DC-Donnerstag XXL – Crisis on Earth-X Teil 3+4

Unsere Helden befinden sich nun gefangen in der Höhle des Löwen und ihrer Heimat droht eine erneute Invasion; werden sie sich noch rechtzeitig befreien können?

Die letzte Konfrontation mit ihren düsteren Erde-X-Gegenstücken verlief leider alles andere als optimal für Kara, Barry und Oliver, weshalb sie sich nun in der Gewalt ihrer Feinde befinden. Einige von ihnen werden auf Erde-X gebracht, Kara bleibt in Central City zurück, wo sie für eine Operation vorbereitet werden soll; werden ihre Freunde sie aus dieser misslichen Lage befreien?

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

 

Hinter feindlichen Linien

Crisis on Earth-X - Overgirl

Sie wollen jemanden, dem sie Gehorsam geloben, den sie anbeten, dessen Beispiel sie folgen können. (…) Sie sind wie Ameisen, Kara.

In der dritten Episode des Crossovers bekommen wir einen sehr düsteren Blick auf Erde-X sowie die dortigen Lebensumstände gewährt. Oliver, Barry, Sara, Alex, Jax sowie der Professor befinden sich gemeinsam mit anderen Inhaftierten in einem Konzentrationslager, über dessen Eingangstor die Worte „Arbeit macht frei“ geschrieben stehen. Hier befinden sich all jene, die nicht ins System der Nazis passen, sei es, weil sie einer anderen Religionsgemeinschaft angehören oder da sie die falsche Person lieben. Das Bild von Erde-X ist faszinierend, auch da man vertraute Gesichter wiedersieht, die sich vollkommen anders verhalten als man sie bisher im Arrowverse gesehen hat, doch gleichzeitig ist diese Welt ebenso grausam wie verstörend und hinterlässt somit einen bleibenden Eindruck. Auf ein vertrautes Gesicht treffen unsere Helden bereits im KZ: Den Erde-X-Quentin Lance, welcher in unserer Sara das Ebenbild seiner Tochter wiedererkennt. Wie das Erde-1-Pendant seiner Tochter liebte sie die falschen Personen und wurde aufgrund ihrer Sexualität von ihrem Vater getötet; zum Wohle seiner Familie. Doch nicht nur in diesen kurzen, intensiven Momenten kommt die auf Erde-X herrschende Ideologie deutlich zum Vorschein, denn eine Szene blieb mir dabei ganz besonders im Gedächtnis, nämlich ein Gespräch zwischen Overgirl und Supergirl. Unsere Kara liegt gefesselt auf einem OP-Tisch während sie allmählich, durch rote Sonnenstrahlen, immer schwächer wird. Ihr Erde-X-Gegenstück kommt in besagter Szene hinzu, um sich mit ihrer Doppelgängerin zu unterhalten. Overgirl macht keinen Hehl daraus, wie wenig sie von ihrem anderen Ich hält: Kara ist in ihren Augen schlicht naiv, schwach, erbärmlich – eine einzige Enttäuschung, da sie ihre Gott-gleichen Kräfte nicht zu nutzen wisse, sondern sie zum Schutze minderwertiger Existenzen verschwende anstatt sie anzuführen und sich von ihren wie eine Göttin verehren zu lassen. Letztendlich wollen die Menschen nichts anderes: Ein Wesen, zu dem sie emporblicken und das sie anbeten können. Die Worte Overgirls erinnern hierbei frappierend an jene, welche Jor-El in Man of Steel zu seiner Frau sagte, bevor die Rakete mit ihrem gerade geborenen Kal-El gen Erde startete, wenn auch auf eine verdrehte, pervertierte Art.

 

Freedom Fighters

Crisis on Earth-X - Die Helden

Trotz meines besseren Wissen, habt ihr eine Stunde. Wenn ihr es nicht durch den Durchgang schafft, werde ich euch nicht mehr Zeit geben. Ich werde diesen Ort ins Jenseits befördern!

Trotz der scheinbar aussichtslosen Lage, in der sich unsere Helden befinden, gibt es selbst auf der Erde-X noch sowas wie Hoffnung, Hoffnung auf ein besseres Morgen und für ein eben solches kämpfen die Freedom Fighters, zu denen unter anderem The Ray, Citizen Cold sowie der Winn Schott dieses Universums. Wie sich herausstellt, sind die Nazis rund um ihren Führer Dark Arrow bedeutend gefährlicher als bisher angenommen, denn sie stellen nicht nur eine Gefahr für ihre Welt sowie Erde-1 dar, sondern bedrohen mit einer Weltuntergangsmaschine das gesamte Multiversum. Unglücklicherweise bedrohen die Nazis aktuell Erde-1, doch der einzige Weg dorthin führt durch ein Portal, welches von einer kleinen Armee beschützt wird. Gegen seinen ursprünglichen Befehl gewährt Winn Oliver und seinem Team etwas Zeit, um zurück auf ihre Welt zu gelangen, doch natürlich läuft es nicht so wie geplant und auch auf unserer Erde sehen sich die noch übrigen Helden mit diversen Problemen konfrontiert; besonders natürlich Kara, die sich stark geschwächt nicht gegen Blitzen/Reverse Flash wehren kann. Unsere Helden tüfteln also einen Plan aus, um in die Einrichtung einzudringen und das Portal nutzen zu können, allerdings verläuft dieses Vorhaben alles andere als reibungslos; ein Mitglied des Teams soll diesen Angriff später mit seinem Leben bezahlen. Die Szenen im Hauptquartier des Widerstands gaben Raum für einige wirklich sehr schöne Charakter-Momente, wobei mir besonders jene zwischen Alex und Winn gut gefiel. General Schott lehnt es anfangs ab, das Wohl seiner Welt aufs Spiel zu setzen und verweigert deshalb den Erde-1-Helden vorerst einen Angriff auf oben erwähnte Nazi-Einrichtung. Obwohl Alex ihm erzählt, wie nahe sie sich auf ihrer Erde stehen und dass ihre Schwester auch alles erdenkliche tun würde, um ihn zu retten, weicht er nicht von seinem Standpunkt ab, da er nun eine Möglichkeit sieht, die sich seit Generationen nicht mehr bot: Einen Sieg gegen das Regime zu erringen. Es tue ihm zwar leid um Kara, doch er werde für sie nicht das Wohl seiner Leute und seiner Welt riskieren. Solche Was-wäre-wenn-Szenarien finde ich gerade deshalb immer sehr spannend, da man eigentlich vertraute Charaktere von einer gänzlich neuen Seite kennen lernen und so neue Facetten an ihnen zum Vorschein bringen kann, was in diesem Szenario rund um Erde-X, meiner Meinung nach, fantastisch funktioniert. Der Kampf in der Nazi-Basis ist dann auch eines der Highlights der dritten Episode, denn hier brennen die Verantwortlichen ein wahres Action-Feuerwerk ab, in dem unsere Helden, ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit zum Trotz, über weite Strecken eine sehr gute Figur machen. Die Choreographie dieses Kampfes ist toll gelungen, selbiges gilt für die Inszenierung; es macht einfach immer verdammt viel Spaß, diesen Figuren dabei zuzusehen, wie sie versuchen ihre Liebsten zu retten, nur leider sollte dies für Professor Stein kein gutes Ende nehmen 😦

 

Erde-1 gegen Erde-X

Crisis on Earth-X - Alle Helden

Es gibt noch einen Unterschied zwischen dir und mir: Ich lasse meine Freunde nicht im Stich!

Jax kann sich mit dem Professor zwar noch verbinden, ehe sie gemeinsam durchs Portal gehen, doch selbst zurück auf der Waverider scheinen Martins Verletzungen zu schwer zu sein, mehr noch: Durch ihre Verbindung schwebt bald auch Jax‘ Leben in Gefahr. Aufgrund dieser Entwicklung sieht Martin deshalb nur noch einen Ausweg: Sie müssen die Firestorm-Matrix kappen, damit er so wenigstens seinen Sohn retten kann. Hieraus resultieren die emotionalsten Momente des Finales und als Martin schließlich verstarb, nahm das nicht nur Jax sowie seine Freunde, sondern ebenfalls mich sehr mit. Im letzten Teil des Crossovers befinden sich unsere Helden somit wieder auf ihrer Erde und bei ihnen befinden sich mit The Ray sowie Citizen Cold sogar zwei neue Verbündete, die ihnen im Kampf beistehen wollen. Die Unterstützung ihrer neuen Verbündeten sollen sie auch bitter nötig haben, denn Dark Arrow unterbreitet Oliver und seinem Team ein letztes Ultimatum: Die Truppen von Erde-X werden sich friedlich auf ihre Welt zurückziehen, sofern Kara mit ihnen kommt, um Overgirls Leben zu retten. Unsere Helden können hierauf natürlich nicht eingehen und stellen sich ihren Nazi-Doppelgängern sowie deren Schergen in einer letzten Schlacht entgegen. Wie sich herausstellt, stimmt jedoch etwas mit Overgirl nicht, denn sie wird nicht einfach nur sterben, sondern in einer gewaltigen Explosion vergehen, die eine verheerende Zerstörungskraft besitzen wird (All-Star Superman lässt grüßen ^^). Und so kommt es schließlich, wie es kommen muss: In einer gigantischen Straßenschlacht treffen unsere Helden, angeführt von Oliver, Barry und Sara, in den entscheidenden Kampf gegen die Nazis. Während sich die Legends um die Fußsoldaten kümmern, kommt es zum Duell zwischen Flash und Blitzen sowie Dark Arrow und Green Arrow; über ihren Köpfen tobt derweil ein Kampf der Götter zwischen Supergirl und Overgirl, den letztere langsam aber sicher zu verlieren scheint, denn ihr Körper ist inzwischen zu stark geschwächt und ist kurz davor zu explodieren. Kara kann mit ihrer Erde-X-Doppelgängerin zwar hoch genug fliegen, um die Erde vor der Schäden der Explosion zu schützen, doch sie selbst kann deren Wucht nicht entgehen und fällt geschlagen zu Boden. Dark Arrow ist geschockt; rasend vor Trauer und Zorn will er unsere Helden vernichten, doch Green Arrow setzt dem Leben seines Gegenstücks ein Ende. Blitzen konnte derweil entkommen, da Barry seine ewige Nemesis nicht umbringen wollte und Thawne schwört, sie werden sich eines Tages wiedersehen. Der Krieg gegen Erde-X ist somit vorbei, allerdings steht nun noch ein letzter schwieriger Gang an: Die Beerdigung des Professors. Jax ist zutiefst betrübt und macht sich Vorwürfe, da er seinen Freund, Mentor und Ersatz-Vater nicht retten konnte, Martins Frau sowie seine Tochter bauen Jefferson jedoch wieder auf und sagen ihm, der Professor werde nie ganz verschwinden. Natürlich nehmen auch die übrigen Helden Abschied von ihrem Freund. Die Beerdigung gehört, zusammen mit den letzten gemeinsamen Momenten von Jax und Martin, sicherlich zu den emotionalsten sowie stärksten Szenen des Finals; wie sich beide füreinander einsetzen, den anderen bitten, stark zu sein und weiterzumachen war jederzeit packend. Beide sind für den anderen zur Familie geworden, Vater und Sohn obgleich sie nicht biologisch miteinander verwandt sind, verband sie auf ihren Reisen doch ein starkes Band, welches weit über die Verbindung durch die Firestorm-Matrix hinausging. Zum Abschluss des Crossovers gab es dann tatsächlich auch noch eine Doppelhochzeit, bei der Diggle seinen großen Auftritt hat, denn er darf die beiden Paare vermählen. Barry und Iris geben sich somit endlich das Ja-Wort und auch Oliver sowie Felicity heiraten, nachdem das Hirn des Team Arrow seine anfänglichen Zweifel bezüglich einer Hochzeit über Bord geworfen hat. Nach sehr harten Momenten und sehr düsteren Szenen schließt das große Crossover somit letztlich auf einer positiven wie optimistischen Note, was durchaus Lust auf die nächsten Abenteuer unserer Helden macht 🙂

Crisis on Earth-X - Opening

Crisis on Earth-X war ein großer Spaß und lieferte an allen Fronten schlicht hervorragend ab. Die Idee auf Nazi-Doppelgänger als Gegner zu setzen mag nicht unbedingt originell sein, doch die Umsetzung und gerade die Art, wie uns diese düstere Parallelwelt präsentiert wurde, war sowohl beeindruckend als auch beängstigend und verstörend. Erde-X ist ein trostloser Ort, der von einer Menschen verachtenden Ideologie dominiert wird, gleichzeitig zeigt es uns jedoch, dass selbst an solch düsteren Orten noch immer ein Funken Hoffnung aufflackern kann. Vertraute Darsteller in im ersten Moment ungewohnten Rollen zu sehen war ebenfalls interessant und alle Beteiligten machten ihre Sache hierbei sehr gut, wobei für mich besonders Stephen Amell, Melissa Benoist, Paul Blackthorne sowie Jeremy Jordan herausragten, die mich in ihren Erde-X-Rollen absolut überzeugen konnten. Zu verdanken ist dies auch der hervorragenden Chemie innerhalb des Casts, denn man spürt förmlich, wie viel Spaß alle Beteiligten bei der Arbeit hatten und dies macht es dem Zuschauer natürlich dann umso einfacher, sich in dieser Welt zu verlieren. Das diesjährige große Crossover gefällt mir sogar noch etwas besser als die letztjährige Zusammenkunft in Invasion. Natürlich machte auch der Kampf gegen die Dominators eine Menge Spaß und bot einige wirklich tolle Momente, doch einmal war Supergirl als Serie verglichen mit den restlichen drei Shows kein gleichwertiger Bestandteil des Crossovers und darüber hinaus hatte diese Zusammenkunft keine bleibenden Folgen auf das Arrowverse. Diesmal fühlt sich alles, auch da alle Handlungsstränge der vier Serien pausieren, sehr viel homogener an und speziell der Tod von Professor Stein dürfte noch lange nachwirken, nicht nur bei den Legends, sondern ebenfalls bei Team Flash. Wie weiter oben bereits geschrieben, war das Crossover eine tolle Zeit: Es macht mir einfach immer riesen Spaß, diese Charaktere zusammen bei einem großen Abenteuer zu sehen und dank vieler emotional packender Momente, einer gesunden Prise Humor sowie toll inszenierter, krachender Action war Crisis on Earth-X für mich ein voller Erfolg 🙂

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