergangenen Staffeln einzunehmen. Wir sehen Olivers Eltern wieder, treffen noch einmal Laurel und sehen, wie sich die Gruppe erneut gegen einstige Widersacher zur Wehr setzen muss. Die vielen alten Bekannten sowie die Art, wie mit all diesen lieb gewonnenen Figuren sowie der eigenen Geschichte umgegangen wird, ist wirklich einfach nur toll anzuschauen und jagte mir als Fan der ersten Stunde den einen oder anderen wohligen Schauer über den Rücken (speziell gegen Ende der Folge, bevor sie in die richtige Welt zurückkehren); es ist zwar äußerst schade, dass es nicht für immer so bleiben kann, wie in dieser künstlichen Realität, doch das Leben muss weitergehen und ich bin schon sehr gespannt darauf, was die Zukunft für Oliver und die anderen bereithält 🙂

 

Invasion Part 2

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Oliver und seine Freunde versuchen den Dominators zu entkommen

My whole life I’ve waited to see a sign of intelligence life. Now that I’ve seen it, they are not intelligent at all, they are just mean.

Während Oliver also gemeinsam mit Thea, Sara, Diggle und Ray versucht, der Illusion der Dominators zu entkommen, suchen ihre Freunde fieberhaft nach einer Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Kara und Barry spielen in dieser Folge lediglich sehr kleine Parts, sie sind kaum zu sehen, haben jedoch die eine oder andere Szene zum Strahlen bekommen und fügen sich ansonsten harmonisch in das Geflecht des neuen Team-Arrow ein. Etwas mehr zu tun bekommen dafür Felicity und Diggle, die, gemeinsam mit Michael, ihre technischen Fertigkeiten ausspielen dürfen. Besonders Mr. Terrific freut sich wie ein kleines Kind, als er die Chance bekommt, mit Alien-Technologie arbeiten zu können, doch leider läuft anfangs nicht unbedingt alles rund. Ein Plan ist zwar schnell gefasst, nachdem Cisco mithilfe seiner Superkraft den Aufenthaltsort der anderen sehen konnte, doch zu wissen, dass sich Oliver und die anderen vermutlich an Bord eines Raumschiffs befinden hilft leider nicht, wenn sie nicht herausfinden können, wo sich besagtes Raumschiff versteckt. Nachdem sich Plan A mehr oder weniger in Luft auflöst beziehungsweise in die Luft fliegt, müssen sie sich anderweitig behelfen. Zum Glück können sie einen weiteren Teil außerirdischer Technologie ausfindig machen, den Wild Dog, zusammen mit Kara und Barry, beschaffen kann. Felicity und Cisco können wenig später den Aufenthaltsort von Oliver und den anderen bestimmen, doch sie staunen nicht schlecht als sie sehen, dass diese sich im Weltraum befinden. Ungefähr zeitgleich gelingt den anderen die Flucht vom Dominators-Schiff, ehe sie in letzter Sekunde von der Waverider gerettet werden. An Bord des Zeitschiffs erfahren sie dann auch, dass die Dominators eine besonders mächtige Waffe einsetzen wollen, doch was es genau damit auf sich hat, das erfahren wir leider erst im großen Finale des Crossover Events 😀

Arrows 100. Episode gelingt die feine Balance zwischen der Verbeugung vor seiner eigenen Vergangenheit sowie der nötigen Charakterentwicklung für die zentralen Figuren der Serie, speziell Oliver. Dieser musste sich in der aktuellen Staffel neuen Herausforderungen stellen und schien dabei gefühlt mehr Schritte zurück als vorwärts zu machen; er wirkte oft hart, kühl und verbittert. Seine Rolle als Anführer und Vaterfigur für sein neues Team schienen ihn deutlich zu beanspruchen, weshalb es schön ist, dass er sich nun endlich wieder auf das konzentriert, was ihm wirklich wichtig ist und man wieder mehr vom Menschen Oliver Queen sieht. Womöglich tat er in dieser Folge einen seiner letzten Schritte auf dem Weg zu dem Green Arrow, den wir aus den Comics kennen. Zu den tollen Charakter-Momenten kamen fein choreographierte Action-Szenen, berührende Momente sowie die Vorbereitung auf das große Finale.

DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #2: The Flash

Gestern Abend ging das große DC 4 Night Crossover in seine zweite Runde, doch unsere Helden sehen sich nicht nur mit der Invasion der Dominators, sondern ebenfalls mit den Auswirkungen von Barrys Taten konfrontiert.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Wie schon die gestrige Supergirl-Episode kann auch die aktuelle Folge von The Flash für sich alleine stehen. Natürlich ist die Gefahr durch die Dominators allgegenwärtig und die Teams von Arrow, Flash, den Legends sowie natürlich Supergirl bündeln ihre Kräfte, um die Alien-Invasion aufzuhalten, doch gleichzeitig wird ebenfalls die eigentliche Geschichte rund um Barry, Wally und Flashpoint weiter ausgebaut. Auffallend ist jedoch, dass die Storyline des Crossovers ganz klar mehr Zeit eingeräumt bekommt, als es in der gestrigen Episode der Fall war.

Invasion!

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Ein Dominator beobachtet Kara und ihre Freunde

Aliens?!

Wie der Titel dieser Episode (Invasion) bereits nahelegt steht der Angriff der Dominators natürlich im Zentrum des Geschehens; doch der Reihe nach. Als es bei Team-Flash mal wieder eine Diskussion bezüglich Wallys Kräften gibt erscheint auf einem Monitor die Warnung, ein Meteor stürze gerade über Central City ab. Barry rennt natürlich sofort los, doch was er an der Absturzstelle findet ist keineswegs ein Stück Gestein, sondern ein außerirdischen Raumschiff. Als er sich dem unbekannten Objekt nähert, wird er von einem Schutzschild zurückgeschleudert, nur um wenige Sekunden später Aliens an sich vorbeistürmen zu sehen, die vermutlich nichts Gutes im Schilde führen. Lyla erzählt Barry einige Zeit danach, diese Aliens haben bereits vor einigen Jahrzehnten die Erde besucht und da sie keinerlei friedliche Absichten hegen, nannte man sie Dominators. Schnell wird Barry und seinen Freunden klar, dass Geschwindigkeit alleine diesmal nicht ausreichen wird, um die Gefahr abzuwenden, weshalb Barry seine Freunde zusammentrommelt, um gegen die Dominators vorzugehen. So treffen bald Team-Arrow (Oliver, Diggle, Felicity, Thea), Team-Flash (Barry, Cisco, Caitlin, Iris, Wells) und einige der Legends (Ray, Martin, Jax, Sarah, Mick) aufeinander, um sich im Kampf gegen die Invasoren zu verbünden; doch nicht nur das. Barry versprach seinen Freunden, er werde ein Alien mitbringen, das gemeinsam mit ihnen kämpfen wird: Supergirl! Im Vorfeld dieses Zusammentreffens sehen wir, wie Barry und Cisco sich dafür bereit machen, durch verschiedene Welten des Multiverse zu springen, um Karas Erde zu finden. Interessant hierbei ist, dass wir nun endlich erfahren, auf welcher Erde Kara lebt, nämlich Erde-38. Dies ist in sofern eine ziemlich coole Information, da es sich hierbei um die sogenannte Generations-Erde handelt; auf dieser Erde stehen Superman sowie Batman im Mittelpunkt, die normal altern und Kinder bekommen. Vermutlich sollte man nicht allzu viel in diese Info hineininterpretieren, doch es ist nett, dass wir nun endlich wissen, wo im Multiverse Kara beheimatet ist.

Apropos Supergirl: Diese erzählt ihren neuen Team-Kameraden außerdem, sie habe bereits von den Dominators gehört, denn diese haben in ihrem Universum einmal Krypton angegriffen, konnten jedoch zurückgeschlagen werden. Barry wird zum Anführer des neuen Teams gewählt, hat jedoch anfangs noch einige Schwierigkeiten, sich in diese Rolle einzufügen. Um ihre Kräfte auszutesten und ihre Zusammenarbeit zu verbessern sollen sich die restlichen Teammitglieder erstmal mit Kara messen, die von Oliver den Rat bekommt, sich nicht zurückzuhalten; doch zum Glück tut sie genau das, denn sonst wäre es für den einen oder anderen sicherlich ziemlich unschön ausgegangen. Ein großer Pluspunkt dieser Episode ist generell die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren; Melissa Benoist fügt sich hervorragend in den bereits etablierten Cast des „Arrowverse“ ein. Wenn Kara versucht die Namen ihrer neuen Freunde zu lernen, diese jedoch mit den Namen ihres jeweiligen Alter Ego antworten, Barry davon erzählt, wie Oliver ihn früher trainierte oder Mister Skepsis (Diggle) persönlich im Angesicht von Karas Kräften nur nüchtern sagt „Ich bin überzeugt“, dann kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen. Als die Dominators den Großteil des Teams jedoch mittels Gedankenkontrolle gegen Barry und Oliver aufhetzen, müssen diese beweisen, dass sie selbst dieser Herausforderung gewachsen sind.

Post Flashpoint?

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Barry und Oliver stehen mit dem Rücken zur Wand

A war is coming, Captain Hunter and a some point you are going to be called back to Central City to fight it. So you need to know that while you and your team have been in the temporal zone, I made a choice that affected the timeline. As you know, whenever you alter the past those changes affect the present and get compounded in the future. When you return, you will be in the new timeline I created where everyone’s past and everyone’s future has been affected. Including yours. When you come back don’t trust anything or anyone. Not even me.

Neben der unmittelbar bevorstehenden Invasion der Dominators stehen außerdem die Auswirkungen von Barrys Zeitreise am Ende der zweiten Staffel im Mittelpunkt: Barry reiste in der Zeit zurück und rettete seine Mutter vor dem Reverse Flash, wodurch er eine neue Zeitlinie erschuf. In dieser sogenannten Flashpoint-Zeitlinie waren seine Eltern noch immer am Leben und er konnte endlich das Familienleben führen, das er sich immer wünschte, allerdings veränderte er nicht nur sein Leben, sondern ebenso die seiner Freunde; mehr noch, denn als er seinen Fehler bemerkte und diesen korrigieren wollte, erschuf Barry eine neue Zeitlinie. In Caitlyn erwachten daraufhin ihre Kräfte als Killer Frost, Ciscos Bruder ist tot und die einstige Freundschaft von Barry und Cisco liegt in Trümmern. Doch auch an anderen Mitgliedern des Teams gingen die Auswirkungen des Flashpoint nicht spurlos vorbei, denn Professor Stein hat nun eine bereits erwachsene Tochter, an die er jedoch keinerlei wirklich Erinnerungen hat, wohingegen Diggles Tochter Sarah nie geboren wurde. Speziell die Legends reagieren alles andere als erfreut darüber, dass Barry auf eigene Faust eine neue Realität erschaffen hat, denn bei ihren Reisen in der Waverider tun sie alles, um solche Veränderungen der Zeitlinie zu korrigieren. Als dann auch noch die obige Nachricht an die Öffentlichkeit kommt, in der ein Barry aus dem Jahre 2056 erzählt, man könne ihm beziehungsweise seinem jüngeren Gegenstück nicht vertrauen, droht die junge Allianz zu zerbrechen. Selbst Oliver, der sich für seinen Freund einsetzt und diesem später offenbart, er hätte genauso gehandelt, da er den Tod seiner Eltern ebenfalls nicht verhindern konnte, kann die Meinung seiner Freunde nicht verändern.

Der zweite Teil des 4 Night Crossover Events besticht mit wirklich tollen Effekten, speziell die Dominators sehen herrlich creepy aus, sowie einer glaubhaften wie sympathischen Dynamik des Casts. Die Action ist schnell und hart, die Kämpfe gut choreographiert und bei all den Auseinandersetzungen und dem zwischenmenschlichen Drama kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ab und an war die Episode zwar etwas vorhersehbar (Freunde wenden sich gegeneinander ist leider kein allzu origineller Story-Kniff), doch darüber sieht man angesichts der Stärken dieser Folge gerne hinweg. Der gemeine Cliffhanger am Ende lässt einen zudem bereits begierig auf die nächste Episode warten 🙂

DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #1: Supergirl

Lange mussten wir darauf warten, nun ist es endlich hier: Der erste Teil des heiß ersehnten 4 Night-Crossover-Events wurde vergangenen Abend in den USA ausgestrahlt. Diesmal braucht Barry die Hilfe seiner Freundin Kara Zor-El, doch ich greife vor.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Bevor man sich diese Episode von Supergirl ansieht, sollte einem klar sein, dass lediglich die letzten Augenblicke ein wirklicher Bestandteil des großen Crossovers sind. Primär dreht sich alles um Kara, ihre Freunde und Familie sowie ihre ganz persönlichen Probleme. In der letzten Woche wurde Kara überwältigt und musste hilflos dabei zusehen, wie Cadmus ihr eine Blutprobe abnahm; in der aktuellen Folge wurde nun enthüllt, was die zwielichtige Organisation mit Supergirls Blut im Schilde führt. Hank Hanshaw beziehungsweise Cyborg Superman drang in die Festung der Einsamkeit ein, wo er Karas Blut benutzte, um Informationen über ein geheimnisvolles kryptonisches Programm zu bekommen: Medusa. Hierbei handelt es sich um einen Virus, das gezielt Alien-DNS angreift. Cadmus will das Virus in eine Bio-Waffe verwandeln, um die Erde gezielt von allen Aliens zu säubern. Doch als hätten Kara und ihre Freunde damit noch nicht genug zu tun, erscheinen plötzlich an verschiedenen Orten in National City seltsame blaue Portale, die Kara Schlimmes erahnen lassen.

Vermächtnis

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Cyborg Superman in der Festung der Einsamkeit

The Luthors are pretty good actors. Or, well, sociopaths. Either way, they know how to fool people.

Eines der zentralen Themen der aktuellen Supergirl-Episode ist „Vermächtnis“. Worum handelt es sich dabei und was ist, wenn uns das Vermächtnis unserer Familie nicht gefällt? Kara wird im Laufe der Episode mit der Enthüllung konfrontiert, dass es ihr Vater war, der Projekt Medusa erschaffen hat und dass es sich dabei in Wahrheit um eine biologische Waffe handelt, die gezielt die DNS anderer Alien-Rassen attackiert. Ein Hologramm ihres Vaters erzählt ihr zwar, Medusa sei speziell für den Fall einer feindlichen Invasion Kryptons geschaffen worden, doch allein die Tatsache, ihr sonst immer so friedlich wirkender Vater sei für die Konstruktion seiner solch gefährlichen Waffe verantwortlich, macht Kara schwer zu schaffen. Sogar so schwer, dass sie allmählich daran zu zweifeln beginnt, ob ihre Eltern tatsächlich die guten Leute waren, für die sie sie immer gehalten hat; sollen Tod und Zerstörung tatsächlich alles sein, was ihre Eltern ihr hinterlassen haben? Doch auch Lena Luthor wird mit dem Vermächtnis ihrer Eltern, genauer dem ihrer Mutter, konfrontiert. Supergirl offenbart ihr, dass es Lenas Mutter ist, die in Wahrheit bei Cadmus die Fäden zieht und alle Aliens auf der Erde auslöschen will. Lena muss sich die Frage stellen, ob der beinahe schon wahnhafte Feldzug ihrer Familie gegen Aliens wirklich ihr einziges Vermächtnis sein und ob man sich letztendlich auch nur aufgrund dieser Taten an sie erinnern soll. Speziell Lena macht in dieser Episode eine sehr schöne Entwicklung durch und wird uns als ein starker Charakter präsentiert, die sich nun scheinbar wirklich aus dem Schatten ihrer Familie lösen kann, um ihren eigenen Weg zu gehen.

Enthüllungen und viel Gefühl

Medusa

Kara sorgt sich um Mon-El

So, it is a Denver’s family tradition that, before the meal, we go around and we say what we are thankful for.

Doch Apropos Enthüllungen; obwohl der Titel dieser Folge zwar Medusa lautet, hätte man sie ebenso gut auch Revelations nennen können, denn wie in der letztjährigen Thanksgiving-Episode kommen auch dieses Jahr wieder einige Geheimnisse ans Licht. Abgesehen von den beiden gerade schon erwähnten Offenbarungen gibt es natürlich noch weitere Geheimnisse, die andere Figuren sich von der Seele reden möchten. Seit einiger Zeit ist beispielsweise auch James als Verbrechensbekämpfer (Guardian) unterwegs, was er bisher jedoch noch nicht Kara gebeichtet hat. Während Winn und Alex versuchen, James von seinem Vorhaben abzuhalten, ist dieser nach wie vor fest dazu entschlossen. Doch auch Alex hütet nach wie vor ein Geheimnis, denn dass sie lesbisch ist hat sie mittlerweile zwar Kara gebeichtet, allerdings weiß ihre Mutter noch nichts vom kürzlichen Coming Out ihrer Tochter. Während James‘ Vorhaben ziemlich schnell im Sande verläuft, führt Alex‘ Plan zu einem wirklich Herz erwärmenden Mutter-Tochter-Moment, in dem Eliza Alex sagte, sie werde immer für sie da sein und sie unterstützen.

Die aktuelle Supergirl-Episode konnte also vor allem mit sehr viel Herz punkten, doch auch der Humor und die Action kamen nicht zu kurz. Gerade die Kämpfe sehen nach wie vor sehr gut aus und allein hierfür scheint sich der Sender-Wechsel gelohnt zu haben. Die Kämpfe wirken endlich deutlich dynamischer und auch die Effekte bewegen sich auf einem konstant guten Niveau. Wenn man dieser Folge jedoch eines vorwerfen könnte, dann, dass sie auf sehr sicheren Bahnen wandelt, was die Geschichte ab und an leider ziemlich vorhersehbar macht. Doch dank der nach wie vor tollen Chemie des Casts sowie einigen wirklich schönen Momente verzeiht man diese kleine Schwäche sehr gerne.

Unerwartete Besucher

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Kara trifft Barry und Cisco

Eingangs erwähnte ich bereits kurz seltsame blaue Portale, die ab und an in National City auftauchen. Ganz am Ende wird das Geheimnis gelüftet, wer hinter diesen Erscheinungen steckt: Barry und Cisco, die das Multiverse absuchen, um Kara um Hilfe zu bitten. Bereits im Vorfeld des Crossover-Events wurde von den Verantwortlichen gesagt, Supergirl als Serie spiele eine eher untergeordnete Rolle bei der anstehenden Verteidigung der Erde, doch zumindest nimmt hier alles seinen Anfang. Wir wissen natürlich bereits, dass eine Alien-Rasse namens Dominators Barrys Erde angreift, weshalb dieser jede Hilfe braucht, die er kriegen kann. Barry und Cisco wollen also nun Kara bitten, ihnen und ihren Freunden im Kampf gegen die Alien-Invasoren beizustehen, um ihre Welt vor dem drohenden Untergang zu retten. Mit Barrys Bitte endet dann auch leider diese Episode, doch schon morgen (beziehungsweise heute) geht es in The Flash weiter 🙂

DC Donnerstag mit Supergirl – Meine Meinung zum Start von Staffel 2

Mit einer „kleinen“ Verspätung kommt nun doch noch wie versprochen mein Artikel zum Auftakt der zweiten Staffel von Supergirl, die nun bei The CW auf Verbrecherjagd gehen darf. Und soviel sei bereits vorab verraten: Die Staffel-Premiere macht definitiv Lust auf mehr.

Supergirls erste Staffel hatte mit einigen dramaturgischen sowie inszenatorischen Schwächen zu kämpfen, doch ein sympathischer Cast, allen voran Melissa Benoist als Kara Zor-El/Supergirl, und die optimistische Grundstimmung der Serie standen auf der Habenseite. Staffel 1 endete zudem mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger, der nun, zu Beginn der zweiten Staffel, aufgegriffen, jedoch noch nicht aufgelöst wird.

Ein neuer Anfang

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Supergirl

Nach dem Finale der ersten Staffel hat sich die Lage in National City mittlerweile wieder etwas beruhigt, doch gleichzeitig haben sich einige Dinge verändert. Kara muss zu ihrer Verwunderung feststellen, dass das DEO einen Stützpunkt mitten in National City besitzt und auch das Personal der Behörde hat Zuwachs bekommen, denn Karas Freund Winn arbeitet nun, gemeinsam mit Alex und Hank/Martian Manhunter, für die Behörde. Doch auch für Kara selbst stehen viele Veränderungen ins Haus, denn Cat legt ihr nahe, sich beruflich umzuorientieren und auch die sich langsam entwickelnde Beziehung mit James wird zu einer richtigen Herausforderung. Darüberhinaus stattet auch ihr Cousin Superman der Stadt einen Besuch ab und Lex Luthors kleine Schwester Lena zog es ebenfalls nach National City, um den lädierten Ruf ihrer Familie wieder zu begradigen. Doch im Hintergrund scheint bereits eine ganz andere Kraft ihre Pläne zu schmieden, die Kara und ihren Freunden noch viele Probleme bereiten dürfte.

Nicht wenige dürften sich gefragt haben, ob und falls wie sich der Wechsel von CBS zu The CW auf die Serie auswirken wird und jene, die sich diesbezüglich Sorgen gemacht haben sollten, kann ich beruhigen: Supergirl funktioniert auch beim neuen Sender sehr gut und sieht, meiner Meinung nach, sogar besser aus denn je. Natürlich kann The CW nicht ähnlich viel Geld in die Effekte investieren, wie es CBS vergangene Season tun konnte, doch die Effekte sehen gut aus und bewegen sich in etwa auf einem Niveau mit denen anderer Serien wie The Flash oder DC’s Legends of Tomorrow. Doch die sicherlich weitaus größere Frage war, wie würde sich Superman in das Charaktergeflecht der Serie einfügen und könnte er dies tun, ohne dabei die anderen Figuren zu überstrahlen?

Von Metropolis nach National City

Supergirl --

Clark und Kara

Nach Brandon Routh (Superman Returns), Tom Welling (Smallville) und Henry Cavill (Man of Steel, Batman v Superman) ist es nun an Tyler Hoechlin, den Mann aus Stahl im 21. Jahrhundert zu verkörpern, doch angesichts der ersten veröffentlichten Promo-Bilder war ich nicht unbedingt ein großer Fan dieser Idee. Besonders im Vergleich zu Cavill, der Superman im DCEU auf der großen Leinwand verkörpert, wirkt Hoechlin doch sehr schmächtig und auf den ersten Blick beinahe zu unscheinbar, um den Vater der modernen Superhelden zu spielen. Meine Zweifel haben sich mit der ersten Episode jedoch beinahe gänzlich in Luft aufgelöst, denn wie schon bei Benoist als Supergirl ist es Hoechlins Darstellung Supermans, welche die optischen Unterschiede schnell vergessen macht. Wem Cavills Superman im Kino-Universum zu ernst, nachdenklich und düster ist, der dürfte mit Hoechlins Verkörperung des Mannes aus Stahls vermutlich das bekommen, was er sich wünscht: Superman, wie wir ihn aus den Comics kennen und beinahe möchte ich sagen, dass fast Erinnerungen an Christopher Reeves Superman aufkommen. Es war ein wahrer Glücksgriff Berlantis, die Warner Bros.-Bosse von der Integrierung Supermans in die Serie überzeugen zu können, denn obwohl man merkt, welche Ehrfurcht jeder vor ihm zu haben scheint, so ist es doch speziell die Chemie zwischen Hoechlin und Benoist, die sich hervorragend in die Serie einbettet und jederzeit von beiden glaubhaft vermittelt wird. Dies beginnt bei kleinen Nicklichkeiten, etwa wenn Kara erzählt, dass sie Superman früher die Windeln gewechselt hat, über sehr intime Momente, wenn Clark seiner Cousine einen persönlichen Rat gibt, bis hin zur Unterstützung im Kampf für das Gute; Hoechlins Superman ist definitiv ein Gewinn für die Serie sowie eine harmonische Erweiterung des ohnehin schon sympathischen Casts.

Doch auch die bereits etablierten Figuren sind natürlich weiterhin dabei und machen dort weiter, wo sie in der vorangegangenen Staffel aufgehört hatten. Alex ist somit noch immer auf der Suche nach ihrem Vater, Hank will die Erde beschützen (und hat ein sehr persönliches Problem mit Superman) und Cat macht ihrer neuen Assistentin ordentlich Dampf, während sie gleichzeitig versucht, Kara dabei zu unterstützen, ihren eigenen beruflichen Weg weiter zu beschreiten. Cat ist es hier auch einmal mehr, die das Geschehen mit ihren herrlich bissigen Kommentaren auflockert und Kara dazu ermutigt, immer wieder ihre Grenzen auszuloten, weshalb diese letztendlich den Entschluss fasst wie ihr Cousin eine Reporterin zu werden. Doch bis zu dieser Entscheidung war es ein langer Weg, denn Kara musste sich erst darüber klar werden, was sie wirklich will und welche Dinge womöglich doch keinen Platz in ihrem Leben haben. So kommt es ebenfalls dazu, dass Kara und James ihre noch recht junge Beziehung beenden, bevor diese richtig begonnen hat. Diese Entscheidung empfinde ich als nur konsequent, denn obwohl die Chemie zwischen den beiden gut ist, so nahm man ihnen das verliebte Paar doch nie wirklich ab und oftmals erweisen sich gerade solche recht halbherzigen Romanzen in einer Serie letztendlich als ein Klotz am Bein, der oftmals zu spät entsorgt wird.

Mein kleines Fazit:

Wenn man dieser Episode eines vorwerfen könnte, dann wäre es, dass sie meist doch ziemlich vorhersehbar ist und lieber auf bekannten Pfaden wandelt, statt wirklich neue Wege zu gehen, doch dies ist Kritik auf einem sehr hohen Niveau, denn die Episode als solche funktioniert hervorragend und wenn es der Serie gelingen sollte, dieses Niveau über ihren gesamten Verlauf zu halten, dann dürfte sie endlich ihr ganzes Potenzial nutzen, welches bisher meist lediglich unter der Oberfläche schlummerte 🙂

DC Donnerstag mit Supergirl – Meine Meinung zum Superhelden-Crossover mit The Flash

Ende März diesen Jahres hatten Comic-Fans einen ganz besonderen Grund zur Freude, denn die beiden DC-Helden Supergirl und The Flash vereinten ihre Kräfte, um einer neuen Bedrohung entgegenzutreten.

Mehrere Monate wurde über ein Crossover zwischen den Serien Supergirl und The Flash spekuliert bis die Verantwortlichen der CBS-Serie schließlich grünes Licht gaben und ein Zusammentreffen mit The CWs The Flash gestatteten. Als Hommage an World’s Finest #199 aus dem Jahre 1970, in dem sich Superman und Flash ein Rennen um die Erde liefern, wurde diese Episode Worlds Finest genannt und soviel sei verraten: Am Ende dieser Folge gibt es auch hier ein kleines Wettrennen zwischen Supergirl und Flash.

Ich werde versuchen Spoiler zu den vorangegangenen Episoden von Supergirl (Staffel 1) und The Flash (Staffel 2) weitestgehend zu vermeiden, doch an der einen oder anderen Stelle werde ich vermutlich nicht darum herumkommen, weshalb ich hier eine kleine SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte.

Worum geht es in Worlds Finest?

In Karas ehemaliger Kollegin und Konkurrentin Siobhan Smythe erwachten am Ende der letzten Episode ungeahnte Kräfte, die sie, nach kurzem anfänglichem Zögern, dazu nutzen will, um sich an Cat Grant und Kara zu rächen. Da sie jedoch ahnt, dass Supergirl ihren Plan durchkreuzen könnte, befreit Siobhan die vom D.E.O. eingesperrte Livewire aus ihrem Gefängnis, um sich mit ihr zu verbünden, da diese ebenfalls noch eine Rechnung mit Supergirl und Cat offen hat. Nach ihrer Verwandlung in Silver Banshee erscheint Siobhan bei CatCo, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Dabei katapultiert sie Kara aus dem Fenster des CatCo-Hochhauses, doch bevor Kara auf der Erde aufschlägt, erscheint Flash, der mit einem Wurmloch Karas Welt erreicht, und rettet ihr Leben. Kara meint, dass eine Rettung nicht nötig gewesen wäre und Barry staunt nicht schlecht, als sie wenige Sekunden später davonfliegt. Barry folgt ihr und als Kara erkennt, mit was für einer Geschwindigkeit Barry sich bewegt, führen beide eine kurze Unterhaltung, in der Barry feststellt, dass er nicht mehr auf seiner Erde sein kann. Supergirl und Flash beschließen daraufhin zusammenzuarbeiten, um einmal Silver Banshee aufzuhalten und außerdem einen Weg zu finden, um Barry zurück auf seine Erde zu bringen.

Easter Egg #1: Cat erfährt schnell, dass ein neuer Superheld in National City ist und will diesem, wie schon Kara vorher, einen Namen geben. Dabei entscheidet sie sich, trotz eines Gegenvorschlags von Barry, für „Der Fleck“. Eine nette kleine Anspielung an The CWs Serie Smallville, in der Clark ebenfalls eine Zeit lang unter diesem Namen bekannt war.

Ist das Crossover geglückt?

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Kara und Barry kurz vor ihrem Rennen

Der Plan eines Crossovers dieser beiden Serien stand schon länger im Raum, sollte jedoch ursprünglich für die zweite Season von Supergirl aufgehoben werden. Nachdem die Meldungen über ein mögliches Zusammentreffen dieser beiden Superhelden-Serien jedoch immer größere Kreise zog und die Fans von dieser Idee begeistert schienen, entschlossen sich die Verantwortlichen der beiden Serien, diese Pläne vorzuverlegen und die Episode Worlds Finest war geboren. Flash sollte dabei die Rolle eines „Veteranen“ zukommen, der Kara mit seinen Erfahrungen als Superheld weiterhelfen könnte, ähnlich wie man es bereits beim Crossover zwischen Arrow und The Flash handhabte, wo Oliver Queen diese Rolle zukam.

Im Laufe der Folge wird nicht erklärt, wie Barry genau auf Karas Erde kam, doch da Flash auf seiner Erde Probleme mit Zoom hat und seine Geschwindigkeit trainiert, um schneller zu werden, wäre es möglich, dass Barry bei einer seiner Trainingseinheiten eine Art Portal öffnete und so von seiner Erde auf Karas gelangte. Ein Hinweis darauf wäre auch die Vorrichtung, die Barry bei seiner Ankunft auf seiner Brust trug, die verdächtig an den Tachionen-Generator des Reverse Flash erinnert, der damit Energie aus der Speed Force sammelte, um seine eigene Geschwindigkeit zu erhöhen. Um welche Erde es sich bei Supergirls Welt genau handelt wurde zwar nicht bekanntgegeben, doch es wurde bestätigt, dass es weder Erde-2, noch Erde-3 ist, sondern eine Erde mit einer unbekannten Nummer.

Nun jedoch zurück zur eben formulierten Frage, die ich mit einem ja beantworten kann. Ja, das Crossover als solches ist geglückt und das hat, meiner Meinung nach, gleich mehrere Gründe.

Einmal liegt es an der Stimmung dieser beiden Serien. Gerade im Vergleich mit Formaten wie Arrow, Gotham oder dem vergangenes Jahr eingestellten Constantine, ist die Grundstimmung bei Flash und Supergirl deutlich optimistischer. Beide Serien zeigen, dass Helden nicht ständig von Selbstzweifeln geplagt und ihren inneren Dämonen zerfressen werden müssen, sondern dass es sogar Spaß machen kann, ein Superheld beziehungsweise eine Superheldin zu sein. Auch die Chemie zwischen den Darstellern ist nahezu perfekt und es scheint fast so, als wäre Grant Gustins Barry Allen ein Teil dieser für ihn fremden Welt. Besonders das Zusammenspiel mit Melissa Benoists Supergirl ist herrlich schön anzusehen und kommt in einigen Szenen wirklich charmant zur Geltung. Etwa, wenn Barry Kara und ihren Freunden seine Geschwindigkeit demonstriert und ihnen blitzschnell ein Eis holt. Karas euphorisches „YES!“ passt dabei wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

Doch auch auf emotionaler Ebene weiß diese Episode zu überzeugen. So kann Barry Kara mit seinen eigenen Erfahrungen weiterhelfen. In der vorletzten Supergirl-Folge Falling wurde Kara rotem Kryptonit ausgesetzt, welches ihre schlechten Charaktereigenschaften verstärkte und sie dazu trieb, vielen Menschen Leid zuzufügen. So gab es nicht nur einen Bruch mit einigen ihrer Freunde, sondern sie verlor ebenfalls das Vertrauen der Menschen von National City. Barry erzählt ihr, dass er in seiner Welt ähnliche Erfahrungen machte und solche Dinge Zeit brauchen, um wieder in Ordnung zu kommen. Die Menschen würden erkennen, dass Kara ihnen nichts Böses will und ihr ihre Taten irgendwann verzeihen. Tatsächlich geschah gegen Ende dieser Episode genau das: Im finalen Kampf zwischen Supergirl, Flash, Silver Banshee und Livewire stellten sich die Menschen schützend vor Kara, nachdem diese bereit war für sie ihr Leben zu geben. Eine ähnliche Entwicklung habe ich zwar seit dem Ende von Falling bereits erwartet und die Art und Weise wie es umgesetzt wurde ist auch wirklich nicht schlecht, sondern, im Gegenteil, recht schön anzuschauen, doch es fühlt sich ein wenig überstürzt an und hätte etwas mehr Zeit benötigt. Vertrauen will verdient sein und wenn es einmal einen Bruch bekommt, kann dieser nicht von heute auf morgen wieder behoben werden. Auch andere Dinge, etwa die teils zu „netten“ Dialoge („You need a Make-Over“) ziehen die Folge an der einen oder anderen Stelle etwas nach unten, da gerade dort etwas mehr Ernsthaftigkeit nötig gewesen wäre. Doch abgesehen von diesen kleinen Fehlern gibt es, zumindest für mich, nichts an dieser Episode auszusetzen und Supergirl vermag es somit das durchweg hohe Niveau der vorangegangenen Episoden zu halten.

Easter Egg #2: Barry versucht Kara und ihren Freunden das Konzept des Multiversums zu erklären und sagt, dass es eine schier unendliche Anzahl von Erden gibt, die sich mal mehr und mal weniger voneinander unterscheiden. Die Frage, ob es eine Erde mit lautet böser Doppelgänger gäbe, kommentiert Barry mit „I’ve been there. It sucks!“

Ein Gegenentwurf zu Batman v Superman?

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Batman v Superman: Dawn of Justice – Das offizielle Filmplakat

Da dieses Crossover nur kurze Zeit nach dem Kinostart von Batman v Superman: Dawn of Justice ausgestrahlt wurde, in dem ebenfalls zwei Comic-Größen aufeinander treffen, gibt es natürlich gewisse Parallelen, doch ebenso Unterschiede hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Treffen umgesetzt wurden, auf die ich noch kurz eingehen möchte. Beide Aufeinandertreffen wurden exzessiv von Warner Bros. beworben, doch im Gegensatz zum Giganten-Treffen auf der Kinoleinwand, drangen beim TV-Crossover verhältnismäßig weniger Szene ans Licht, sodass es noch genug Überraschungen und schöne Momente (bezüglich der gemeinsamen Szenen) für die Fans gibt und die Vorfreude nicht sonderlich stark getrübt wird.

Auch hinsichtlich des Stils beziehungsweise der Atmosphäre gibt es deutliche Unterschiede. Die Filme setzen, wie Zack Snyder gerne betont, auf einen bewusst düsteren und härteren Ton als die TV-Serien. Ehrlich gesagt gibt es, mit Ausnahme von Arrow und Gotham vielleicht, keine DC-Serie, die dem Stil des Film-Universums wirklich nahe kommt. Dieser Optimismus, der Supergirl und Flash auszeichnet, ist dabei ein angenehmer Gegenpol zur Tragik und Düsternis der DC-Filme, was auch ein Grund war Grant Gustin nicht als Flash für Batman v Superman zu besetzen: The CWs Flash ist schlicht zu positiv und optimistisch, um im düsteren Film-Universum bestehen zu können.

Die Art und Weise, wie es zur Zusammenarbeit der Helden kommt, wäre ein weiterer Unterschied zwischen beiden Crossovers. Wo bei Batman v Superman sowohl die Zusammenarbeit der beiden Hauptfiguren als auch die Gründung der Justice League aus einer Tragödie heraus erwachsen und es kaum ein gegenseitiges Verstehen der Figuren gab, so zeigt sich bei Supergirl und Flash, dass selbst eine Kooperation zwischen zwei Universen funktionieren kann. Hier gibt es kein Misstrauen, keine Rivalität, sondern stattdessen sofort eine gewisse Art von Verbindung und Chemie.

Kara befindet sich zum Zeitpunkt von Barrys Ankunft in einer ähnlichen Situation wie ihr Film-Cousin. Beide haben das Vertrauen vieler Menschen verloren und hadern mit den Konsequenzen ihrer Taten. Doch wo Superman immer noch in einer Identitätskrise steckt und weder weiß, wer er ist, noch wer er sein muss, um auf der Welt etwas zu bewirken, erweist sich Barry in dieser Situation für Kara als Stütze und versucht ihr Wege aufzuzeigen, wie die Menschen wieder Vertrauen in sie und ihre Taten finden könnten.

Superhelden-Geschichten müssen nicht unbedingt „humorvoll“ und „leichtfüßig“ sein, um Erfolg zu haben, Watchmen und auch die The Dark Knight-Trilogie sind dafür gute Beispiele, doch es sollte, besonders für Fans, Spaß machen, diesen Figuren dabei zuzusehen wie sie gemeinsam Abenteuer erleben. Und genau das macht Supergirls Worlds Finest: Spaß. Es ist eine in vielerlei Hinsicht sehr gut gelungene Crossover-Episode zwischen zwei Serien, deren Helden zeigen, dass es tatsächlich Spaß machen kann, wenn man als Superheld versucht den Tag zu retten und das ist etwas, was ich an dieser Folge sehr genossen habe 🙂

Das war meine Meinung zum Crossover von Supergirl und The Flash, doch wie fandet ihr diese Episode? Nächste Woche steht übrigens bereits der fünfte und letzte Teil meiner kleinen Supergirl-Reihe an, in dem ich euch eine „Review“ zum Auftakt der zweiten Supergirl-Season schreiben möchte 😉

DC Donnerstag mit Supergirl – Über eine sympathische Heldin und dramaturgische Schwächen

Vergangenes Jahr startete auf dem US-Sender CBS die erste Staffel der DC Comics-Adaption Supergirl im TV. Anfangs konnte die Serie mit starken Quoten begeistern und auch Hauptdarstellerin Melissa Benoist wurde von der Fan-Gemeinde wohlwollend als Kara Zor-El/Supergirl aufgenommen.

Die erste Staffel von Supergirl erzählt die Geschichte von Kara Danvers beziehungsweise Kara Zor-El, Supermans älterer Cousine, die ebenfalls der Zerstörung ihres Heimatplaneten Krypton entkommen und auf die Erde fliehen konnte. Dort wurde sie von ihrem mittlerweile erwachsenem Cousin gefunden und in die Obhut der Danvers gegeben, die auf Kara aufpassen sollten. Viele Jahre später war Kara jedoch gezwungen, ihre Kräfte einzusetzen und sich der Welt zu offenbaren: Ein Flugzeug, in dem ihre Adoptivschwester Alex sitzt, droht über National City abzustürzen, doch Kara kann die drohende Katastrophe in letzter Sekunde noch verhindern. Alex ist jedoch wenig erfreut über die Rettung durch ihre Schwester, denn die Auswirkungen dieser Tat könne sie noch gar nicht erahnen. Doch Kara lässt sich davon nicht beirren und will fortan als Supergirl ihre Stadt beschützen.

In insgesamt 20 Episoden erlebt Kara fortan spannende Abenteuer, muss sich ihrer Kräfte bewusst werden und lernen, diese mit ihrem Berufs- sowie Privatleben zu vereinen. Doch nicht jeder Fan schien begeistert von Supergirls erster TV-Serie, was ich zu einem gewissen Grad auch nachvollziehen kann.

Von erzählerischen Schwächen und mittelprächtigen Effekten

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Supergirl vs. Red Tornado

Die erste Staffel leidet besonders unter einem äußerst holprigen Start; dabei beziehe ich meine Kritik gar nicht auf die Figuren, deren Interaktionen oder Entwicklung, sondern speziell auf die Dramaturgie der ersten sechs bis acht Episoden. Es will in der ersten Hälfte der Staffel keine richtige Spannung aufkommen, obwohl es durchaus den einen oder anderen Höhepunkt wie den Showdown gegen Red Tornado gibt. Die Handlung plätschert recht gemächlich vor sich hin und auch wenn schnell klar wird, wer die wahre Bedrohung dieser Staffel werden wird, so erscheint diese nicht unbedingt, nun ja… bedrohlich. Kara wird leider nur selten wirklich gefordert und wie sich an mehreren Stellen dieser Staffel zeigen soll, ist sie selbst ihr größter Feind. Auch für die Effekte der Serie hagelte es Kritik und wenn man bedenkt, dass eine Folge schätzungsweise ein Budget von 2 Millionen US-Dollar hatte, dann erscheint diese Kritik durchaus gerechtfertigt. Es gibt zwar Effekte, die wirklich fantastisch aussehen, etwa die Marsianer, Feuer, Rauch, Explosionen, Blitze oder wenn Kara über National City ihre Kreise zieht, doch leider wirken die meisten Effekte eher zweckmäßig. Dies ist schade, denn The CW zeigt mit The Flash, dass man auch mit einem kleineren Budget (circa 1 Million US-Dollar pro Episode) tolle Effekte auf den Bildschirm zaubern kann. Die Action wäre ein weiterer Kritikpunkt, genauer gesagt deren Inszenierung. Es gibt viele Situationen, in denen Kara ihre kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss, doch oft wirken diese Momente kraftlos und langsam; man kann meist höchstens erahnen über was für immense Kräfte Kara und andere Kryptonier verfügen, doch die Wucht und Geschwindigkeit ihrer Aktionen kommt fast nie zur Geltung. Schön wäre es gewesen, wenn man sich hier vielleicht eine Scheibe von den Kämpfen aus Man of Steel abgeschnitten hätte, die sich, zumindest visuell, teils recht nah an den Scharmützeln aus Dragon Ball bewegten und es vermochten, die schiere Kraft eines Superman eindrucksvoll aufzuzeigen. Doch es gab natürlich auch positive Aspekte, die einen über die eine oder andere inszenatorische Unzulänglichkeit hinwegsehen lassen konnten.

Eine liebenswürdige Heldin und ihre positive Ausstrahlung

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Melissa Benoist als Supergirl

Ich muss gestehen: Als bekannt wurde, Melissa Benoist werde die Rolle des Supergirl spielen, hielt sich meine Begeisterung über diese Nachricht in Grenzen, doch ich wollte ihr zumindest die Chance zugestehen, mich in dieser Rolle zu überzeugen… und nach 20 Folgen kann ich zumindest für mich sagen, dass Melissa Benoist mittlerweile ein hervorragendes Supergirl abgibt und für mich der große Pluspunkt dieser Serie ist. Ihre Kara ist eine gut geschriebene Figur; sie ist stark, fähig und positiv, doch gleichzeitig ebenso fehlerhaft und zweifelnd. Sie muss sich nicht nur mit den Problemen herumschlagen, mit denen sich jeder von uns im Laufe seines Lebens einmal konfrontiert sieht, sondern darüberhinaus kommt sie irgendwann an einen Punkt, an dem ihre Kräfte für sie zu einer Bürde werden. Sie ist nicht nur eine Figur, sondern ein Charakter mit Ecken und Kanten, was sie verwundbar wirken lässt und interessant macht. Melissa Benoist gelingt es dabei, all diese verschiedenen Facetten Karas auf eine absolut charmante und liebenswürdige Weise dem Zuschauer zu vermitteln. Ihre positive Ausstrahlung überträgt sich dabei auch auf die ganze Serie, die, verglichen mit den aktuellen DC-Filmen oder auch einigen anderen DC-Serien wie Arrow oder Gotham, äußerst hoffnungsvoll daherkommt. Dabei sind sowohl die Serie als auch ihre Protagonistin dann am Stärksten, wenn sie ihrem Superhelden-Job nachgeht, also gegen Bankräuber und andere Verbrecher kämpft; auch, wenn sie mal keine Kräfte haben sollte. Die Dynamik zwischen Kara und ihren Freunden wird im Laufe der Serie ebenfalls schön entwickelt, wobei besonders die Beziehungen zu Alex und Cat Grant hervorstechen. Man nimmt Melissa Benoist und Chyler Ligh (Alex) jederzeit ab, dass sie zwei Schwestern sind, die füreinander durch die Hölle gehen würden und ihre Beziehung wird im Verlauf der Handlung das eine oder andere Mal auf die Probe gestellt. Auch Calista Flockhart als Karas Chefin Cat Grant liefert eine grandiose Leistung ab. Sie hilft Kara nicht nur bei privaten oder beruflichen Problemen, sondern auch für Supergirl wird sie mit der Zeit eine ihrer engsten und wichtigsten Vertrauten. Zudem sorgt Flockhart mit einer wahnsinnigen Energie für einige der witzigsten Momente der Show, wenn sie das Geschehen auf die ihr eigenen Art mit bissigen Bemerkungen kommentiert.

Mein kleines Fazit:

Supergirl mag sicherlich keine perfekte erste Staffel spendiert bekommen haben, dafür wiegen einige erzählerische Schwächen zu schwer und auch die Inszenierung weist in der ersten Hälfte der Staffel das eine oder andere Problem auf. Hinzukamen schwächelnde Quoten, die letztendlich dazu führten, dass wir die bald startende zweite Season nicht mehr bei CBS, sondern bei The CW sehen werden, wo sich Kara in bester Gesellschaft befinden dürfte. Doch es war definitiv nicht alles schlecht an Supergirls erster Staffel, denn die positive Stimmung der Serie, der sympathische Cast und vor allem Melissa Benoist als Kara lassen gerne über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen 🙂

Dies war nun bereits der dritte Teil meiner kleinen Supergirl-Artikelreihe und nächste Woche geht es weiter mit einem Artikel zu Superhelden-Crossover mit The Flash 😉

DC Donnerstag – Meine Supergirl-Comictipps

Nachdem ich euch vergangenen Donnerstag den Charakter Supergirl etwas näher vorgestellt habe, möchte ich heute auf zwei Comics eingehen, die ich euch wärmstens ans Herz lege 😉

Tipp #1: Batman/Superman: Supergirl

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Mein erster Comictipp ist bereits über zehn Jahre alt und wurde vor einiger Zeit sogar schon als DC Animated Movie adaptiert, doch das Alter muss natürlich keinesfalls die Qualität einer Geschichte schmälern.

Ein Meteorit schlägt im Hafenbecken von Gotham City ein und bei näheren Untersuchungen des außerirdischen Gesteins entdeckt Batman eine verlassene Raumkapsel. Kurze Zeit später trifft er auf eine junge Frau, die wenige Blocks vom Hafen entfernt für Unruhe sorgt. Schnell stellt sich heraus, dass sie kein Mensch zu sein scheint und sogar über ähnliche Kräfte wie der Mann aus Stahl verfügt. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass es sich bei der jungen Frau um Kara Zor-El, Supermans Cousine vom Planeten Krypton handelt, die ihrem kleinen Cousin Kal-El auf die Erde gefolgt ist. Während Superman Kara schnell in sein Herz schließt und ihr zu vertrauen beginnt, bleibt Batman ihr gegenüber äußerst skeptisch, denn wer kann bestätigen, dass sie wirklich die ist, die sie behauptet zu sein und was wäre, wenn sie ihre Kräfte nicht kontrollieren kann? Um letztere Angelegenheit will sich Wonder Woman kümmern, die ihren Freunden anbietet, Kara auf Paradise Island bei den Amazonen ausbilden zu lassen.

Autor Jeph Loeb gelingt es mit dieser Geschichte wunderbar, den Charakter Supergirl zu modernisieren und einer neuen Generation von Comic-Fans näher zu bringen. Teile dieser Geschichte wurden nicht nur von späteren Comics, sondern auch von der aktuellen TV-Serie übernommen. Loeb gelingt es, die einzelnen Facetten der Helden herauszuarbeiten und jedem seinen beziehungsweise ihren ganz speziellen Moment im Rampenlicht zu geben. Fantastisch gelungen sind ebenfalls die Zeichnungen von Michael Turner, die euch dank ihres Detailreichtums sicherlich an der einen oder anderen Stelle den Atem rauben dürften. Dieser Comic ist somit nicht nur Supergirl-Fans, sondern jedem Comic-Fan zu empfehlen, der auf spannende Abenteuer im DC-Universum steht 🙂

Tipp #2: Supergirl: Kryptons letzte Tochter (The New 52)

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Bei diesem Band handelt es sich um den ersten Story-Arc des New 52-Supergirls, der bei uns vor etwas mehr als drei Jahren veröffentlicht wurde.

Fünf Jahre nachdem Clark Kent erstmals als Superman aktiv war, dringt eine Raumkapsel unbekannter Herkunft in die Erdatmosphäre ein. Die Kapsel schlägt in Osteuropa ein, wo ihre Insassin, eine hübsche junge Frau, von den dort ansässigen Soldaten wenig herzlich empfangen wird. Schnell stellt sich heraus, dass die Frau über gigantische Kräfte verfügt, die sie unkontrolliert einsetzt. Erst Superman kann sie schließlich beruhigen, nachdem er von ihr einige heftige Schläge einstecken musste. Er erfährt, dass es sich bei der jungen Frau um Kara Zor-El handelt, seine Cousine, die ebenfalls die Zerstörung Kryptons überleben konnte. Er erzählt ihr, ihre Heimat sei bereits vor vielen Jahren vernichtet worden und sie befände sich mittlerweile auf dem Planeten Erde. Kara will dies jedoch anfangs nicht wahr haben und hält alles für einen Traum, aus dem sie schnellstmöglich wieder erwachen will.

Mit dem Start der New 52 wurde das gesamte DC-Universum komplett überarbeitet. Für viele Charaktere, so auch für Kara, wurde alles auf null zurückgesetzt, um das Comic-Universum in eine neue, ernsthaftere Richtung zu lenken. Supergirl wird in dieser neuen Geschichte als facettenreicher Charakter eingeführt, dem man gerne dabei folgt, diese für sie fremde Welt zu erkunden. Auch die Zeichnungen können sich sehen lassen und begeistern mit satten Farben sowie wuchtigen Action-Sequenzen. Fans wie Neueinsteiger bekommen mit diesem Band die Gelegenheit, Supergirl näher kennen zu lernen und gemeinsam mit ihr spannende neue Abenteuer zu erleben 🙂

Damit ist dieser Artikel auch schon wieder an seinem Ende angelangt und ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen. Im nächsten Artikel soll es um die erste Staffel der aktuellen Supergirl-Serie gehen, deren zweite Staffel in den USA bald ihre Premiere feiern wird.

DC Donnerstag – Wer ist Supergirl?

Dieser Artikel bildet den Auftakt zu einer fünfteiligen Mini-Serie, die am 13. Oktober 2016 ihr Ende finden wird. Bis dahin möchte ich euch über diesen Weg Kara Zor-El alias Supergirl, ihre Comics sowie ihre TV-Serie näherbringen.

 

Wer ist Supergirl?

Some of us try hard to make the world a better place… I won’t always be successful but thats life.

Ihren ersten Auftritt hatte Kara Zor-El bereits im Jahre 1958 in Superman #123, damals noch als „Super-Girl“, ehe sie ein Jahr später als Supergirl in Action Comics #252 zurückkehrte. Seit dieser Zeit gehört Supergirl zu den beliebtesten Figuren von DC Comics, bekam Auftritte in eigenen Serien, Gastauftritte bei anderen DC-Figuren oder auch prominente Rollen in einigen großen Events des Verlags spendiert. Über die Jahre war Kara jedoch nicht die einzige Dame, die den Namen „Supergirl“ trug, sondern auch andere Figuren nannten sich auch so. An dieser Stelle soll es jedoch um das Original gehen, also das erste und auch wieder aktuelle Supergirl Kara Zor-El.

Wie Supermans Vater Jor-El, war sich auch Karas Vater der Tatsache bewusst, dass ihr Heimatplanet Krypton kurz vor seiner Vernichtung stand, weshalb er an einem Plan arbeitete, um Argo City (ihre Heimatstadt) zu retten. Dabei wollte er das Leben seiner Tochter jedoch auf keinen Fall riskieren.

Zor-El brachte Kara in sein Labor in Argo City, wo er ihr ihre Kampfrüstung als Geschenk für ihre bevorstehenden Prüfungen überreichen wollte. Als Kara die Rüstung anprobierte fiel sie in Ohnmacht, da er Vater den Anzug dahingehend manipuliert hatte. Als Kara wieder zu Bewusstsein kam befand sie sich bereits in einem kleinen Raumschiff, welches sie, wie Jor-Els Raumschiff ihren kleinen Cousin Kal-El, zur Erde bringen würde, wo sie auf ihren Cousin aufpassen sollte. Karas Mutter Alura wollte ihren Mann noch davon abhalten ihre Tochter auf einen anderen Planeten zu schicken, doch obwohl sie den Kampf gewann konnte sie den Start des Raumschiffs nicht mehr verhindern und musste zusehen, wie ihre Tochter in der Finsternis des Alls verschwand.

Als das Raumschiff unser Sonnensystem erreichte, umkreiste es die Sonne auf einem stabilen Orbit, um wieder Energie zu tanken und Kara zu stärken, ehe es sie zur Erde bringen konnte. Nach Jahren in Stasis steuerte das Raumschiff schließlich den blauen Planeten an und landete in Sibirien, wo ein Trupp russischer Soldaten sie fand und gefangen nehmen wollte. Aufgrund einiger „Kommunikationsprobleme“ kommt es zum Kampf zwischen Kara und den Soldaten, in dessen Verlauf sie einige neue Fähigkeiten, wie ihren Hitzeblick, entdeckt, ehe ihr mittlerweile erwachsener Cousin Kal-El/Superman auftaucht, um den Kampf zu beenden.

Superman erzählt ihr, dass er ihr Cousin Kal-El sei und das Krypton schon vor vielen Jahren zerstört wurde. Kara glaubt ihm nicht, da sie, aus ihrer Perspektive, Krypton gerade erst verlassen hatte und Kal-El zu dieser Zeit noch ein Baby war. Es kommt wie es kommen musste: Die beiden führen einen Kampf, der sie schließlich quer durch Russland bis nach China führt. Superman versucht nochmals ihr zu erklären, was in den vergangenen Jahren passiert war, konnte sie aber nicht überzeugen. Kara beschloss die Erde auf eigene Faust zu erkunden, um herauszufinden, was wirklich mit ihr passiert war.

Kräfte und Fähigkeiten:

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I’m just trying to save my planet!

Wie Superman stammt Supergirl vom Planeten Krypton, weshalb auch sie durch die gelbe Sonne unseres Sonnensystems übermenschliche Kräfte erhält. So besitzt sie, wie ihr Cousin, übermenschliche Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft. Nach ihrem Kampf mit Superman gestand ihr dieser, dass ihre Schläge ihn tatsächlich verletzt hatten und er noch von keinem Gegner so stark geschlagen wurde, weshalb nicht wenige Leute glauben, dass Kara mit der Zeit sogar stärker werden könnte als der Mann aus Stahl.

Kara verfügt außerdem über den Hitzeblick, Röntgenblick, Selbstheilungskräfte und die „Solar Bomb“. Bei letzterer Fähigkeit wird die in Karas Körper gespeicherte Sonnenenergie auf einen Schlag explosionsartig freigesetzt und ist dabei stark genug, um selbst eine Halbgöttin wie Wonder Woman verletzten zu können.

Jetzt ist dieser Artikel auch schon vorbei, doch nächste Woche geht es bereits weiter und dann möchte ich euch an dieser Stelle ein paar ihrer Comics ans Herz legen 🙂