DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #2: The Flash

Gestern Abend ging das große DC 4 Night Crossover in seine zweite Runde, doch unsere Helden sehen sich nicht nur mit der Invasion der Dominators, sondern ebenfalls mit den Auswirkungen von Barrys Taten konfrontiert.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Wie schon die gestrige Supergirl-Episode kann auch die aktuelle Folge von The Flash für sich alleine stehen. Natürlich ist die Gefahr durch die Dominators allgegenwärtig und die Teams von Arrow, Flash, den Legends sowie natürlich Supergirl bündeln ihre Kräfte, um die Alien-Invasion aufzuhalten, doch gleichzeitig wird ebenfalls die eigentliche Geschichte rund um Barry, Wally und Flashpoint weiter ausgebaut. Auffallend ist jedoch, dass die Storyline des Crossovers ganz klar mehr Zeit eingeräumt bekommt, als es in der gestrigen Episode der Fall war.

Invasion!

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Ein Dominator beobachtet Kara und ihre Freunde

Aliens?!

Wie der Titel dieser Episode (Invasion) bereits nahelegt steht der Angriff der Dominators natürlich im Zentrum des Geschehens; doch der Reihe nach. Als es bei Team-Flash mal wieder eine Diskussion bezüglich Wallys Kräften gibt erscheint auf einem Monitor die Warnung, ein Meteor stürze gerade über Central City ab. Barry rennt natürlich sofort los, doch was er an der Absturzstelle findet ist keineswegs ein Stück Gestein, sondern ein außerirdischen Raumschiff. Als er sich dem unbekannten Objekt nähert, wird er von einem Schutzschild zurückgeschleudert, nur um wenige Sekunden später Aliens an sich vorbeistürmen zu sehen, die vermutlich nichts Gutes im Schilde führen. Lyla erzählt Barry einige Zeit danach, diese Aliens haben bereits vor einigen Jahrzehnten die Erde besucht und da sie keinerlei friedliche Absichten hegen, nannte man sie Dominators. Schnell wird Barry und seinen Freunden klar, dass Geschwindigkeit alleine diesmal nicht ausreichen wird, um die Gefahr abzuwenden, weshalb Barry seine Freunde zusammentrommelt, um gegen die Dominators vorzugehen. So treffen bald Team-Arrow (Oliver, Diggle, Felicity, Thea), Team-Flash (Barry, Cisco, Caitlin, Iris, Wells) und einige der Legends (Ray, Martin, Jax, Sarah, Mick) aufeinander, um sich im Kampf gegen die Invasoren zu verbünden; doch nicht nur das. Barry versprach seinen Freunden, er werde ein Alien mitbringen, das gemeinsam mit ihnen kämpfen wird: Supergirl! Im Vorfeld dieses Zusammentreffens sehen wir, wie Barry und Cisco sich dafür bereit machen, durch verschiedene Welten des Multiverse zu springen, um Karas Erde zu finden. Interessant hierbei ist, dass wir nun endlich erfahren, auf welcher Erde Kara lebt, nämlich Erde-38. Dies ist in sofern eine ziemlich coole Information, da es sich hierbei um die sogenannte Generations-Erde handelt; auf dieser Erde stehen Superman sowie Batman im Mittelpunkt, die normal altern und Kinder bekommen. Vermutlich sollte man nicht allzu viel in diese Info hineininterpretieren, doch es ist nett, dass wir nun endlich wissen, wo im Multiverse Kara beheimatet ist.

Apropos Supergirl: Diese erzählt ihren neuen Team-Kameraden außerdem, sie habe bereits von den Dominators gehört, denn diese haben in ihrem Universum einmal Krypton angegriffen, konnten jedoch zurückgeschlagen werden. Barry wird zum Anführer des neuen Teams gewählt, hat jedoch anfangs noch einige Schwierigkeiten, sich in diese Rolle einzufügen. Um ihre Kräfte auszutesten und ihre Zusammenarbeit zu verbessern sollen sich die restlichen Teammitglieder erstmal mit Kara messen, die von Oliver den Rat bekommt, sich nicht zurückzuhalten; doch zum Glück tut sie genau das, denn sonst wäre es für den einen oder anderen sicherlich ziemlich unschön ausgegangen. Ein großer Pluspunkt dieser Episode ist generell die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren; Melissa Benoist fügt sich hervorragend in den bereits etablierten Cast des „Arrowverse“ ein. Wenn Kara versucht die Namen ihrer neuen Freunde zu lernen, diese jedoch mit den Namen ihres jeweiligen Alter Ego antworten, Barry davon erzählt, wie Oliver ihn früher trainierte oder Mister Skepsis (Diggle) persönlich im Angesicht von Karas Kräften nur nüchtern sagt „Ich bin überzeugt“, dann kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen. Als die Dominators den Großteil des Teams jedoch mittels Gedankenkontrolle gegen Barry und Oliver aufhetzen, müssen diese beweisen, dass sie selbst dieser Herausforderung gewachsen sind.

Post Flashpoint?

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Barry und Oliver stehen mit dem Rücken zur Wand

A war is coming, Captain Hunter and a some point you are going to be called back to Central City to fight it. So you need to know that while you and your team have been in the temporal zone, I made a choice that affected the timeline. As you know, whenever you alter the past those changes affect the present and get compounded in the future. When you return, you will be in the new timeline I created where everyone’s past and everyone’s future has been affected. Including yours. When you come back don’t trust anything or anyone. Not even me.

Neben der unmittelbar bevorstehenden Invasion der Dominators stehen außerdem die Auswirkungen von Barrys Zeitreise am Ende der zweiten Staffel im Mittelpunkt: Barry reiste in der Zeit zurück und rettete seine Mutter vor dem Reverse Flash, wodurch er eine neue Zeitlinie erschuf. In dieser sogenannten Flashpoint-Zeitlinie waren seine Eltern noch immer am Leben und er konnte endlich das Familienleben führen, das er sich immer wünschte, allerdings veränderte er nicht nur sein Leben, sondern ebenso die seiner Freunde; mehr noch, denn als er seinen Fehler bemerkte und diesen korrigieren wollte, erschuf Barry eine neue Zeitlinie. In Caitlyn erwachten daraufhin ihre Kräfte als Killer Frost, Ciscos Bruder ist tot und die einstige Freundschaft von Barry und Cisco liegt in Trümmern. Doch auch an anderen Mitgliedern des Teams gingen die Auswirkungen des Flashpoint nicht spurlos vorbei, denn Professor Stein hat nun eine bereits erwachsene Tochter, an die er jedoch keinerlei wirklich Erinnerungen hat, wohingegen Diggles Tochter Sarah nie geboren wurde. Speziell die Legends reagieren alles andere als erfreut darüber, dass Barry auf eigene Faust eine neue Realität erschaffen hat, denn bei ihren Reisen in der Waverider tun sie alles, um solche Veränderungen der Zeitlinie zu korrigieren. Als dann auch noch die obige Nachricht an die Öffentlichkeit kommt, in der ein Barry aus dem Jahre 2056 erzählt, man könne ihm beziehungsweise seinem jüngeren Gegenstück nicht vertrauen, droht die junge Allianz zu zerbrechen. Selbst Oliver, der sich für seinen Freund einsetzt und diesem später offenbart, er hätte genauso gehandelt, da er den Tod seiner Eltern ebenfalls nicht verhindern konnte, kann die Meinung seiner Freunde nicht verändern.

Der zweite Teil des 4 Night Crossover Events besticht mit wirklich tollen Effekten, speziell die Dominators sehen herrlich creepy aus, sowie einer glaubhaften wie sympathischen Dynamik des Casts. Die Action ist schnell und hart, die Kämpfe gut choreographiert und bei all den Auseinandersetzungen und dem zwischenmenschlichen Drama kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ab und an war die Episode zwar etwas vorhersehbar (Freunde wenden sich gegeneinander ist leider kein allzu origineller Story-Kniff), doch darüber sieht man angesichts der Stärken dieser Folge gerne hinweg. Der gemeine Cliffhanger am Ende lässt einen zudem bereits begierig auf die nächste Episode warten 🙂

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DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #1: Supergirl

Lange mussten wir darauf warten, nun ist es endlich hier: Der erste Teil des heiß ersehnten 4 Night-Crossover-Events wurde vergangenen Abend in den USA ausgestrahlt. Diesmal braucht Barry die Hilfe seiner Freundin Kara Zor-El, doch ich greife vor.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Bevor man sich diese Episode von Supergirl ansieht, sollte einem klar sein, dass lediglich die letzten Augenblicke ein wirklicher Bestandteil des großen Crossovers sind. Primär dreht sich alles um Kara, ihre Freunde und Familie sowie ihre ganz persönlichen Probleme. In der letzten Woche wurde Kara überwältigt und musste hilflos dabei zusehen, wie Cadmus ihr eine Blutprobe abnahm; in der aktuellen Folge wurde nun enthüllt, was die zwielichtige Organisation mit Supergirls Blut im Schilde führt. Hank Hanshaw beziehungsweise Cyborg Superman drang in die Festung der Einsamkeit ein, wo er Karas Blut benutzte, um Informationen über ein geheimnisvolles kryptonisches Programm zu bekommen: Medusa. Hierbei handelt es sich um einen Virus, das gezielt Alien-DNS angreift. Cadmus will das Virus in eine Bio-Waffe verwandeln, um die Erde gezielt von allen Aliens zu säubern. Doch als hätten Kara und ihre Freunde damit noch nicht genug zu tun, erscheinen plötzlich an verschiedenen Orten in National City seltsame blaue Portale, die Kara Schlimmes erahnen lassen.

Vermächtnis

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Cyborg Superman in der Festung der Einsamkeit

The Luthors are pretty good actors. Or, well, sociopaths. Either way, they know how to fool people.

Eines der zentralen Themen der aktuellen Supergirl-Episode ist „Vermächtnis“. Worum handelt es sich dabei und was ist, wenn uns das Vermächtnis unserer Familie nicht gefällt? Kara wird im Laufe der Episode mit der Enthüllung konfrontiert, dass es ihr Vater war, der Projekt Medusa erschaffen hat und dass es sich dabei in Wahrheit um eine biologische Waffe handelt, die gezielt die DNS anderer Alien-Rassen attackiert. Ein Hologramm ihres Vaters erzählt ihr zwar, Medusa sei speziell für den Fall einer feindlichen Invasion Kryptons geschaffen worden, doch allein die Tatsache, ihr sonst immer so friedlich wirkender Vater sei für die Konstruktion seiner solch gefährlichen Waffe verantwortlich, macht Kara schwer zu schaffen. Sogar so schwer, dass sie allmählich daran zu zweifeln beginnt, ob ihre Eltern tatsächlich die guten Leute waren, für die sie sie immer gehalten hat; sollen Tod und Zerstörung tatsächlich alles sein, was ihre Eltern ihr hinterlassen haben? Doch auch Lena Luthor wird mit dem Vermächtnis ihrer Eltern, genauer dem ihrer Mutter, konfrontiert. Supergirl offenbart ihr, dass es Lenas Mutter ist, die in Wahrheit bei Cadmus die Fäden zieht und alle Aliens auf der Erde auslöschen will. Lena muss sich die Frage stellen, ob der beinahe schon wahnhafte Feldzug ihrer Familie gegen Aliens wirklich ihr einziges Vermächtnis sein und ob man sich letztendlich auch nur aufgrund dieser Taten an sie erinnern soll. Speziell Lena macht in dieser Episode eine sehr schöne Entwicklung durch und wird uns als ein starker Charakter präsentiert, die sich nun scheinbar wirklich aus dem Schatten ihrer Familie lösen kann, um ihren eigenen Weg zu gehen.

Enthüllungen und viel Gefühl

Medusa

Kara sorgt sich um Mon-El

So, it is a Denver’s family tradition that, before the meal, we go around and we say what we are thankful for.

Doch Apropos Enthüllungen; obwohl der Titel dieser Folge zwar Medusa lautet, hätte man sie ebenso gut auch Revelations nennen können, denn wie in der letztjährigen Thanksgiving-Episode kommen auch dieses Jahr wieder einige Geheimnisse ans Licht. Abgesehen von den beiden gerade schon erwähnten Offenbarungen gibt es natürlich noch weitere Geheimnisse, die andere Figuren sich von der Seele reden möchten. Seit einiger Zeit ist beispielsweise auch James als Verbrechensbekämpfer (Guardian) unterwegs, was er bisher jedoch noch nicht Kara gebeichtet hat. Während Winn und Alex versuchen, James von seinem Vorhaben abzuhalten, ist dieser nach wie vor fest dazu entschlossen. Doch auch Alex hütet nach wie vor ein Geheimnis, denn dass sie lesbisch ist hat sie mittlerweile zwar Kara gebeichtet, allerdings weiß ihre Mutter noch nichts vom kürzlichen Coming Out ihrer Tochter. Während James‘ Vorhaben ziemlich schnell im Sande verläuft, führt Alex‘ Plan zu einem wirklich Herz erwärmenden Mutter-Tochter-Moment, in dem Eliza Alex sagte, sie werde immer für sie da sein und sie unterstützen.

Die aktuelle Supergirl-Episode konnte also vor allem mit sehr viel Herz punkten, doch auch der Humor und die Action kamen nicht zu kurz. Gerade die Kämpfe sehen nach wie vor sehr gut aus und allein hierfür scheint sich der Sender-Wechsel gelohnt zu haben. Die Kämpfe wirken endlich deutlich dynamischer und auch die Effekte bewegen sich auf einem konstant guten Niveau. Wenn man dieser Folge jedoch eines vorwerfen könnte, dann, dass sie auf sehr sicheren Bahnen wandelt, was die Geschichte ab und an leider ziemlich vorhersehbar macht. Doch dank der nach wie vor tollen Chemie des Casts sowie einigen wirklich schönen Momente verzeiht man diese kleine Schwäche sehr gerne.

Unerwartete Besucher

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Kara trifft Barry und Cisco

Eingangs erwähnte ich bereits kurz seltsame blaue Portale, die ab und an in National City auftauchen. Ganz am Ende wird das Geheimnis gelüftet, wer hinter diesen Erscheinungen steckt: Barry und Cisco, die das Multiverse absuchen, um Kara um Hilfe zu bitten. Bereits im Vorfeld des Crossover-Events wurde von den Verantwortlichen gesagt, Supergirl als Serie spiele eine eher untergeordnete Rolle bei der anstehenden Verteidigung der Erde, doch zumindest nimmt hier alles seinen Anfang. Wir wissen natürlich bereits, dass eine Alien-Rasse namens Dominators Barrys Erde angreift, weshalb dieser jede Hilfe braucht, die er kriegen kann. Barry und Cisco wollen also nun Kara bitten, ihnen und ihren Freunden im Kampf gegen die Alien-Invasoren beizustehen, um ihre Welt vor dem drohenden Untergang zu retten. Mit Barrys Bitte endet dann auch leider diese Episode, doch schon morgen (beziehungsweise heute) geht es in The Flash weiter 🙂