DC-Donnerstag XXL – Meine 7 liebsten Crisis on Earth-X Easter Eggs

Die Superhelden des Arrowverse mussten im diesjährigen großen Crossover ihre Welt vor einer Nazi-Invasion von Erde-X beschützen!

Anfang der Woche lief auf The CW das große Crossover zwischen SupergirlArrowThe Flash sowie DC’s Legends of Tomorrow, in dessen Verlauf es unsere Helden mit ihren bösen Gegenstücken von einer Parallelwelt zu tun bekamen. Crisis on Earth-X machte wirklich eine ganze Menge Spaß und bot eine tolle Mischung aus Action, Witz sowie emotionalen Momenten. Wie von meinen bisherigen Easter Eggs-Artikeln gewohnt, soll dieser Text jedoch keine Kritik werden; falls ihr das Crossover noch nicht gesehen haben solltet oder ihr nicht wisst, was Erde-X eigentlich ist, dann würde es mich freuen, wenn ihr einen Blick auf meine beiden Reviews sowie meinen Erde-X-Text werfen würdet. Doch nun wieder zurück zum eigentlichen Thema dieses Artikels, denn wie man es von den DC-Serien des Senders The CW gewohnt ist, gab es auch im Crossover für den geneigten Fan wieder viele Easter Eggs sowie Anspielungen zu entdecken. Nun soll es um die 7 Easter Eggs gehen, die mir im großen Zusammentreffen der Superhelden besonders gut gefielen.

Da es sicherlich noch Leute gibt, die bisher nicht Zeugen der Krise auf Erde-X werden konnten, möchte ich an dieser Stelle eine ausdrückliche SPOILER-WARNUNG aussprechen, da ich auf die eine oder andere Schlüsselszene des Crossovers näher eingehen werde.

 

Platz 7.) The New 52

Das DC-Multiversum

Die DC-Filme und -Serien haben eine grundlegende Gemeinsamkeit, denn sowohl die Abenteuer auf der großen Leinwand als auch jene im TV orientieren sich primär am Comic-Reboot The New 52 aus dem Jahre 2011, welches startete, nachdem Flash (Barry Allen) in Flashpoint eine neue Realität erschuf. In Crisis on Earth-X wird mehrfach auf dieses neue Multiversum angespielt, denn einmal existiert besagte Parallelwelt, auf der die Nazis den Zweiten Weltkrieg gewinnen konnten, auch in den Comics; sie ist sogar die Erde, welche der Hölle am nächsten ist. Zudem weiß Kara, wie sie gegenüber ihren Freunden erwähnt, dass ihr Multiversum aus insgesamt 52 verschiedenen Erden besteht, die sich mal mehr und mal weniger voneinander unterscheiden. Die Nummer 52 ist ein gerne genutzter Running Gag innerhalb des Arrowverse und wurde in diesem Crossover einmal mehr aufgegriffen, obwohl von Harry enthüllt wurde, dass es sich bei Erde-X tatsächlich nicht um Erde-10, sondern um eine 53. Erde handelt.

 

Platz 6.) Lobo

Lobo

Direkt zu Beginn des Crossovers sehen wir Supergirl im Kampf gegen einen Dominator, zu dem sie nur sagt, er sei „vom letzten Jahr“, was eine schöne kleine Anspielung auf das letztjährige Invasion-Crossover ist. Spannender ist jedoch eine Bemerkung von Alex, die gemeinsam mit J’onn (Martian Manhunter) und Winn darüber rätselt, gegen was für ein Alien Supergirl gerade kämpft. Karas Schwester fragt sich, ob es sich bei diesem Gegner womöglich um einen Czarnianer handeln könnte, was in sofern interessant ist, da es nur noch ein einziges Individuum gibt, welches dieser speziellen Spezies angehört: Lobo. Dieser ist, nachdem er sein gesamtes Volk ausgerottet hatte, um endlich einzigartig zu sein, der letzte Czarnianer und streift als Kopfgeldjäger durch die Weiten des Alls. Da er eine starke Abneigung gegenüber allem hat, was gut im Universum ist, kreuzen sich seine Wege mehrfach mit denen einiger Superhelden; zu seinen bisherigen Gegnern gehörte unter anderem bereits Superman. Ob wir Lobo womöglich irgendwann einmal im Arrowverse treffen werden?

 

Platz 5.) Eine gesprächige Kellnerin

Crisis on Earth-X Easter Eggs - Kellnerin

Ich fühle einfach, dass dies eine (Hochzeit) für die Ewigkeit sein wird. Ich bin wirklich froh, dass ich es sehen kann.

Vor der Trauung trifft Barry auf eine Kellnerin, die sehr froh darüber zu sein scheint, dass sie ausgerechnet auf seiner Hochzeit dabei sein kann und ausgehend von der Länge der Szene scheint es auch so, als sei dies keine zufällige Begegnung, sondern könnte auf etwas verweisen, was im weiteren Verlauf der Serie noch wichtig werden dürfte. Einige Fans spekulieren, bei dieser jungen Frau handelt es sich um Dawn Allen, Barrys und Iris‘ Tochter, die mittels einer Zeitreise zu eben jenem Moment kam, von dem ihr ihre Eltern womöglich viele tolle Geschichten erzählten; hierzu passt außerdem eine Bemerkung Barrys aus der Auftakt-Episode der vierten Staffel, in der er sagte, sie würden bald „mehr Windeln“ brauchen. Obwohl ich diese Möglichkeit natürlich nicht ausschließen kann, so glaube ich, dass es sich bei dieser Frau nicht um Dawn handelt, sondern eher um deren Tochter Jenni Ognats und somit Barrys Enkelin. Jenni ist, wie ihr Großvater, ein Speedster und agiert im 31. Jahrhundert unter dem Namen XS, darüber hinaus ist sie ein Mitglied der Legion der Superhelden, zu denen in den Comics unter anderem auch Karas Freund Mon-El gehört. Da die Legion mehrfach angedeutet und zudem für Supergirl bereits bestätigt wurde, halte ich es für wahrscheinlicher, dass es sich bei dieser sehr redseligen jungen Kellnerin in Wirklichkeit um Jenni alias XS handelt, die der Hochzeit ihrer Großeltern beiwohnen möchte. Hoffentlich wartet man nicht zu lange, um ihre wahre Identität zu enthüllen 🙂

 

Platz 4.) Felicity = Chloe?

Crisis on Earth-X Easter Eggs - Thawne bedroht Felicity

Das ist witzig, manchmal glauben wir, wir seien schlauer als wir es sind. Denn wo ich herkomme, sind die Geschichtsbücher gefüllt mit Geschichten aus dieser Zeit der Helden: Green Arrow, Black Canary, The Flash. Und doch hat niemand, niemand jemals von Felicity Smoak gehört!

Okay, ab hier betreten wir nun langsam SPOILER-TERRITORIUM, weshalb ihr von hier an wirklich nur dann weiterlesen solltet, wenn ihr das Crossover gesehen habt (oder aber euch etwaige Spoiler nicht stören ^^). Dark Arrow, Blitzen und Overgirl gelingt es, unsere Helden zu überwältigen und gefangen zu nehmen. Während Oliver, Barry, Sara, Alex, Jax sowie Professor Stein auf Erde-X gebracht werden, bleibt Kara auf Erde-1, wo Eobard Thawne (Reverse Flash/Blitzen) Karas Herz entnehmen und in Overgirl verpflanzen will, um deren Leben zu retten. Um ihrer Freundin zu helfen, hackt sich Felicity ins S.T.A.R.-Labs-System und legt die Energieversorgung lahm, doch sie sowie Iris werden entdeckt und zu Thawne gebracht. Flashs ewige Nemesis verlangt von Felicity, dass sie ihm verrät, wie man die Energie der Anlage wieder hochfahren kann, doch sie weigert sich, da sie Kara beschützen will. Thawne verrät ihr daraufhin, sie sei längst nicht so klug wie sie glaubt, denn in seiner Zeit erinnert sich niemand mehr an Felicity Smoak; die Geschichte habe sie längst vergessen. In Thawnes Worten versteckt sich eine dezente Smallville-Anspielung, denn in der 11. Episode der 8. Staffel (Die Legion) der Superman-Serie wird Clarks Freundin Chloe von Brainiac übernommen, woraufhin einige durch die Zeit gereiste Mitglieder der Legion dem späteren Superman erzählen, ihre einzige Chance, Brainiac aufzuhalten, sei Chloe zu töten; dies sei insofern ein legitimer Eingriff in den Zeitverlauf, da Chloe in den Geschichtsbüchern nie erwähnt und somit vergessen wurde.

 

Platz 3.) Reverse Flash vs. Superman

Crisis on Earth-X Easter Eggs - Time Masters

Dein Cousin? Wirklich, ein witziger Hinweis. Ich habe einmal gegen deinen Cousin gekämpft, in der Zukunft. Er ist schnell. Ich bin schneller.

Kara wurde inzwischen durch die Wirkung roter Sonnenstrahlen stark geschwächt, weshalb Thawne mit der Operation beginnen will. Supergirl droht ihm daraufhin, ihr Cousinwerde sie finden und ihn für das, was er ihr antun will, zur Rechenschaft ziehen. Thawne scheint eine Konfrontation mit Superman jedoch wenig zu beeindrucken, denn wie er zugibt, standen sich er und der Mann aus Stahl tatsächlich bereits einmal gegenüber und zwar in der Zukunft. Obwohl Superman sehr schnell sei, konnte er letztendlich jedoch nicht mit der Geschwindigkeit des Reverse Flash mithalten. In dieser Äußerung versteckt sich eine Anspielung an die aus insgesamt sechs Heften bestehende Mini-Serie Time Masters: Vanishing Point aus dem Jahre 2010, in der sich Superman gemeinsam mit Green Lantern (Hal Jordan), Booster Gold sowie Rip Hunter auf die Suche nach Bruce Wayne begibt, welcher in die Vergangenheit geschleudert wurde. Auf ihrer Reise durch die Zeit treffen die Helden unter anderem auch Reverse Flash, mit dem sie sich natürlich einen Kampf liefern. Da Thawne das Crossover überlebt hat wäre es möglich, dass wir in der Zukunft einmal einen solchen Kampf zwischen Reverse Flash sowie Superman sehen könnten und dies wäre auf jeden Fall etwas, das ich unbedingt sehen will 🙂

 

Platz 2.) Superman-Anspielungen

Crisis on Earth-X Easter Eggs - Supergirl

Ich dachte mir, es braucht den Mann aus Stahl, um das Mädchen aus Stahl zu fangen.

Obwohl Superman selbst nicht im Crossover zu sehen war, gab es doch eine ganze Menge Anspielungen auf den Mann aus Stahl, oftmals natürlich in Verbindung mit seiner Cousine Kara alias Supergirl. Eine davon ist ziemlich offensichtlich, denn nach dem Tode Overgirls stürzte Supergirl zurück auf die Erde, wo sie von Steel aufgefangen wurde, welcher den oberhalb dieser Zeilen stehenden Satz zu ihr sagte. Ganz nebenbei stellten die Macher hierbei noch eines der sicherlich ikonischsten Bilder der gesamten Superman-/Supergirl-Geschichte nach, denn Kara in Nates Armen spielt deutlich auf die Ereignisse des Kult-Crossovers Crisis on Infinite Earths an, in dessen Verlauf Supergirl verstarb. Kleiner Fun-Fact an dieser Stelle: Dieses Bild wurde ebenfalls in der Comic-Reihe Multiversitynachgestellt und zwar auf Erde-X mit Overman, der die Leiche Overgirls in den Armen hält. Im Zusammenhang mit Overgirl haben sich noch weitere Superman-Anspielungen ins Crossover geschlichen, denn um ihr Nazi-Gegenstück zur finalen Konfrontation herauszufordern, spricht unsere Kara jene Worte, die Superman einst in Richard Lesters sowie Richard Donners Superman II zu General Zod sagte: „General, möchten Sie herauskommen?“ Hinzukommt während des Höhepunkts des Schlagabtausches noch die Nennung einer der vermutlich berühmtesten Catch Phrases überhaupt, denn Harry spornt Kara mit den Worten „Auf, auf und davon!“ an. Gerade das letztgenannte Easter Egg dürfte vermutlich niemandem durch die Lappen gegangen sein und auch wenn es sicherlich nicht die am unauffälligsten platzierte Anspielung war, so fand ich es doch verdammt cool, diese Worte zu hören 🙂

 

Wie ihr es von meinen Artikeln dieser Art kennt, kommen natürlich auch hier wieder einige Honorable Mentions:

Citizen Cold, der Priester, Dayton Optical Systems, Hoffnung zurückbringen, King Shark, Kingdom Come, Popkultur-Anspielungen (Spider-Man, SpongeBob Schwammkopf, Star Wars, Terminator, The Man in the High Castle, Top Gun), Susanna Thompson-Cameo

 

Platz 1.) Overgirl

Crisis on Earth-X Easter Eggs - Overgirl

Du bist ein Gott für sie. Du hättest wie einer leben können. (…) Sie wollen jemanden, dem sie Gehorsam geloben, den sie anbeten, dessen Beispiel sie folgen können. (…) Sie sind wie Ameisen, Kara.

Natürlich verstecken sich in Crisis on Earth-X nicht nur Easter Eggs zu Supergirl, sondern ebenso jene, welche in Verbindung mit ihrer Nazi-Doppelgängerin Overgirl stehen. Am offensichtlichsten dürfte hierbei sicherlich ihr Kostüm sein, welches hinsichtlich seines Designs (speziell des Emblems) sowie der verwendeten Farben frappierend an jenes ihres Comic-Pendants aus Grant Morrisons und Jim Lees Reihe Multiversity erinnert. Eine weitere Verbindung zu diesen Comics ist ihre Hintergrundgeschichte, welche für das Crossover jener Overmans entliehen wurde. Wie Kal-L in Multiversity landete Karas Raumkapsel im Deutschen Reich und nicht in den Vereinigten Staaten. In einem Gespräch zwischen Overgirl und Supergirl erzählt die Erde-X-Kara ihrem Gegenstück, sie hätte ein Gott für die Menschen sein können, denn letztendlich wollten die Menschen nichts anderes als jemanden, dem sie folgen können. Diese Worte erinnerten mich, wenn auch auf eine sehr verdrehte Weise, frappierend an jene Jor-Els in Man of Steel, bevor die Raumkapsel mit seinem Sohn gen Erde startete; im Film sagte Jor-El zu seiner Frau, ihr Sohn werde ein Gott für die Menschen sein und sie würden seinem Beispiel folgen. Overgirl hat darüber hinaus noch eine Gemeinsamkeit mit Superman, genauer Grant Morrisons Version des Manns aus Stahl in der Mini-Serie All-Star Superman. Wie Supergirls Cousin in dieser Geschichte nahm auch Overgirls Körper zuviel Sonnenstrahlung auf, was sie langsam aber sicher tötet; diese Vergiftung ist auch der Grund für den Überfall von Erde-X auf Erde-1: Supergirl ist die ideale Spenderin und soll mit ihrem Herz Overgirls Leben retten. Im Finale des Crossovers teilt Overgirl schließlich das Schicksal (All-Star) Supermans und vergeht in einer gewaltigen Explosion. Gerade für Fans des Manns aus Stahl steckten also viele kleine Details im diesjährigen Crossover drin und jene rund um Overgirl gehören definitiv zu meinen Favoriten 🙂

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DC-Donnerstag XXL – Crisis on Earth-X Teil 3+4

Unsere Helden befinden sich nun gefangen in der Höhle des Löwen und ihrer Heimat droht eine erneute Invasion; werden sie sich noch rechtzeitig befreien können?

Die letzte Konfrontation mit ihren düsteren Erde-X-Gegenstücken verlief leider alles andere als optimal für Kara, Barry und Oliver, weshalb sie sich nun in der Gewalt ihrer Feinde befinden. Einige von ihnen werden auf Erde-X gebracht, Kara bleibt in Central City zurück, wo sie für eine Operation vorbereitet werden soll; werden ihre Freunde sie aus dieser misslichen Lage befreien?

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

 

Hinter feindlichen Linien

Crisis on Earth-X - Overgirl

Sie wollen jemanden, dem sie Gehorsam geloben, den sie anbeten, dessen Beispiel sie folgen können. (…) Sie sind wie Ameisen, Kara.

In der dritten Episode des Crossovers bekommen wir einen sehr düsteren Blick auf Erde-X sowie die dortigen Lebensumstände gewährt. Oliver, Barry, Sara, Alex, Jax sowie der Professor befinden sich gemeinsam mit anderen Inhaftierten in einem Konzentrationslager, über dessen Eingangstor die Worte „Arbeit macht frei“ geschrieben stehen. Hier befinden sich all jene, die nicht ins System der Nazis passen, sei es, weil sie einer anderen Religionsgemeinschaft angehören oder da sie die falsche Person lieben. Das Bild von Erde-X ist faszinierend, auch da man vertraute Gesichter wiedersieht, die sich vollkommen anders verhalten als man sie bisher im Arrowverse gesehen hat, doch gleichzeitig ist diese Welt ebenso grausam wie verstörend und hinterlässt somit einen bleibenden Eindruck. Auf ein vertrautes Gesicht treffen unsere Helden bereits im KZ: Den Erde-X-Quentin Lance, welcher in unserer Sara das Ebenbild seiner Tochter wiedererkennt. Wie das Erde-1-Pendant seiner Tochter liebte sie die falschen Personen und wurde aufgrund ihrer Sexualität von ihrem Vater getötet; zum Wohle seiner Familie. Doch nicht nur in diesen kurzen, intensiven Momenten kommt die auf Erde-X herrschende Ideologie deutlich zum Vorschein, denn eine Szene blieb mir dabei ganz besonders im Gedächtnis, nämlich ein Gespräch zwischen Overgirl und Supergirl. Unsere Kara liegt gefesselt auf einem OP-Tisch während sie allmählich, durch rote Sonnenstrahlen, immer schwächer wird. Ihr Erde-X-Gegenstück kommt in besagter Szene hinzu, um sich mit ihrer Doppelgängerin zu unterhalten. Overgirl macht keinen Hehl daraus, wie wenig sie von ihrem anderen Ich hält: Kara ist in ihren Augen schlicht naiv, schwach, erbärmlich – eine einzige Enttäuschung, da sie ihre Gott-gleichen Kräfte nicht zu nutzen wisse, sondern sie zum Schutze minderwertiger Existenzen verschwende anstatt sie anzuführen und sich von ihren wie eine Göttin verehren zu lassen. Letztendlich wollen die Menschen nichts anderes: Ein Wesen, zu dem sie emporblicken und das sie anbeten können. Die Worte Overgirls erinnern hierbei frappierend an jene, welche Jor-El in Man of Steel zu seiner Frau sagte, bevor die Rakete mit ihrem gerade geborenen Kal-El gen Erde startete, wenn auch auf eine verdrehte, pervertierte Art.

 

Freedom Fighters

Crisis on Earth-X - Die Helden

Trotz meines besseren Wissen, habt ihr eine Stunde. Wenn ihr es nicht durch den Durchgang schafft, werde ich euch nicht mehr Zeit geben. Ich werde diesen Ort ins Jenseits befördern!

Trotz der scheinbar aussichtslosen Lage, in der sich unsere Helden befinden, gibt es selbst auf der Erde-X noch sowas wie Hoffnung, Hoffnung auf ein besseres Morgen und für ein eben solches kämpfen die Freedom Fighters, zu denen unter anderem The Ray, Citizen Cold sowie der Winn Schott dieses Universums. Wie sich herausstellt, sind die Nazis rund um ihren Führer Dark Arrow bedeutend gefährlicher als bisher angenommen, denn sie stellen nicht nur eine Gefahr für ihre Welt sowie Erde-1 dar, sondern bedrohen mit einer Weltuntergangsmaschine das gesamte Multiversum. Unglücklicherweise bedrohen die Nazis aktuell Erde-1, doch der einzige Weg dorthin führt durch ein Portal, welches von einer kleinen Armee beschützt wird. Gegen seinen ursprünglichen Befehl gewährt Winn Oliver und seinem Team etwas Zeit, um zurück auf ihre Welt zu gelangen, doch natürlich läuft es nicht so wie geplant und auch auf unserer Erde sehen sich die noch übrigen Helden mit diversen Problemen konfrontiert; besonders natürlich Kara, die sich stark geschwächt nicht gegen Blitzen/Reverse Flash wehren kann. Unsere Helden tüfteln also einen Plan aus, um in die Einrichtung einzudringen und das Portal nutzen zu können, allerdings verläuft dieses Vorhaben alles andere als reibungslos; ein Mitglied des Teams soll diesen Angriff später mit seinem Leben bezahlen. Die Szenen im Hauptquartier des Widerstands gaben Raum für einige wirklich sehr schöne Charakter-Momente, wobei mir besonders jene zwischen Alex und Winn gut gefiel. General Schott lehnt es anfangs ab, das Wohl seiner Welt aufs Spiel zu setzen und verweigert deshalb den Erde-1-Helden vorerst einen Angriff auf oben erwähnte Nazi-Einrichtung. Obwohl Alex ihm erzählt, wie nahe sie sich auf ihrer Erde stehen und dass ihre Schwester auch alles erdenkliche tun würde, um ihn zu retten, weicht er nicht von seinem Standpunkt ab, da er nun eine Möglichkeit sieht, die sich seit Generationen nicht mehr bot: Einen Sieg gegen das Regime zu erringen. Es tue ihm zwar leid um Kara, doch er werde für sie nicht das Wohl seiner Leute und seiner Welt riskieren. Solche Was-wäre-wenn-Szenarien finde ich gerade deshalb immer sehr spannend, da man eigentlich vertraute Charaktere von einer gänzlich neuen Seite kennen lernen und so neue Facetten an ihnen zum Vorschein bringen kann, was in diesem Szenario rund um Erde-X, meiner Meinung nach, fantastisch funktioniert. Der Kampf in der Nazi-Basis ist dann auch eines der Highlights der dritten Episode, denn hier brennen die Verantwortlichen ein wahres Action-Feuerwerk ab, in dem unsere Helden, ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit zum Trotz, über weite Strecken eine sehr gute Figur machen. Die Choreographie dieses Kampfes ist toll gelungen, selbiges gilt für die Inszenierung; es macht einfach immer verdammt viel Spaß, diesen Figuren dabei zuzusehen, wie sie versuchen ihre Liebsten zu retten, nur leider sollte dies für Professor Stein kein gutes Ende nehmen 😦

 

Erde-1 gegen Erde-X

Crisis on Earth-X - Alle Helden

Es gibt noch einen Unterschied zwischen dir und mir: Ich lasse meine Freunde nicht im Stich!

Jax kann sich mit dem Professor zwar noch verbinden, ehe sie gemeinsam durchs Portal gehen, doch selbst zurück auf der Waverider scheinen Martins Verletzungen zu schwer zu sein, mehr noch: Durch ihre Verbindung schwebt bald auch Jax‘ Leben in Gefahr. Aufgrund dieser Entwicklung sieht Martin deshalb nur noch einen Ausweg: Sie müssen die Firestorm-Matrix kappen, damit er so wenigstens seinen Sohn retten kann. Hieraus resultieren die emotionalsten Momente des Finales und als Martin schließlich verstarb, nahm das nicht nur Jax sowie seine Freunde, sondern ebenfalls mich sehr mit. Im letzten Teil des Crossovers befinden sich unsere Helden somit wieder auf ihrer Erde und bei ihnen befinden sich mit The Ray sowie Citizen Cold sogar zwei neue Verbündete, die ihnen im Kampf beistehen wollen. Die Unterstützung ihrer neuen Verbündeten sollen sie auch bitter nötig haben, denn Dark Arrow unterbreitet Oliver und seinem Team ein letztes Ultimatum: Die Truppen von Erde-X werden sich friedlich auf ihre Welt zurückziehen, sofern Kara mit ihnen kommt, um Overgirls Leben zu retten. Unsere Helden können hierauf natürlich nicht eingehen und stellen sich ihren Nazi-Doppelgängern sowie deren Schergen in einer letzten Schlacht entgegen. Wie sich herausstellt, stimmt jedoch etwas mit Overgirl nicht, denn sie wird nicht einfach nur sterben, sondern in einer gewaltigen Explosion vergehen, die eine verheerende Zerstörungskraft besitzen wird (All-Star Superman lässt grüßen ^^). Und so kommt es schließlich, wie es kommen muss: In einer gigantischen Straßenschlacht treffen unsere Helden, angeführt von Oliver, Barry und Sara, in den entscheidenden Kampf gegen die Nazis. Während sich die Legends um die Fußsoldaten kümmern, kommt es zum Duell zwischen Flash und Blitzen sowie Dark Arrow und Green Arrow; über ihren Köpfen tobt derweil ein Kampf der Götter zwischen Supergirl und Overgirl, den letztere langsam aber sicher zu verlieren scheint, denn ihr Körper ist inzwischen zu stark geschwächt und ist kurz davor zu explodieren. Kara kann mit ihrer Erde-X-Doppelgängerin zwar hoch genug fliegen, um die Erde vor der Schäden der Explosion zu schützen, doch sie selbst kann deren Wucht nicht entgehen und fällt geschlagen zu Boden. Dark Arrow ist geschockt; rasend vor Trauer und Zorn will er unsere Helden vernichten, doch Green Arrow setzt dem Leben seines Gegenstücks ein Ende. Blitzen konnte derweil entkommen, da Barry seine ewige Nemesis nicht umbringen wollte und Thawne schwört, sie werden sich eines Tages wiedersehen. Der Krieg gegen Erde-X ist somit vorbei, allerdings steht nun noch ein letzter schwieriger Gang an: Die Beerdigung des Professors. Jax ist zutiefst betrübt und macht sich Vorwürfe, da er seinen Freund, Mentor und Ersatz-Vater nicht retten konnte, Martins Frau sowie seine Tochter bauen Jefferson jedoch wieder auf und sagen ihm, der Professor werde nie ganz verschwinden. Natürlich nehmen auch die übrigen Helden Abschied von ihrem Freund. Die Beerdigung gehört, zusammen mit den letzten gemeinsamen Momenten von Jax und Martin, sicherlich zu den emotionalsten sowie stärksten Szenen des Finals; wie sich beide füreinander einsetzen, den anderen bitten, stark zu sein und weiterzumachen war jederzeit packend. Beide sind für den anderen zur Familie geworden, Vater und Sohn obgleich sie nicht biologisch miteinander verwandt sind, verband sie auf ihren Reisen doch ein starkes Band, welches weit über die Verbindung durch die Firestorm-Matrix hinausging. Zum Abschluss des Crossovers gab es dann tatsächlich auch noch eine Doppelhochzeit, bei der Diggle seinen großen Auftritt hat, denn er darf die beiden Paare vermählen. Barry und Iris geben sich somit endlich das Ja-Wort und auch Oliver sowie Felicity heiraten, nachdem das Hirn des Team Arrow seine anfänglichen Zweifel bezüglich einer Hochzeit über Bord geworfen hat. Nach sehr harten Momenten und sehr düsteren Szenen schließt das große Crossover somit letztlich auf einer positiven wie optimistischen Note, was durchaus Lust auf die nächsten Abenteuer unserer Helden macht 🙂

Crisis on Earth-X - Opening

Crisis on Earth-X war ein großer Spaß und lieferte an allen Fronten schlicht hervorragend ab. Die Idee auf Nazi-Doppelgänger als Gegner zu setzen mag nicht unbedingt originell sein, doch die Umsetzung und gerade die Art, wie uns diese düstere Parallelwelt präsentiert wurde, war sowohl beeindruckend als auch beängstigend und verstörend. Erde-X ist ein trostloser Ort, der von einer Menschen verachtenden Ideologie dominiert wird, gleichzeitig zeigt es uns jedoch, dass selbst an solch düsteren Orten noch immer ein Funken Hoffnung aufflackern kann. Vertraute Darsteller in im ersten Moment ungewohnten Rollen zu sehen war ebenfalls interessant und alle Beteiligten machten ihre Sache hierbei sehr gut, wobei für mich besonders Stephen Amell, Melissa Benoist, Paul Blackthorne sowie Jeremy Jordan herausragten, die mich in ihren Erde-X-Rollen absolut überzeugen konnten. Zu verdanken ist dies auch der hervorragenden Chemie innerhalb des Casts, denn man spürt förmlich, wie viel Spaß alle Beteiligten bei der Arbeit hatten und dies macht es dem Zuschauer natürlich dann umso einfacher, sich in dieser Welt zu verlieren. Das diesjährige große Crossover gefällt mir sogar noch etwas besser als die letztjährige Zusammenkunft in Invasion. Natürlich machte auch der Kampf gegen die Dominators eine Menge Spaß und bot einige wirklich tolle Momente, doch einmal war Supergirl als Serie verglichen mit den restlichen drei Shows kein gleichwertiger Bestandteil des Crossovers und darüber hinaus hatte diese Zusammenkunft keine bleibenden Folgen auf das Arrowverse. Diesmal fühlt sich alles, auch da alle Handlungsstränge der vier Serien pausieren, sehr viel homogener an und speziell der Tod von Professor Stein dürfte noch lange nachwirken, nicht nur bei den Legends, sondern ebenfalls bei Team Flash. Wie weiter oben bereits geschrieben, war das Crossover eine tolle Zeit: Es macht mir einfach immer riesen Spaß, diese Charaktere zusammen bei einem großen Abenteuer zu sehen und dank vieler emotional packender Momente, einer gesunden Prise Humor sowie toll inszenierter, krachender Action war Crisis on Earth-X für mich ein voller Erfolg 🙂

DC-Donnerstag XXL – Crisis on Earth-X Teil 1+2

Anders als beim vorherigen Crossover Invasion, in denen sich unsere Superhelden mit einem Angriff der Dominators konfrontiert sahen, steht diesmal ein anderer Konflikt im Mittelpunkt, denn Oliver und seine Freunde bekommen ungebetenen Besuch von Bewohnern einer anderer Welt des Multiversums. Im Gegensatz zu den bisherigen Crossover-Episoden lässt sich diesmal kaum noch sagen, zu welcher Serie die aktuelle Folge eigentlich gehört, denn sämtliche Facetten greifen sehr gut ineinander und die übergreifenden Handlungsstränge liegen weitestgehend auf Eis. Doch nun genug des Vorgeplänkels, widmen wir uns endlich den Ereignissen der ersten Hälfte des Crossovers!

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

 

Eine Hochzeit und Nazis…?

Crisis on Earth-X - Barrys und Iris Hochzeit

Barrys und Iris‘ Hochzeit / Bild: WB TV

Ist das so auf eurem Planeten? Schwankt jeder so wegen seiner Gefühle? Ist jeder hier wirklich so schwach?! Das Reich wird das ändern. Die Schwachen werden eliminiert, eure ganze Welt wird versklavt werden. Doch du, du wirst nicht mehr da sein, um es bezeugen zu können!

Endlich ist es soweit und der große Tag von Barrys und Iris‘ Hochzeit rückt immer näher. Natürlich wollen sie ihre Familie und Freunde in dieser besonderen Stunde bei sich haben und auch diese müssen sich, wo oder wann immer sie sich gerade befinden, damit beschäftigten, ob sie an den Feierlichkeiten teilnehmen werden. Oliver und Felicity reisen aus Star City an, die Legends fliegen mit der Waverider quer durch die Zeit und Kara sowie ihre Schwester Alex öffnen ein Portal, um auf Erde-1 zu gelangen. Nach einer gemütlichen kleineren Feier in vertrauter Runde versammeln sich alle Gäste am nächsten Tag in einer Kirche, um zu bezeugen, wie Barry und Iris den Bund fürs Leben schließen. Die fröhliche Stimmung wird jedoch jäh unterbrochen, denn Nazis stürmen das Gebäude und unter ihnen befinden sich ebenfalls Individuen mit ganz besonderen Fähigkeiten: Einer von ihnen ist ein wahrer Schwertkampf-Meister, ein anderer scheint im Umgang mit Pfeil und Bogen ähnlich versiert zu sein wie Green Arrow und dann gibt es zudem noch eine junge Frau, die fliegen kann sowie über einen Hitzeblick verfügt. Nachdem die Angreifer vorerst zurückgeschlagen werden konnten, fragen sich unsere Helden natürlich: Woher kommen diese Nazis? Stammen sie aus einer anderen Zeit? Oder kommen sie gar von einer anderen Welt des Multiversums? Wie sich herausstellt, ist tatsächlich Letzteres der Fall, denn wie Harry erklärt gibt es nicht nur 52 Erden, wie Kara beispielsweise bisher dachte, sondern 53 und jene 53. Welt wird Erde-X genannt. Auf dieser Parallelwelt gelang es den Nazis die Atombombe zu entwickeln und letztendlich den Zweiten Weltkrieg zu gewinnen. Doch damit nicht genug, denn das Deutsche Reich stieg in den darauffolgenden Jahren zur mächtigsten Nation der Welt auf. Nun ist zwar geklärt, woher die Aggressoren stammen, allerdings tappen unsere Helden hinsichtlich des Motivs der Nazis noch immer im Dunkeln.

 

Schöne Charakter-Momente und krachende Action

Crisis on Earth-X - Hochzeitsgäste

Die Hochzeitsgäste / Bild: WB TV

Wenn du dort oben stehst, und du siehst ihr in die Augen, dann werden die Worte kommen.

Die erste Hälfte des großen Crossovers besticht vor allem in den kleinen Momenten, wenn die einzelnen Charaktere miteinander interagieren. All diese lieb gewonnenen Figuren zusammen zu sehen finde ich immer wieder schön und ihr merkt sicherlich schon, dass ich ein Fan von solch besonderen Episoden bin. Dabei fühlen sich die ersten beiden Folgen eher nach einer eigenständigen Mini-Serie an, denn nach Bestandteilen ihrer eigentlichen Serien. Wie eingangs bereits erwähnt pausieren die übergeordneten Handlungsstränge der eigentlichen Geschichten und so konnte man sich voll und ganz auf die sich anbahnende große Krise konzentrieren, was, meiner Meinung nach, definitiv der richtige Schritt war. Es fühlt sich an wie ein zum Leben erwachter Comic und trifft bei mir somit direkt ins Schwarze. Was ich den Kreativen der Serien ebenfalls hoch anrechne ist, dass jeder einzelne Charakter seinen Moment bekommt, in dem er/sie strahlen kann. Der Fokus liegt zwar etwas mehr auf Barry, Oliver und Kara, doch auch den Nebenfiguren wird genug Platz eingeräumt, damit sie zeigen können, was sie wirklich drauf haben – und das ist einfach ein riesen Spaß! Selbstverständlich gibt es tolle Action zu sehen, besonders der Kampf in der Kirche sieht phänomenal aus und wurde wunderbar choreographiert. Vieles geht zu Bruch (vor allem natürlich die heitere Stimmung), gleichzeitig bietet sich hier andererseits auch eine Chance für unsere Helden, ihr umfangreiches Arsenal aufzuzeigen sowie ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen, was toll funktioniert. Barry und Wally pflücken Kugeln aus der Luft, Alex und Sarah pflügen durch die Reihen der Nazis und Oliver darf dank Ciscos Hilfe auch mal durch ein Portal springen, während Harry versucht, die übrigen Hochzeitsgäste aus der Kirche zu schleusen. All dies wird von einem jeder Zeit stimmigen Soundtrack untermalt, wobei eine Szene vor dem Kampf in der Kirche mir besonders gut in Erinnerung blieb, denn Kara sang „Running Home to You“ während Joe Iris zum Altar geleitet geleitete; ein echter Gänsehaut-Moment. Auch abseits der Action wusste die Episode zu überzeugen, wobei es für mich besonders die vielen kleinen Momente waren, die herausragten und dabei kam es zu der einen oder anderen Überraschung. Alex und Sarah harmonieren sehr gut miteinander, Rory scheint Caitlins eisige Seite ziemlich ansprechend zu finden und Barry schlüpft für einen kurzen Moment mit Oliver sogar in die Rolle des weisen Mentors. Für mich sind es immer solche Momente, die eine Serie oder auch einen Film mit Leben erfüllen, die das gewisse Etwas ausmachen können und so war es auch hier. All dies würde ohne die Chemie zwischen den Darstellern natürlich nicht so gut funktionieren und man spürt in jeder Sekunde, wie viel Spaß jeder der Beteiligten hat und dieser Spaß überträgt sich unweigerlich ebenfalls auf den Zuschauer 🙂

 

Das Ziel von Erde-X

Crisis on Earth-X - Nazi-Doppelgänger

Dark Arrow, Blitzen, Overgirl / WB TV

Wir haben euch beobachtet. Wir haben euch alle beobachtet, wie ihr das Potenzial zweier Welten verschwendet habt! Auf unserer Welt haben wir eine Meritokratie, wir haben Größe erlangt.

Wenn die Nazis die Hochzeit unterbrechen, müssen sich unsere Helden natürlich einige Fragen stellen: Wer sind die Angreifer? Woher kommen sie? Und noch viel wichtiger: Was ist ihr Ziel? Zu alledem kommt noch hinzu, dass die Kostüme, Fähigkeiten sowie Bewegungen ihrer Gegner Oliver und seinen Freunden ziemlich vertraut vorkommen. Was man sich bereits im Vorfeld denken konnte, wird schließlich am Ende der ersten Episode bestätigt, denn bei einigen der Nazis handelt es sich tatsächlich um Doppelgänger unserer Helden, nur dass diese eben von Erde-X stammen. Zum oben abgebildeten Schurken-Trio bestehend aus Dark Arrow (mir fiel nichts anderes ein ^^), Blitzen sowie Overgirl, gesellt sich außerdem noch ein Nazi-Prometheus, der sich zu Beginn der zweiten Folge als Tommy herausstellt und ihn scheint eine ähnliche Beziehung zu seinem Oliver zu verbinden wie es bei unserem Helden und seinem bereits verstorbenen besten Freund der Fall war. Erde-X-Tommy ist es schließlich auch, der unserem Oliver sagt, er werde niemanden retten können, denn jeder, den er liebt, wird im Laufe dieses Krieges sterben. Die Überraschung, welche Gesichter sich hinter den übrigen Masken verbergen, hielt sich (vermutlich nicht nur bei mir) somit in Grenzen, doch es war ein nettes kleines Mysterium für Nicht-Comicleser, welches zugegebenermaßen recht schnell aufgelöst wurde. Ebenfalls besonders ist die Identität von Blitzen, denn dieser ist Eobard Thawne; jener Eobard Thawne/Reverse Flash, gegen den Barry in der ersten Staffel antrat. Seine einstige Nemesis rettete sich von Erde-1 auf Erde-X, wo er mit den Nazis gemeinsame Sache machte. Auch wenn ich ein großer Fan von Zeitreise-Geschichten bin, so rauchte mir bei dieser Auflösung doch etwas der Schädel, obwohl es andererseits natürlich ein schöner kleiner Rückgriff auf die Anfänge von The Flash war. Zu den oben bereits erwähnten ungewöhnlichen Paaren gesellt sich noch ein weiteres, nämlich Oliver/Dark Arrow und Overgirl. Diese Kara landete nicht in den USA, sondern in Deutschland und wurde im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie aufgezogen. Allerdings ist Overgirl schwer krank und dem Tode nahe, denn ihr Körper hat zuviel Sonnenstrahlung aufgenommen, was ihren Organismus vergiftet. Um sie zu retten (und nebenbei etwas zum Bau einer Superwaffe zu stehlen) reiste sie gemeinsam mit ihren Verbündeten auf Erde-1, denn dort befindet sich derweil die perfekte Spenderin, um ihr Leben zu retten: Supergirl. Angetrieben wird dieser Plan jedoch nicht nur von Kalkül, sondern ebenfalls von Liebe, denn der Erde-X-Oliver setzt alles daran, um das Leben seiner Frau zu retten. Zwischen Oliver und Kara von Erde-X gibt es in dieser Episode wirklich schöne Momente, welche diesen beiden Figuren mehr Tiefe sowie Menschlichkeit verleihen. Verstärkt wird dies von den schönen Darstellungen dieser Figuren; auch wenn man sie hassen sollte, so kann man zumindest diesen Beweggrund für ihr Handeln doch irgendwo nachvollziehen, denn die Liebe war im Arrowverse schon immer eine starke, verbindende Kraft, die selbst die dunkelsten Plätze erstrahlen lassen kann.

Die erste Hälfte des Crisis on Earth-X-Crossovers besticht vor allem durch die kleinen Momente, eine Menge Herz sowie einer ordentlichen Portion packender Action. Jeder Charakter bekommt seinen Moment im Rampenlicht und auch wenn es hier und da vielleicht mal etwas zuviel Drama war und die Sache mit Zeitreisen mitunter ganz schön kompliziert sein kann, so machten diese beiden Episoden vor allem eines: Verdammt viel Spaß 🙂

DC-Donnerstag XXL – Was ist Erde-X?

 

Der letzte DC-Donnerstag-Artikel liegt nun schon etwas länger zurück und eigentlich sollte dieser Text bereits etwas früher erscheinen, doch leider kam mir immer etwas dazwischen – zumindest bis heute. Das nächste Mega-Crossover des Arrowverse nähert sich mit großen Schritten und bevor nächste Woche die Artikel zu den TV-Episoden erscheinen werden wollen wir erstmal einen Blick auf das große Thema des Specials werfen: Erde-X!

Es ist mal wieder an der Zeit, dass die mächtigsten Helden des Arrowverse ihre Kräfte vereinen müssen, um sich einer neuen, dunklen Bedrohung zu stellen. Dabei beginnt das Crossover eigentlich überaus fröhlich, denn endlich geben sich Barry und die Liebe seines Lebens Iris das Ja-Wort. Um dieses freudige Ereignis zu feiern hat das Brautpaar ihre Familie und Freunde eingeladen; unter den Gästen befinden sich somit nicht nur Joe und Wally, sondern ebenfalls Oliver Queen, Kara Danvers sowie die Legends. Die ausgelassene Stimmung erleidet jedoch einen jähen Dämpfer, denn Nazi-Soldaten stürmen die Kirche und unterbrechen somit die Zeremonie. Zu allem Überfluss kommen die Fußtruppen nicht allein, denn unter ihnen befinden sich ebenfalls vermummte Metawesen, die unseren Helden allerlei Probleme bereiten sollen. Doch woher kommen sie? Okay, blöde Frage, denn der Titel des Crossovers (Crisis on Earth-X) verrät es bereits, die eigentliche Frage ist nun allerdings, was genau ist Erde-X?

Die Macher der Arrowverse-Serien orientieren sich stark an dem Comic-Reboot The New 52 aus dem Jahre 2011, in welchem das DC-Multiversum neu geordnet wurde. Das Multiversum besteht aus insgesamt 52 Erden (als Literatur sei euch an dieser Stelle die aus zwei Sammelbänden bestehende Reihe Multiversity wärmstens empfohlen), die sich mal mehr und mal weniger voneinander unterscheiden. Dies ist auch der aktuelle Stand, auf dem sich Kara befindet, doch wie sich herausstellt, gibt es tatsächlich noch eine 53. Erde: Erde-X. Auf dieser Welt konnten die Nazis den Zweiten Weltkrieg letztendlich gewinnen und somit stieg das Deutsche Reich zur mächtigsten Nation des Planeten auf. Natürlich gibt es Erde-X ebenfalls in der Comic-Vorlage und auf diese wollen wir nun einen etwas genaueren Blick werfen 😉

Werfen wir einen Blick zurück: Vor der Crisis on Infinite Earths gab es eine nahezu unendliche Anzahl an Parallelwelten, zu denen unter anderem auch Erde-X zählte, die erstmals im Jahre 1973 erwähnt wurde. Eine Gruppe Superhelden von Erde-2, die Freedom Fighters, welche ebenfalls einen Auftritt im Crossover haben werden, siedelten auf Erde-X über, um dem Nazi-Regime Einhalt zu gebieten. Sie landeten im Jahre 1942 auf ihrer neuen Heimat, konnten den Krieg jedoch nicht mehr entscheidend beeinflussen. Zwei Jahre später starb Präsident Roosevelt; während die USA geradewegs in eine Krise schlitterten gelang es dem Deutschen Reich die Atombombe zu entwickeln. Beide Nationen scheuten sich in den darauffolgenden Jahren, ihre mächtigsten Waffen einzusetzen, doch als die Nazis eine Maschine entwickelten, mit denen sie die Gedanken der Menschen kontrollieren konnten, sollte sich das Blatt wenden. Im Jahre 1968 gewann das Deutsche Reich den Krieg endgültig. Es gab nur wenige, die gegen die neue Waffe der Nazis immun waren und die sich anschließend in kleineren Widerstandsgruppen zusammenrauften, um das Regime eines Tages in die Knie zu zwingen. Fünf Jahre später landeten Mitglieder der Justice League sowie der Justice Society von Erde-1 auf Erde-X, um die Freedom Fighters bei ihrem Kampf zu unterstützen. Während der Crisis on Infinite Earths verschmolzen Teile der Geschichte von Erde-X mit jener der Erden 1, 2, 4 und S, um ein neues Universum zu erschaffen. Jahrzehnte später wurde das Konstrukt der Erde-X nochmal überarbeitet und im Jahre 2007 als Erde-10 zurückgeholt.

DC Crossover Crisis on Earth-X - Overman

Hitler findet Overman / Bild: DC Comics

Erde-10 basiert somit natürlich auf Erde-X, weshalb wir uns hier auf einer Erde befinden, auf der die Nazis letztendlich ebenfalls den Zweiten Weltkrieg gewinnen konnten, allerdings gibt es gewisse Unterschiede zum Original. Im Jahre 1938 stürzte eine Raumkapsel ab und darin befand sich ein, wie sich später herausstellen sollte, kryptonisches Baby. Hitler nahm sich des Babys an und zog es groß; aus dem kleinen Jungen wurde später Overman, der das Deutsche Reich zum Sieg führte und dabei half, das sich letztendlich die gesamte Welt unter deutscher Kontrolle befand. Overman ist jedoch nicht der einzige Superheld Nazi-Deutschlands, denn Hitler hatte seine eigene Version der Justice Leage, die Gerechtigkeitsliga. Gegen das Regime kämpfen, wie bereits auf der ursprünglichen Erde-X, die Freedom Fighters.

Im Jahre 2015 wurde das Konzept der Erden X sowie 10 erneut überarbeitet und so erschien eine neue Parallelwelt auf dem Plan: Erde 10. In der vom Deutschen Reich besetzten Tschechoslowakei stürzte auf dieser Erde im Jahre 1938 ein Raumschiff ab, in dem sich ein kryptonisches Baby befand, welches im Sinne der Nazi-Ideologie aufgezogen wurde: Kal-L wurde zu Overman. 1956 konnte der Kryptonier den Krieg beenden und die gesamte Erde erobern. Er erbaute auf den Leichen unzähliger Opfer ein Utopia nach seinem Willen; gemeinsam mit den New Reichsmen, zu denen unter anderem Blitzen (Flash) sowie Overgirl (Supergirl; hier nicht Overmans/Supermans leibliche Cousine, sondern eine genetisch veränderte junge Frau) zählen, beherrscht Kal-L Erde 10 und kämpft mit ihnen gegen die Freedom Fighters.

Wie ihr seht, steckt im nächste Woche Montag startenden Crossover Crisis on Earth-X eine ganze Menge Comic-Geschichte drin, doch natürlich ließen es sich die kreativen Köpfe hinter der Serie nicht nehmen, den einen oder anderen Charakter etwas von seinem Comic-Pendant zu entfernen sowie neue Figuren der Mischung hinzuzufügen, beispielsweise einen Nazi-Prometheus. Ob es sich beim TV-Overgirl ebenfalls um einen genetisch modifizierten Menschen handelt, ob wir ebenfalls Overman zu Gesicht bekommen und ob unsere Helden rund um Green Arrow, Flash und Supergirl aus dieser Krise siegreich hervorgehen werden, das finden wir am 27. und 28. November heraus 🙂

DC Donnerstag mit The Flash und Supergirl – Meine Meinung zum Musical-Crossover

In der aktuellsten The Flash-Episode ist manches anders, denn diesmal ist nicht nur Supergirl zu Gast, nein: Beide dürfen sogar gemeinsam singen.

Seit mittlerweile 20 Jahren ist Musik ein fester Teil meines Lebens. Ich musiziere selbst, spielte und spiele noch in diversen Gruppen, gehe liebend gerne auf Konzerte oder Festivals. Die Musik begleitet mich beinahe schon mein ganzes Leben und es wäre sicherlich nicht untertrieben, wenn ich sage: Ich liebe Musik. Doch seltsamerweise bin ich nicht unbedingt ein großer Musical-Fan und das war ich auch noch nie. Warum mich die aktuellste The Flash-Episode trotz dieser widrigen Vorzeichen begeistern konnte, möchte ich euch in diesem Text näherbringen.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Der Music Meister betritt die Bühne

The Flash Duet - Music Meister

Der Music Meister in Aktion

You’re in a movie musical. All you have to do is just follow the… – The yellow bricket road? – No. The script.

Am Ende der gestrigen Supergirl-Episode wurde ein neuer Gefangener, ein junger Mann in einem Anzug – der Music Meister – ins DEO gebracht. Wie sich wenig später allerdings herausstellt, hat sich dieser absichtlich gefangen nehmen lassen, um so in Supergirls Nähe zu kommen. Er sieht Kara tief in die Augen und aktiviert seine Kräfte, woraufhin sie ohnmächtig zusammenbricht. Das DEO versucht noch, ihn aufzuhalten, doch er sagt, er habe genug von dieser Erde, weshalb er sich nun mit dem schnellsten Mann der Welt treffen will. Durch ein Portal verschwindet schießlich der Music Meister. Mon-El und J’Onn folgen ihm, um Barry und seine Freunde um Hilfe zu bitten, denn Kara ist nicht mehr ansprechbar. Wenig später erscheint auch der Music Meister auf Erde-1, wo er sich mit Barry und Wally anlegt. Es gelingt ihm, Barry ebenfalls außer Gefecht zu setzen und dieser findet sich kurze Zeit darauf in einer anderen Welt wieder. Kara steht auf einer Bühne und singt, doch sie scheint selbst nicht zu wissen, wieso.

Der Music Meister erschuf aus Barrys und Karas Gedanken sowie ihrer gemeinsamen Vorliebe für Musicals eine Art Traumwelt, die optisch sowie thematisch an die 1940er Jahre angelehnt ist. Aus dieser können die beiden Super-Freunde nur entkommen, wenn sie, nun ja, dem Skript folgen. Wollen sie wieder zurück in die reale Welt, dann müssen sie die Rollen spielen, die ihnen in dieser Welt zugedacht sind: Zwei Sänger, die für einen Gangster-Boss in dessen Klub auftreten. Die ganze Sache hat allerdings einen Haken, denn sollten sie in ihrer Musical-Welt, in der sie über keinerlei Kräfte verfügen, sterben, dann sterben sie ebenfalls in der realen Welt. Während ihre Freunde in der wirklichen Welt versuchen, den Music Meister dingfest zu machen, um ihn dazu zu bringen, Kara und Barry aus ihrem Koma zu erwecken, folgen diese in ihrer Traumwelt dem Skript und treffen auf allerlei vertraute Gesichter.

Die zentrale neue Figur in dieser Episode ist der von Darren Criss verkörperte Music Meister, der als eine Art „Villain of the Week“ auftritt und allerlei Chaos stiftet. Er sperrt Barry und Kara in ihren Gedanken ein, entzieht ihnen gleichzeitig jedoch ihre Kräfte, um damit in Central City auf Raubzug zu gehen. All dies tut er hingegen nicht, um seine Überlegenheit unter Beweis zu stellen oder sich an unseren Helden zu rächen, sondern um Barry und Kara eine Lektion zu erteilen; ihnen also auf eine sehr eigene, irgendwie verdrehte Art, zu helfen. Dieses eher unorthodoxe Vorgehen unterscheidet den Music Meister von anderen Schurken aus The Flash und Supergirl; am Ende der Episode erscheint er sogar gar nicht mehr wie ein Bösewicht, was eine angenehme Abwechslung zu den Gegnern der vergangenen Wochen darstellt. Zudem kann man sich, sollte diese Episode bei den Fans gut ankommen, wohl sicher sein, dass dies nicht Criss‘ letzter Auftritt in dieser Rolle war, denn bezüglich der Hintergrundgeschichte des Music Meister wurden viele Fragen offen gelassen – so weiß man weder, woher er wirklich kommt noch wieso er so viele verschiedene Dinge weiß (beispielsweise Flashs wahre Identität). Criss machte sich diese Figur darüber hinaus ohne jeden Zweifel zu eigen und erweckte sie mit viel Charme sowie einer Menge Energie wirklich fantastisch zum Leben. Außerdem war seine Harmonie mit dem restlichen Cast nahezu perfekt und dass er ein begnadeter Sänger und Tänzer ist, weiß man nicht zuletzt aus seiner Zeit bei der Serie Glee.

Ein Liebesbrief ans Musical

The Flash Duet - Kara und Barry tanzen

Die Super Friends: Kara und Barry

Musicals have the power to make everything better.

Während ihres Aufenthalts in ihrer Musical-Welt sehen sich Barry und Kara nicht nur mit vertrauten Gesichtern in ungewohnten Rollen konfrontiert, auch ihr eigenes musikalisches Talent ist gefragt, wenn sie diesem Gefängnis entfliehen wollen. Solche Episoden, die in Parallelwelten angesiedelt sind, bieten Darstellern immer die Möglichkeit, aus ihrem „Alltagstrott“ auszubrechen und sich einmal von einer ganz anderen Seite präsentieren zu können. Die The Flash-Episoden, in denen Barry und Cisco erstmals Erde-2 besuchten, sind ein schönes Beispiel dafür. Eine weitere Parallele zu diesen speziellen Folgen und Duet gibt es ebenfalls, denn hüben wie drüben durfte Jesse L. Martin (Joe West) sein Gesangstalent unter Beweis stellen, diesmal allerdings mit Unterstützung von Victor Garber (Martin Stein) und John Barrowman (Malcolm Merlin) in einer wirklich fantastischen Szene, doch dazu gleich ein paar Worte mehr. Auch andere bekannte Gesichter tauchen in dieser Welt auf, nämlich Winn, Cisco, Iris und Mon-El. Die beiden Letztgenannten sind in dieser Welt ein Liebespaar, die jedoch zwei verfeindeten Gangster-Familien angehören und sich deshalb eigentlich nicht lieben dürften. Barry und Kara kommt dabei die Aufgabe zu, beide auf ihrem Weg zu unterstützen, allerdings erweist sich dies als schwierigere Aufgabe als zunächst gedacht.

Nun jedoch endlich zu dem Punkt, der sicherlich die meisten interessieren dürfte: Die Gesangseinlagen. Diese sind, ohne Übertreibung, absolute Highlights und gerne hätte ich noch mehr dieser Momente in der Episode gehabt, denn leider wird insgesamt nur fünfmal gesungen. Das erste Lied, Moon River, wird von Melissa Benoist als Solo gesungen und klingt einfach nur wunderschön. Mit viel Gefühl und Soul in der Stimme liefert sie hier eine hervorragende Leistung ab. Beim zweiten Song, Put A Little Love In Your Heart, bekommt der Music Meister seinen großen Auftritt, der dieses Lied gemeinsam mit Nicht-Winn (Jeremy Jordan), Nicht-Malcolm Merlin und Nicht-Cisco (Carlos Valdes) performt. Jeder von ihnen hat seinen ganz eigenen Moment zum Strahlen, wobei Criss‘ Charakter hier in meinen Augen das klare Highlight darstellt. Abgerundet wird diese Szene von einer aufwendig choreographierten Tanz-Nummer, die sich hervorragend in die Szenerie einfügt. Weiter oben erwähnte ich bereits Jesse L. Martin, Victor Garber und John Barrowman, die ebenfalls einen Song als Trio singen dürfen und dabei Zeilen aus dem Lied More I Cannot Wish You aus dem Stück Guys and Dolls entleihen – die Harmonie ihrer Stimmen ist hervorragend und der Kontext, in dem dieser Song gesungen wird, ist wirklich herrlich komisch. Mein persönliches Lieblingslied ist jedoch das vierte im Bunde, welches den Titel Super Friend trägt. Dieses wird von Melissa Benoist und Grant Gustin als Duett vorgetragen. Auf äußerst charmante Art wird hier die besondere, freundschaftliche Beziehung der beiden Superhelden in einen Song verpackt, der sofort gute Laune verbreitet als auch Ohrwurm-Qualitäten besitzt. In dieser Szene dürfen Benoist und Gustin ebenfalls eine kleine Tanznummer aufs Parkett zaubern, bei der beide schön miteinander harmonieren – ähnliches gilt für ihre Stimmen und hier zeigen sie, dass sie seit ihrer Glee-Zeit absolut nichts verlernt haben. Das letzte Lied im Bunde wurde von Benj Pasek und Justin Paul für diese Episode beigesteuert, die dieses Jahr für ihre Arbeit an La La Land den Oscar gewinnen konnten. Ihr Stück Runnin‘ Home to You ist das einzige, welches nicht in Barrys und Karas Musical-Welt gesungen wird, sondern einzig und allein von Grant Gustin, der somit ebenfalls ein Solo spendiert bekommt. Dieses Lied wurde mit viel Gefühl von Gustin dargeboten, dessen Charakter Barry in dieser Szene zudem seiner großen Liebe Iris einen erneuten Heiratsantrag macht. Dies war in meinen Augen nicht nur die emotionalste Szene der gesamten Episode, sondern vielleicht sogar der schönste Barry-Iris-Moment bisher.

Diese Musicals-Einlagen fügten sich hervorragend ins große Ganze ein und waren DIE Highlights dieser Episode, denn sie brachten etwas zurück in The Flash, was ich in den vergangenen Wochen sehr vermisst habe: Spaß und Leichtigkeit. So blöd die Idee einer Musical-Episode in einer Superhelden-Serie auf den ersten Moment wirken mag; in meinen Augen war dieser Schritt ein wahrer Glücksgriff und der bisherige Höhepunkt der dritten Staffel von The Flash.

Love is in the Air

The Flash Duet - Barry und Kara

Barry und Kara

I saw two people with two broken hearts. Love is about letting yourself be saved.

Das große, übergeordnete Thema dieser Folge war die Liebe, denn sowohl zwischen Barry und Iris als auch zwischen Kara und Mon-El kriselte es in der jüngsten Vergangenheit. Der Music Meister sperrte seine Opfer in ihre eigenen Gedanken, damit Barry und Kara erkennen, was unsere zwei Pärchen wirklich füreinander empfinden. Ich finde es wirklich schön, dass Barry und Iris endlich wieder zueinander gefunden und sich einmal mehr miteinander verlobt haben, doch speziell bei Kara und ihrem Freund/Ex-Freund Mon-El empfand ich die schnelle Versöhnung als überstürzt, denn sie hatten sich gerade erst in der vorangegangenen Supergirl-Episode voneinander getrennt. Dies macht Karas Entscheidung aus der vorherigen Folge nicht nur unnötig, sondern beraubt sie als Charakter um einen wichtigen Moment in ihrer Entwicklung: Sie machte Mon-El unmissverständlich klar, dass sie sich nicht länger von ihm belügen lassen will und beendete ihre Beziehung, doch durch die Blitz-Versöhnung in Duet verliert dieser Moment komplett seine emotionale Wucht. Doch dies ist, wenn ich ehrlich bin, mein einziges richtiges Problem mit dieser Folge, mal abgesehen davon, dass ich wirklich (wirklich!) gerne den Darstellern bei noch mehr Songs gelauscht hätte.

Hach ja, was für eine schöne Episode Duet doch ist und sie bietet genau das, was The Flash derzeit bitter benötigte, nämlich viel Optimismus und eine gewisse Unbeschwertheit; zwei Dinge, die der Serie in den vergangenen Wochen zusehends abhanden gekommen waren. Obwohl ich kein wirklich großer Musical-Fan bin, hatte ich eine wundervolle Zeit mit dieser ganz speziellen Episode und hoffe, so etwas in Zukunft noch öfter im Arrowverse sehen zu können. Die Chemie zwischen Benoist und Gustin ist bei jedem ihrer Treffen schlicht hervorragend und selbiges gilt in dieser besonderen Episode für Criss als Music Meister, der einen spektakulären Auftritt aufs Parkett legt. Duet ist ein Liebesbrief an Musicals und war in jeder einzelnen Sekunde einfach nur wunderbar unterhaltsam, mit erinnerungswürdigen Momenten sowie großartig performten Songs.

DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #3: Arrow

Heute stand nicht nur die dritte Runde des 4 Night Crossover Events an, sondern Arrow feierte gleichzeitig ein ganz besonderes Jubiläum: Die 100. Episode der Serie!

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Langsam kommt es mir vor, als würde ich jedesmal dasselbe schreiben, doch auch diese Folge ist, mehr noch als die vorherige des Specials, in erster Linie eine Arrow-Episode; die Handlung des Crossovers spielt eher eine untergeordnete Rolle. Morgen, wenn der Kampf gegen die Dominators in die heiße Phase eintritt, dürfte sich diese Gewichtung vermutlich etwas verändern.

 

For the Man Who Has Everything

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Diggle unterbricht Laurel und Oliver

Last night somebody reminded me that I have everything, and I don’t want to give it up.

Am Ende der gestrigen Folge wurden Oliver, Thea, Diggle, Ray und Sara von den Dominators entführt; während ihre Freunde nun nach ihnen suchen, um sie wieder zurückzuholen, befinden sie sich in einer künstlichen Realität. Anfangs erscheint alles so, wie sie, speziell Oliver und Thea, es sich immer erträumt haben, denn in dieser Welt können sie das Leben führen, dass ihnen durch schwere Schicksalsschläge verwehrt wurde: Ihre beiden Eltern sind noch am Leben und Oliver steht kurz vor seiner Hochzeit mit Laurel, doch die Fassade dieser heilen Traumwelt scheint schnell zu bröckeln, denn immer wieder scheinen Oliver und seine Freunde Flashbacks aus ihrem wirklichen Leben zu haben, die sie daran erinnern, wer sie in Wahrheit sind und wo sie hingehören. Doch als sie allmählich beginnen, die Realität um sich herum anzuzweifeln und aus dieser heilen Welt ausbrechen wollen, schlagen die Dominators zurück, indem sie diverse Schlüsselfiguren der vergangenen Jahre auf unsere Helden loslassen. Somit muss sich Oliver einmal mehr seinem Erzfeind Slade Wilson alias Deathstroke stellen oder gemeinsam mit seinen Freunden gegen Damien Darhk, Black Archer sowie eine kleine Gruppe Mirakuru-Soldaten kämpfen, die in der zweiten Staffel drohten Star(ling) City zu überrennen. Speziell Thea tut sich sehr schwer damit, die Wahrheit hinter der Illusion zu sehen und sich einzugestehen, dass nichts in dieser Welt real ist; nicht einmal, wenn alles genauso aussieht und riecht, wie in der Wirklichkeit. Sie will ihre Familie nicht noch einmal verlieren, was Oliver ihr nicht verübeln kann; wenn sie nun endlich das Leben führen können, das sie sich immer erträumten, was ist dann so schlimm daran, wenn alles nur eine Art Traum ist? Eine große Inspiration für diese Folge scheint Alan Moores Comic-Klassiker For the Man Who Has Everything (deutsch: Das Geschenk) gewesen zu sein, welches ebenfalls als Vorlage für eine Episode in der ersten Supergirl-Staffel diente; in jeder Version wird dem jeweiligen Helden eine nahezu perfekte Welt vorgegaukelt; ein Leben, das er/sie sich immer erträumt hatte. Krypton wurde nie zerstört, weshalb Kal-El auf seiner Heimatwelt bleiben und dort eine Familie gründen konnte (übrigens fantastisch adapiert in Superman: The Animated Series!); ähnlich wie Kara, die dort gemeinsam mit ihrer Familie glücklich leben konnte. Wie Oliver mussten sich die beiden jedoch eingestehen, dass alles zu perfekt war, um wahr sein zu können und sie entschieden sich dafür, ihr ganz persönliches Paradies hinter sich zu lassen, um in der wirklichen Welt zu leben.

Diese Folge ist, wie weiter oben bereits erwähnt, in erster Linie ein Meilenstein für Arrow; die 100. Episode. Natürlich ist dies ein Grund zu feiern und viele altbekannte Gesichter kehren für dieses Anlass zurück, um einmal mehr ihre bekannten Parts aus den vergangenen Staffeln einzunehmen. Wir sehen Olivers Eltern wieder, treffen noch einmal Laurel und sehen, wie sich die Gruppe erneut gegen einstige Widersacher zur Wehr setzen muss. Die vielen alten Bekannten sowie die Art, wie mit all diesen lieb gewonnenen Figuren sowie der eigenen Geschichte umgegangen wird, ist wirklich einfach nur toll anzuschauen und jagte mir als Fan der ersten Stunde den einen oder anderen wohligen Schauer über den Rücken (speziell gegen Ende der Folge, bevor sie in die richtige Welt zurückkehren); es ist zwar äußerst schade, dass es nicht für immer so bleiben kann, wie in dieser künstlichen Realität, doch das Leben muss weitergehen und ich bin schon sehr gespannt darauf, was die Zukunft für Oliver und die anderen bereithält 🙂

 

Invasion Part 2

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Oliver und seine Freunde versuchen den Dominators zu entkommen

My whole life I’ve waited to see a sign of intelligence life. Now that I’ve seen it, they are not intelligent at all, they are just mean.

Während Oliver also gemeinsam mit Thea, Sara, Diggle und Ray versucht, der Illusion der Dominators zu entkommen, suchen ihre Freunde fieberhaft nach einer Möglichkeit, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen. Kara und Barry spielen in dieser Folge lediglich sehr kleine Parts, sie sind kaum zu sehen, haben jedoch die eine oder andere Szene zum Strahlen bekommen und fügen sich ansonsten harmonisch in das Geflecht des neuen Team-Arrow ein. Etwas mehr zu tun bekommen dafür Felicity und Diggle, die, gemeinsam mit Michael, ihre technischen Fertigkeiten ausspielen dürfen. Besonders Mr. Terrific freut sich wie ein kleines Kind, als er die Chance bekommt, mit Alien-Technologie arbeiten zu können, doch leider läuft anfangs nicht unbedingt alles rund. Ein Plan ist zwar schnell gefasst, nachdem Cisco mithilfe seiner Superkraft den Aufenthaltsort der anderen sehen konnte, doch zu wissen, dass sich Oliver und die anderen vermutlich an Bord eines Raumschiffs befinden hilft leider nicht, wenn sie nicht herausfinden können, wo sich besagtes Raumschiff versteckt. Nachdem sich Plan A mehr oder weniger in Luft auflöst beziehungsweise in die Luft fliegt, müssen sie sich anderweitig behelfen. Zum Glück können sie einen weiteren Teil außerirdischer Technologie ausfindig machen, den Wild Dog, zusammen mit Kara und Barry, beschaffen kann. Felicity und Cisco können wenig später den Aufenthaltsort von Oliver und den anderen bestimmen, doch sie staunen nicht schlecht als sie sehen, dass diese sich im Weltraum befinden. Ungefähr zeitgleich gelingt den anderen die Flucht vom Dominators-Schiff, ehe sie in letzter Sekunde von der Waverider gerettet werden. An Bord des Zeitschiffs erfahren sie dann auch, dass die Dominators eine besonders mächtige Waffe einsetzen wollen, doch was es genau damit auf sich hat, das erfahren wir leider erst im großen Finale des Crossover Events 😀

Arrows 100. Episode gelingt die feine Balance zwischen der Verbeugung vor seiner eigenen Vergangenheit sowie der nötigen Charakterentwicklung für die zentralen Figuren der Serie, speziell Oliver. Dieser musste sich in der aktuellen Staffel neuen Herausforderungen stellen und schien dabei gefühlt mehr Schritte zurück als vorwärts zu machen; er wirkte oft hart, kühl und verbittert. Seine Rolle als Anführer und Vaterfigur für sein neues Team schienen ihn deutlich zu beanspruchen, weshalb es schön ist, dass er sich nun endlich wieder auf das konzentriert, was ihm wirklich wichtig ist und man wieder mehr vom Menschen Oliver Queen sieht. Womöglich tat er in dieser Folge einen seiner letzten Schritte auf dem Weg zu dem Green Arrow, den wir aus den Comics kennen. Zu den tollen Charakter-Momenten kamen fein choreographierte Action-Szenen, berührende Momente sowie die Vorbereitung auf das große Finale.

DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #2: The Flash

Gestern Abend ging das große DC 4 Night Crossover in seine zweite Runde, doch unsere Helden sehen sich nicht nur mit der Invasion der Dominators, sondern ebenfalls mit den Auswirkungen von Barrys Taten konfrontiert.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Wie schon die gestrige Supergirl-Episode kann auch die aktuelle Folge von The Flash für sich alleine stehen. Natürlich ist die Gefahr durch die Dominators allgegenwärtig und die Teams von Arrow, Flash, den Legends sowie natürlich Supergirl bündeln ihre Kräfte, um die Alien-Invasion aufzuhalten, doch gleichzeitig wird ebenfalls die eigentliche Geschichte rund um Barry, Wally und Flashpoint weiter ausgebaut. Auffallend ist jedoch, dass die Storyline des Crossovers ganz klar mehr Zeit eingeräumt bekommt, als es in der gestrigen Episode der Fall war.

Invasion!

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Ein Dominator beobachtet Kara und ihre Freunde

Aliens?!

Wie der Titel dieser Episode (Invasion) bereits nahelegt steht der Angriff der Dominators natürlich im Zentrum des Geschehens; doch der Reihe nach. Als es bei Team-Flash mal wieder eine Diskussion bezüglich Wallys Kräften gibt erscheint auf einem Monitor die Warnung, ein Meteor stürze gerade über Central City ab. Barry rennt natürlich sofort los, doch was er an der Absturzstelle findet ist keineswegs ein Stück Gestein, sondern ein außerirdischen Raumschiff. Als er sich dem unbekannten Objekt nähert, wird er von einem Schutzschild zurückgeschleudert, nur um wenige Sekunden später Aliens an sich vorbeistürmen zu sehen, die vermutlich nichts Gutes im Schilde führen. Lyla erzählt Barry einige Zeit danach, diese Aliens haben bereits vor einigen Jahrzehnten die Erde besucht und da sie keinerlei friedliche Absichten hegen, nannte man sie Dominators. Schnell wird Barry und seinen Freunden klar, dass Geschwindigkeit alleine diesmal nicht ausreichen wird, um die Gefahr abzuwenden, weshalb Barry seine Freunde zusammentrommelt, um gegen die Dominators vorzugehen. So treffen bald Team-Arrow (Oliver, Diggle, Felicity, Thea), Team-Flash (Barry, Cisco, Caitlin, Iris, Wells) und einige der Legends (Ray, Martin, Jax, Sarah, Mick) aufeinander, um sich im Kampf gegen die Invasoren zu verbünden; doch nicht nur das. Barry versprach seinen Freunden, er werde ein Alien mitbringen, das gemeinsam mit ihnen kämpfen wird: Supergirl! Im Vorfeld dieses Zusammentreffens sehen wir, wie Barry und Cisco sich dafür bereit machen, durch verschiedene Welten des Multiverse zu springen, um Karas Erde zu finden. Interessant hierbei ist, dass wir nun endlich erfahren, auf welcher Erde Kara lebt, nämlich Erde-38. Dies ist in sofern eine ziemlich coole Information, da es sich hierbei um die sogenannte Generations-Erde handelt; auf dieser Erde stehen Superman sowie Batman im Mittelpunkt, die normal altern und Kinder bekommen. Vermutlich sollte man nicht allzu viel in diese Info hineininterpretieren, doch es ist nett, dass wir nun endlich wissen, wo im Multiverse Kara beheimatet ist.

Apropos Supergirl: Diese erzählt ihren neuen Team-Kameraden außerdem, sie habe bereits von den Dominators gehört, denn diese haben in ihrem Universum einmal Krypton angegriffen, konnten jedoch zurückgeschlagen werden. Barry wird zum Anführer des neuen Teams gewählt, hat jedoch anfangs noch einige Schwierigkeiten, sich in diese Rolle einzufügen. Um ihre Kräfte auszutesten und ihre Zusammenarbeit zu verbessern sollen sich die restlichen Teammitglieder erstmal mit Kara messen, die von Oliver den Rat bekommt, sich nicht zurückzuhalten; doch zum Glück tut sie genau das, denn sonst wäre es für den einen oder anderen sicherlich ziemlich unschön ausgegangen. Ein großer Pluspunkt dieser Episode ist generell die Dynamik zwischen den einzelnen Figuren; Melissa Benoist fügt sich hervorragend in den bereits etablierten Cast des „Arrowverse“ ein. Wenn Kara versucht die Namen ihrer neuen Freunde zu lernen, diese jedoch mit den Namen ihres jeweiligen Alter Ego antworten, Barry davon erzählt, wie Oliver ihn früher trainierte oder Mister Skepsis (Diggle) persönlich im Angesicht von Karas Kräften nur nüchtern sagt „Ich bin überzeugt“, dann kann man sich ein Lächeln nicht verkneifen. Als die Dominators den Großteil des Teams jedoch mittels Gedankenkontrolle gegen Barry und Oliver aufhetzen, müssen diese beweisen, dass sie selbst dieser Herausforderung gewachsen sind.

Post Flashpoint?

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Barry und Oliver stehen mit dem Rücken zur Wand

A war is coming, Captain Hunter and a some point you are going to be called back to Central City to fight it. So you need to know that while you and your team have been in the temporal zone, I made a choice that affected the timeline. As you know, whenever you alter the past those changes affect the present and get compounded in the future. When you return, you will be in the new timeline I created where everyone’s past and everyone’s future has been affected. Including yours. When you come back don’t trust anything or anyone. Not even me.

Neben der unmittelbar bevorstehenden Invasion der Dominators stehen außerdem die Auswirkungen von Barrys Zeitreise am Ende der zweiten Staffel im Mittelpunkt: Barry reiste in der Zeit zurück und rettete seine Mutter vor dem Reverse Flash, wodurch er eine neue Zeitlinie erschuf. In dieser sogenannten Flashpoint-Zeitlinie waren seine Eltern noch immer am Leben und er konnte endlich das Familienleben führen, das er sich immer wünschte, allerdings veränderte er nicht nur sein Leben, sondern ebenso die seiner Freunde; mehr noch, denn als er seinen Fehler bemerkte und diesen korrigieren wollte, erschuf Barry eine neue Zeitlinie. In Caitlyn erwachten daraufhin ihre Kräfte als Killer Frost, Ciscos Bruder ist tot und die einstige Freundschaft von Barry und Cisco liegt in Trümmern. Doch auch an anderen Mitgliedern des Teams gingen die Auswirkungen des Flashpoint nicht spurlos vorbei, denn Professor Stein hat nun eine bereits erwachsene Tochter, an die er jedoch keinerlei wirklich Erinnerungen hat, wohingegen Diggles Tochter Sarah nie geboren wurde. Speziell die Legends reagieren alles andere als erfreut darüber, dass Barry auf eigene Faust eine neue Realität erschaffen hat, denn bei ihren Reisen in der Waverider tun sie alles, um solche Veränderungen der Zeitlinie zu korrigieren. Als dann auch noch die obige Nachricht an die Öffentlichkeit kommt, in der ein Barry aus dem Jahre 2056 erzählt, man könne ihm beziehungsweise seinem jüngeren Gegenstück nicht vertrauen, droht die junge Allianz zu zerbrechen. Selbst Oliver, der sich für seinen Freund einsetzt und diesem später offenbart, er hätte genauso gehandelt, da er den Tod seiner Eltern ebenfalls nicht verhindern konnte, kann die Meinung seiner Freunde nicht verändern.

Der zweite Teil des 4 Night Crossover Events besticht mit wirklich tollen Effekten, speziell die Dominators sehen herrlich creepy aus, sowie einer glaubhaften wie sympathischen Dynamik des Casts. Die Action ist schnell und hart, die Kämpfe gut choreographiert und bei all den Auseinandersetzungen und dem zwischenmenschlichen Drama kommt auch der Humor nicht zu kurz. Ab und an war die Episode zwar etwas vorhersehbar (Freunde wenden sich gegeneinander ist leider kein allzu origineller Story-Kniff), doch darüber sieht man angesichts der Stärken dieser Folge gerne hinweg. Der gemeine Cliffhanger am Ende lässt einen zudem bereits begierig auf die nächste Episode warten 🙂

DC Donnerstag XXL – Heroes v Aliens #1: Supergirl

Lange mussten wir darauf warten, nun ist es endlich hier: Der erste Teil des heiß ersehnten 4 Night-Crossover-Events wurde vergangenen Abend in den USA ausgestrahlt. Diesmal braucht Barry die Hilfe seiner Freundin Kara Zor-El, doch ich greife vor.

Wie in meinen bisherigen „Reviews“ werde ich auch hier wieder etwas genauer auf den Inhalt der Episode eingehen, weshalb ich eine klare SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte!

Bevor man sich diese Episode von Supergirl ansieht, sollte einem klar sein, dass lediglich die letzten Augenblicke ein wirklicher Bestandteil des großen Crossovers sind. Primär dreht sich alles um Kara, ihre Freunde und Familie sowie ihre ganz persönlichen Probleme. In der letzten Woche wurde Kara überwältigt und musste hilflos dabei zusehen, wie Cadmus ihr eine Blutprobe abnahm; in der aktuellen Folge wurde nun enthüllt, was die zwielichtige Organisation mit Supergirls Blut im Schilde führt. Hank Hanshaw beziehungsweise Cyborg Superman drang in die Festung der Einsamkeit ein, wo er Karas Blut benutzte, um Informationen über ein geheimnisvolles kryptonisches Programm zu bekommen: Medusa. Hierbei handelt es sich um einen Virus, das gezielt Alien-DNS angreift. Cadmus will das Virus in eine Bio-Waffe verwandeln, um die Erde gezielt von allen Aliens zu säubern. Doch als hätten Kara und ihre Freunde damit noch nicht genug zu tun, erscheinen plötzlich an verschiedenen Orten in National City seltsame blaue Portale, die Kara Schlimmes erahnen lassen.

Vermächtnis

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Cyborg Superman in der Festung der Einsamkeit

The Luthors are pretty good actors. Or, well, sociopaths. Either way, they know how to fool people.

Eines der zentralen Themen der aktuellen Supergirl-Episode ist „Vermächtnis“. Worum handelt es sich dabei und was ist, wenn uns das Vermächtnis unserer Familie nicht gefällt? Kara wird im Laufe der Episode mit der Enthüllung konfrontiert, dass es ihr Vater war, der Projekt Medusa erschaffen hat und dass es sich dabei in Wahrheit um eine biologische Waffe handelt, die gezielt die DNS anderer Alien-Rassen attackiert. Ein Hologramm ihres Vaters erzählt ihr zwar, Medusa sei speziell für den Fall einer feindlichen Invasion Kryptons geschaffen worden, doch allein die Tatsache, ihr sonst immer so friedlich wirkender Vater sei für die Konstruktion seiner solch gefährlichen Waffe verantwortlich, macht Kara schwer zu schaffen. Sogar so schwer, dass sie allmählich daran zu zweifeln beginnt, ob ihre Eltern tatsächlich die guten Leute waren, für die sie sie immer gehalten hat; sollen Tod und Zerstörung tatsächlich alles sein, was ihre Eltern ihr hinterlassen haben? Doch auch Lena Luthor wird mit dem Vermächtnis ihrer Eltern, genauer dem ihrer Mutter, konfrontiert. Supergirl offenbart ihr, dass es Lenas Mutter ist, die in Wahrheit bei Cadmus die Fäden zieht und alle Aliens auf der Erde auslöschen will. Lena muss sich die Frage stellen, ob der beinahe schon wahnhafte Feldzug ihrer Familie gegen Aliens wirklich ihr einziges Vermächtnis sein und ob man sich letztendlich auch nur aufgrund dieser Taten an sie erinnern soll. Speziell Lena macht in dieser Episode eine sehr schöne Entwicklung durch und wird uns als ein starker Charakter präsentiert, die sich nun scheinbar wirklich aus dem Schatten ihrer Familie lösen kann, um ihren eigenen Weg zu gehen.

Enthüllungen und viel Gefühl

Medusa

Kara sorgt sich um Mon-El

So, it is a Denver’s family tradition that, before the meal, we go around and we say what we are thankful for.

Doch Apropos Enthüllungen; obwohl der Titel dieser Folge zwar Medusa lautet, hätte man sie ebenso gut auch Revelations nennen können, denn wie in der letztjährigen Thanksgiving-Episode kommen auch dieses Jahr wieder einige Geheimnisse ans Licht. Abgesehen von den beiden gerade schon erwähnten Offenbarungen gibt es natürlich noch weitere Geheimnisse, die andere Figuren sich von der Seele reden möchten. Seit einiger Zeit ist beispielsweise auch James als Verbrechensbekämpfer (Guardian) unterwegs, was er bisher jedoch noch nicht Kara gebeichtet hat. Während Winn und Alex versuchen, James von seinem Vorhaben abzuhalten, ist dieser nach wie vor fest dazu entschlossen. Doch auch Alex hütet nach wie vor ein Geheimnis, denn dass sie lesbisch ist hat sie mittlerweile zwar Kara gebeichtet, allerdings weiß ihre Mutter noch nichts vom kürzlichen Coming Out ihrer Tochter. Während James‘ Vorhaben ziemlich schnell im Sande verläuft, führt Alex‘ Plan zu einem wirklich Herz erwärmenden Mutter-Tochter-Moment, in dem Eliza Alex sagte, sie werde immer für sie da sein und sie unterstützen.

Die aktuelle Supergirl-Episode konnte also vor allem mit sehr viel Herz punkten, doch auch der Humor und die Action kamen nicht zu kurz. Gerade die Kämpfe sehen nach wie vor sehr gut aus und allein hierfür scheint sich der Sender-Wechsel gelohnt zu haben. Die Kämpfe wirken endlich deutlich dynamischer und auch die Effekte bewegen sich auf einem konstant guten Niveau. Wenn man dieser Folge jedoch eines vorwerfen könnte, dann, dass sie auf sehr sicheren Bahnen wandelt, was die Geschichte ab und an leider ziemlich vorhersehbar macht. Doch dank der nach wie vor tollen Chemie des Casts sowie einigen wirklich schönen Momente verzeiht man diese kleine Schwäche sehr gerne.

Unerwartete Besucher

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Kara trifft Barry und Cisco

Eingangs erwähnte ich bereits kurz seltsame blaue Portale, die ab und an in National City auftauchen. Ganz am Ende wird das Geheimnis gelüftet, wer hinter diesen Erscheinungen steckt: Barry und Cisco, die das Multiverse absuchen, um Kara um Hilfe zu bitten. Bereits im Vorfeld des Crossover-Events wurde von den Verantwortlichen gesagt, Supergirl als Serie spiele eine eher untergeordnete Rolle bei der anstehenden Verteidigung der Erde, doch zumindest nimmt hier alles seinen Anfang. Wir wissen natürlich bereits, dass eine Alien-Rasse namens Dominators Barrys Erde angreift, weshalb dieser jede Hilfe braucht, die er kriegen kann. Barry und Cisco wollen also nun Kara bitten, ihnen und ihren Freunden im Kampf gegen die Alien-Invasoren beizustehen, um ihre Welt vor dem drohenden Untergang zu retten. Mit Barrys Bitte endet dann auch leider diese Episode, doch schon morgen (beziehungsweise heute) geht es in The Flash weiter 🙂

DC Donnerstag mit Supergirl – Meine Meinung zum Start von Staffel 2

Mit einer „kleinen“ Verspätung kommt nun doch noch wie versprochen mein Artikel zum Auftakt der zweiten Staffel von Supergirl, die nun bei The CW auf Verbrecherjagd gehen darf. Und soviel sei bereits vorab verraten: Die Staffel-Premiere macht definitiv Lust auf mehr.

Supergirls erste Staffel hatte mit einigen dramaturgischen sowie inszenatorischen Schwächen zu kämpfen, doch ein sympathischer Cast, allen voran Melissa Benoist als Kara Zor-El/Supergirl, und die optimistische Grundstimmung der Serie standen auf der Habenseite. Staffel 1 endete zudem mit einem ziemlich gemeinen Cliffhanger, der nun, zu Beginn der zweiten Staffel, aufgegriffen, jedoch noch nicht aufgelöst wird.

Ein neuer Anfang

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Supergirl

Nach dem Finale der ersten Staffel hat sich die Lage in National City mittlerweile wieder etwas beruhigt, doch gleichzeitig haben sich einige Dinge verändert. Kara muss zu ihrer Verwunderung feststellen, dass das DEO einen Stützpunkt mitten in National City besitzt und auch das Personal der Behörde hat Zuwachs bekommen, denn Karas Freund Winn arbeitet nun, gemeinsam mit Alex und Hank/Martian Manhunter, für die Behörde. Doch auch für Kara selbst stehen viele Veränderungen ins Haus, denn Cat legt ihr nahe, sich beruflich umzuorientieren und auch die sich langsam entwickelnde Beziehung mit James wird zu einer richtigen Herausforderung. Darüberhinaus stattet auch ihr Cousin Superman der Stadt einen Besuch ab und Lex Luthors kleine Schwester Lena zog es ebenfalls nach National City, um den lädierten Ruf ihrer Familie wieder zu begradigen. Doch im Hintergrund scheint bereits eine ganz andere Kraft ihre Pläne zu schmieden, die Kara und ihren Freunden noch viele Probleme bereiten dürfte.

Nicht wenige dürften sich gefragt haben, ob und falls wie sich der Wechsel von CBS zu The CW auf die Serie auswirken wird und jene, die sich diesbezüglich Sorgen gemacht haben sollten, kann ich beruhigen: Supergirl funktioniert auch beim neuen Sender sehr gut und sieht, meiner Meinung nach, sogar besser aus denn je. Natürlich kann The CW nicht ähnlich viel Geld in die Effekte investieren, wie es CBS vergangene Season tun konnte, doch die Effekte sehen gut aus und bewegen sich in etwa auf einem Niveau mit denen anderer Serien wie The Flash oder DC’s Legends of Tomorrow. Doch die sicherlich weitaus größere Frage war, wie würde sich Superman in das Charaktergeflecht der Serie einfügen und könnte er dies tun, ohne dabei die anderen Figuren zu überstrahlen?

Von Metropolis nach National City

Supergirl --

Clark und Kara

Nach Brandon Routh (Superman Returns), Tom Welling (Smallville) und Henry Cavill (Man of Steel, Batman v Superman) ist es nun an Tyler Hoechlin, den Mann aus Stahl im 21. Jahrhundert zu verkörpern, doch angesichts der ersten veröffentlichten Promo-Bilder war ich nicht unbedingt ein großer Fan dieser Idee. Besonders im Vergleich zu Cavill, der Superman im DCEU auf der großen Leinwand verkörpert, wirkt Hoechlin doch sehr schmächtig und auf den ersten Blick beinahe zu unscheinbar, um den Vater der modernen Superhelden zu spielen. Meine Zweifel haben sich mit der ersten Episode jedoch beinahe gänzlich in Luft aufgelöst, denn wie schon bei Benoist als Supergirl ist es Hoechlins Darstellung Supermans, welche die optischen Unterschiede schnell vergessen macht. Wem Cavills Superman im Kino-Universum zu ernst, nachdenklich und düster ist, der dürfte mit Hoechlins Verkörperung des Mannes aus Stahls vermutlich das bekommen, was er sich wünscht: Superman, wie wir ihn aus den Comics kennen und beinahe möchte ich sagen, dass fast Erinnerungen an Christopher Reeves Superman aufkommen. Es war ein wahrer Glücksgriff Berlantis, die Warner Bros.-Bosse von der Integrierung Supermans in die Serie überzeugen zu können, denn obwohl man merkt, welche Ehrfurcht jeder vor ihm zu haben scheint, so ist es doch speziell die Chemie zwischen Hoechlin und Benoist, die sich hervorragend in die Serie einbettet und jederzeit von beiden glaubhaft vermittelt wird. Dies beginnt bei kleinen Nicklichkeiten, etwa wenn Kara erzählt, dass sie Superman früher die Windeln gewechselt hat, über sehr intime Momente, wenn Clark seiner Cousine einen persönlichen Rat gibt, bis hin zur Unterstützung im Kampf für das Gute; Hoechlins Superman ist definitiv ein Gewinn für die Serie sowie eine harmonische Erweiterung des ohnehin schon sympathischen Casts.

Doch auch die bereits etablierten Figuren sind natürlich weiterhin dabei und machen dort weiter, wo sie in der vorangegangenen Staffel aufgehört hatten. Alex ist somit noch immer auf der Suche nach ihrem Vater, Hank will die Erde beschützen (und hat ein sehr persönliches Problem mit Superman) und Cat macht ihrer neuen Assistentin ordentlich Dampf, während sie gleichzeitig versucht, Kara dabei zu unterstützen, ihren eigenen beruflichen Weg weiter zu beschreiten. Cat ist es hier auch einmal mehr, die das Geschehen mit ihren herrlich bissigen Kommentaren auflockert und Kara dazu ermutigt, immer wieder ihre Grenzen auszuloten, weshalb diese letztendlich den Entschluss fasst wie ihr Cousin eine Reporterin zu werden. Doch bis zu dieser Entscheidung war es ein langer Weg, denn Kara musste sich erst darüber klar werden, was sie wirklich will und welche Dinge womöglich doch keinen Platz in ihrem Leben haben. So kommt es ebenfalls dazu, dass Kara und James ihre noch recht junge Beziehung beenden, bevor diese richtig begonnen hat. Diese Entscheidung empfinde ich als nur konsequent, denn obwohl die Chemie zwischen den beiden gut ist, so nahm man ihnen das verliebte Paar doch nie wirklich ab und oftmals erweisen sich gerade solche recht halbherzigen Romanzen in einer Serie letztendlich als ein Klotz am Bein, der oftmals zu spät entsorgt wird.

Mein kleines Fazit:

Wenn man dieser Episode eines vorwerfen könnte, dann wäre es, dass sie meist doch ziemlich vorhersehbar ist und lieber auf bekannten Pfaden wandelt, statt wirklich neue Wege zu gehen, doch dies ist Kritik auf einem sehr hohen Niveau, denn die Episode als solche funktioniert hervorragend und wenn es der Serie gelingen sollte, dieses Niveau über ihren gesamten Verlauf zu halten, dann dürfte sie endlich ihr ganzes Potenzial nutzen, welches bisher meist lediglich unter der Oberfläche schlummerte 🙂

DC Donnerstag mit Supergirl – Meine Meinung zum Superhelden-Crossover mit The Flash

Ende März diesen Jahres hatten Comic-Fans einen ganz besonderen Grund zur Freude, denn die beiden DC-Helden Supergirl und The Flash vereinten ihre Kräfte, um einer neuen Bedrohung entgegenzutreten.

Mehrere Monate wurde über ein Crossover zwischen den Serien Supergirl und The Flash spekuliert bis die Verantwortlichen der CBS-Serie schließlich grünes Licht gaben und ein Zusammentreffen mit The CWs The Flash gestatteten. Als Hommage an World’s Finest #199 aus dem Jahre 1970, in dem sich Superman und Flash ein Rennen um die Erde liefern, wurde diese Episode Worlds Finest genannt und soviel sei verraten: Am Ende dieser Folge gibt es auch hier ein kleines Wettrennen zwischen Supergirl und Flash.

Ich werde versuchen Spoiler zu den vorangegangenen Episoden von Supergirl (Staffel 1) und The Flash (Staffel 2) weitestgehend zu vermeiden, doch an der einen oder anderen Stelle werde ich vermutlich nicht darum herumkommen, weshalb ich hier eine kleine SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte.

Worum geht es in Worlds Finest?

In Karas ehemaliger Kollegin und Konkurrentin Siobhan Smythe erwachten am Ende der letzten Episode ungeahnte Kräfte, die sie, nach kurzem anfänglichem Zögern, dazu nutzen will, um sich an Cat Grant und Kara zu rächen. Da sie jedoch ahnt, dass Supergirl ihren Plan durchkreuzen könnte, befreit Siobhan die vom D.E.O. eingesperrte Livewire aus ihrem Gefängnis, um sich mit ihr zu verbünden, da diese ebenfalls noch eine Rechnung mit Supergirl und Cat offen hat. Nach ihrer Verwandlung in Silver Banshee erscheint Siobhan bei CatCo, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Dabei katapultiert sie Kara aus dem Fenster des CatCo-Hochhauses, doch bevor Kara auf der Erde aufschlägt, erscheint Flash, der mit einem Wurmloch Karas Welt erreicht, und rettet ihr Leben. Kara meint, dass eine Rettung nicht nötig gewesen wäre und Barry staunt nicht schlecht, als sie wenige Sekunden später davonfliegt. Barry folgt ihr und als Kara erkennt, mit was für einer Geschwindigkeit Barry sich bewegt, führen beide eine kurze Unterhaltung, in der Barry feststellt, dass er nicht mehr auf seiner Erde sein kann. Supergirl und Flash beschließen daraufhin zusammenzuarbeiten, um einmal Silver Banshee aufzuhalten und außerdem einen Weg zu finden, um Barry zurück auf seine Erde zu bringen.

Easter Egg #1: Cat erfährt schnell, dass ein neuer Superheld in National City ist und will diesem, wie schon Kara vorher, einen Namen geben. Dabei entscheidet sie sich, trotz eines Gegenvorschlags von Barry, für „Der Fleck“. Eine nette kleine Anspielung an The CWs Serie Smallville, in der Clark ebenfalls eine Zeit lang unter diesem Namen bekannt war.

Ist das Crossover geglückt?

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Kara und Barry kurz vor ihrem Rennen

Der Plan eines Crossovers dieser beiden Serien stand schon länger im Raum, sollte jedoch ursprünglich für die zweite Season von Supergirl aufgehoben werden. Nachdem die Meldungen über ein mögliches Zusammentreffen dieser beiden Superhelden-Serien jedoch immer größere Kreise zog und die Fans von dieser Idee begeistert schienen, entschlossen sich die Verantwortlichen der beiden Serien, diese Pläne vorzuverlegen und die Episode Worlds Finest war geboren. Flash sollte dabei die Rolle eines „Veteranen“ zukommen, der Kara mit seinen Erfahrungen als Superheld weiterhelfen könnte, ähnlich wie man es bereits beim Crossover zwischen Arrow und The Flash handhabte, wo Oliver Queen diese Rolle zukam.

Im Laufe der Folge wird nicht erklärt, wie Barry genau auf Karas Erde kam, doch da Flash auf seiner Erde Probleme mit Zoom hat und seine Geschwindigkeit trainiert, um schneller zu werden, wäre es möglich, dass Barry bei einer seiner Trainingseinheiten eine Art Portal öffnete und so von seiner Erde auf Karas gelangte. Ein Hinweis darauf wäre auch die Vorrichtung, die Barry bei seiner Ankunft auf seiner Brust trug, die verdächtig an den Tachionen-Generator des Reverse Flash erinnert, der damit Energie aus der Speed Force sammelte, um seine eigene Geschwindigkeit zu erhöhen. Um welche Erde es sich bei Supergirls Welt genau handelt wurde zwar nicht bekanntgegeben, doch es wurde bestätigt, dass es weder Erde-2, noch Erde-3 ist, sondern eine Erde mit einer unbekannten Nummer.

Nun jedoch zurück zur eben formulierten Frage, die ich mit einem ja beantworten kann. Ja, das Crossover als solches ist geglückt und das hat, meiner Meinung nach, gleich mehrere Gründe.

Einmal liegt es an der Stimmung dieser beiden Serien. Gerade im Vergleich mit Formaten wie Arrow, Gotham oder dem vergangenes Jahr eingestellten Constantine, ist die Grundstimmung bei Flash und Supergirl deutlich optimistischer. Beide Serien zeigen, dass Helden nicht ständig von Selbstzweifeln geplagt und ihren inneren Dämonen zerfressen werden müssen, sondern dass es sogar Spaß machen kann, ein Superheld beziehungsweise eine Superheldin zu sein. Auch die Chemie zwischen den Darstellern ist nahezu perfekt und es scheint fast so, als wäre Grant Gustins Barry Allen ein Teil dieser für ihn fremden Welt. Besonders das Zusammenspiel mit Melissa Benoists Supergirl ist herrlich schön anzusehen und kommt in einigen Szenen wirklich charmant zur Geltung. Etwa, wenn Barry Kara und ihren Freunden seine Geschwindigkeit demonstriert und ihnen blitzschnell ein Eis holt. Karas euphorisches „YES!“ passt dabei wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

Doch auch auf emotionaler Ebene weiß diese Episode zu überzeugen. So kann Barry Kara mit seinen eigenen Erfahrungen weiterhelfen. In der vorletzten Supergirl-Folge Falling wurde Kara rotem Kryptonit ausgesetzt, welches ihre schlechten Charaktereigenschaften verstärkte und sie dazu trieb, vielen Menschen Leid zuzufügen. So gab es nicht nur einen Bruch mit einigen ihrer Freunde, sondern sie verlor ebenfalls das Vertrauen der Menschen von National City. Barry erzählt ihr, dass er in seiner Welt ähnliche Erfahrungen machte und solche Dinge Zeit brauchen, um wieder in Ordnung zu kommen. Die Menschen würden erkennen, dass Kara ihnen nichts Böses will und ihr ihre Taten irgendwann verzeihen. Tatsächlich geschah gegen Ende dieser Episode genau das: Im finalen Kampf zwischen Supergirl, Flash, Silver Banshee und Livewire stellten sich die Menschen schützend vor Kara, nachdem diese bereit war für sie ihr Leben zu geben. Eine ähnliche Entwicklung habe ich zwar seit dem Ende von Falling bereits erwartet und die Art und Weise wie es umgesetzt wurde ist auch wirklich nicht schlecht, sondern, im Gegenteil, recht schön anzuschauen, doch es fühlt sich ein wenig überstürzt an und hätte etwas mehr Zeit benötigt. Vertrauen will verdient sein und wenn es einmal einen Bruch bekommt, kann dieser nicht von heute auf morgen wieder behoben werden. Auch andere Dinge, etwa die teils zu „netten“ Dialoge („You need a Make-Over“) ziehen die Folge an der einen oder anderen Stelle etwas nach unten, da gerade dort etwas mehr Ernsthaftigkeit nötig gewesen wäre. Doch abgesehen von diesen kleinen Fehlern gibt es, zumindest für mich, nichts an dieser Episode auszusetzen und Supergirl vermag es somit das durchweg hohe Niveau der vorangegangenen Episoden zu halten.

Easter Egg #2: Barry versucht Kara und ihren Freunden das Konzept des Multiversums zu erklären und sagt, dass es eine schier unendliche Anzahl von Erden gibt, die sich mal mehr und mal weniger voneinander unterscheiden. Die Frage, ob es eine Erde mit lautet böser Doppelgänger gäbe, kommentiert Barry mit „I’ve been there. It sucks!“

Ein Gegenentwurf zu Batman v Superman?

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Batman v Superman: Dawn of Justice – Das offizielle Filmplakat

Da dieses Crossover nur kurze Zeit nach dem Kinostart von Batman v Superman: Dawn of Justice ausgestrahlt wurde, in dem ebenfalls zwei Comic-Größen aufeinander treffen, gibt es natürlich gewisse Parallelen, doch ebenso Unterschiede hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Treffen umgesetzt wurden, auf die ich noch kurz eingehen möchte. Beide Aufeinandertreffen wurden exzessiv von Warner Bros. beworben, doch im Gegensatz zum Giganten-Treffen auf der Kinoleinwand, drangen beim TV-Crossover verhältnismäßig weniger Szene ans Licht, sodass es noch genug Überraschungen und schöne Momente (bezüglich der gemeinsamen Szenen) für die Fans gibt und die Vorfreude nicht sonderlich stark getrübt wird.

Auch hinsichtlich des Stils beziehungsweise der Atmosphäre gibt es deutliche Unterschiede. Die Filme setzen, wie Zack Snyder gerne betont, auf einen bewusst düsteren und härteren Ton als die TV-Serien. Ehrlich gesagt gibt es, mit Ausnahme von Arrow und Gotham vielleicht, keine DC-Serie, die dem Stil des Film-Universums wirklich nahe kommt. Dieser Optimismus, der Supergirl und Flash auszeichnet, ist dabei ein angenehmer Gegenpol zur Tragik und Düsternis der DC-Filme, was auch ein Grund war Grant Gustin nicht als Flash für Batman v Superman zu besetzen: The CWs Flash ist schlicht zu positiv und optimistisch, um im düsteren Film-Universum bestehen zu können.

Die Art und Weise, wie es zur Zusammenarbeit der Helden kommt, wäre ein weiterer Unterschied zwischen beiden Crossovers. Wo bei Batman v Superman sowohl die Zusammenarbeit der beiden Hauptfiguren als auch die Gründung der Justice League aus einer Tragödie heraus erwachsen und es kaum ein gegenseitiges Verstehen der Figuren gab, so zeigt sich bei Supergirl und Flash, dass selbst eine Kooperation zwischen zwei Universen funktionieren kann. Hier gibt es kein Misstrauen, keine Rivalität, sondern stattdessen sofort eine gewisse Art von Verbindung und Chemie.

Kara befindet sich zum Zeitpunkt von Barrys Ankunft in einer ähnlichen Situation wie ihr Film-Cousin. Beide haben das Vertrauen vieler Menschen verloren und hadern mit den Konsequenzen ihrer Taten. Doch wo Superman immer noch in einer Identitätskrise steckt und weder weiß, wer er ist, noch wer er sein muss, um auf der Welt etwas zu bewirken, erweist sich Barry in dieser Situation für Kara als Stütze und versucht ihr Wege aufzuzeigen, wie die Menschen wieder Vertrauen in sie und ihre Taten finden könnten.

Superhelden-Geschichten müssen nicht unbedingt „humorvoll“ und „leichtfüßig“ sein, um Erfolg zu haben, Watchmen und auch die The Dark Knight-Trilogie sind dafür gute Beispiele, doch es sollte, besonders für Fans, Spaß machen, diesen Figuren dabei zuzusehen wie sie gemeinsam Abenteuer erleben. Und genau das macht Supergirls Worlds Finest: Spaß. Es ist eine in vielerlei Hinsicht sehr gut gelungene Crossover-Episode zwischen zwei Serien, deren Helden zeigen, dass es tatsächlich Spaß machen kann, wenn man als Superheld versucht den Tag zu retten und das ist etwas, was ich an dieser Folge sehr genossen habe 🙂

Das war meine Meinung zum Crossover von Supergirl und The Flash, doch wie fandet ihr diese Episode? Nächste Woche steht übrigens bereits der fünfte und letzte Teil meiner kleinen Supergirl-Reihe an, in dem ich euch eine „Review“ zum Auftakt der zweiten Supergirl-Season schreiben möchte 😉