DC Donnerstag mit Supergirl – Meine Meinung zum Superhelden-Crossover mit The Flash

Ende März diesen Jahres hatten Comic-Fans einen ganz besonderen Grund zur Freude, denn die beiden DC-Helden Supergirl und The Flash vereinten ihre Kräfte, um einer neuen Bedrohung entgegenzutreten.

Mehrere Monate wurde über ein Crossover zwischen den Serien Supergirl und The Flash spekuliert bis die Verantwortlichen der CBS-Serie schließlich grünes Licht gaben und ein Zusammentreffen mit The CWs The Flash gestatteten. Als Hommage an World’s Finest #199 aus dem Jahre 1970, in dem sich Superman und Flash ein Rennen um die Erde liefern, wurde diese Episode Worlds Finest genannt und soviel sei verraten: Am Ende dieser Folge gibt es auch hier ein kleines Wettrennen zwischen Supergirl und Flash.

Ich werde versuchen Spoiler zu den vorangegangenen Episoden von Supergirl (Staffel 1) und The Flash (Staffel 2) weitestgehend zu vermeiden, doch an der einen oder anderen Stelle werde ich vermutlich nicht darum herumkommen, weshalb ich hier eine kleine SPOILER-WARNUNG aussprechen möchte.

Worum geht es in Worlds Finest?

In Karas ehemaliger Kollegin und Konkurrentin Siobhan Smythe erwachten am Ende der letzten Episode ungeahnte Kräfte, die sie, nach kurzem anfänglichem Zögern, dazu nutzen will, um sich an Cat Grant und Kara zu rächen. Da sie jedoch ahnt, dass Supergirl ihren Plan durchkreuzen könnte, befreit Siobhan die vom D.E.O. eingesperrte Livewire aus ihrem Gefängnis, um sich mit ihr zu verbünden, da diese ebenfalls noch eine Rechnung mit Supergirl und Cat offen hat. Nach ihrer Verwandlung in Silver Banshee erscheint Siobhan bei CatCo, um ihren Plan in die Tat umzusetzen. Dabei katapultiert sie Kara aus dem Fenster des CatCo-Hochhauses, doch bevor Kara auf der Erde aufschlägt, erscheint Flash, der mit einem Wurmloch Karas Welt erreicht, und rettet ihr Leben. Kara meint, dass eine Rettung nicht nötig gewesen wäre und Barry staunt nicht schlecht, als sie wenige Sekunden später davonfliegt. Barry folgt ihr und als Kara erkennt, mit was für einer Geschwindigkeit Barry sich bewegt, führen beide eine kurze Unterhaltung, in der Barry feststellt, dass er nicht mehr auf seiner Erde sein kann. Supergirl und Flash beschließen daraufhin zusammenzuarbeiten, um einmal Silver Banshee aufzuhalten und außerdem einen Weg zu finden, um Barry zurück auf seine Erde zu bringen.

Easter Egg #1: Cat erfährt schnell, dass ein neuer Superheld in National City ist und will diesem, wie schon Kara vorher, einen Namen geben. Dabei entscheidet sie sich, trotz eines Gegenvorschlags von Barry, für „Der Fleck“. Eine nette kleine Anspielung an The CWs Serie Smallville, in der Clark ebenfalls eine Zeit lang unter diesem Namen bekannt war.

Ist das Crossover geglückt?

supergirl-the-flash-die-beiden-helden-liefern-sich-ein-rennen

Kara und Barry kurz vor ihrem Rennen

Der Plan eines Crossovers dieser beiden Serien stand schon länger im Raum, sollte jedoch ursprünglich für die zweite Season von Supergirl aufgehoben werden. Nachdem die Meldungen über ein mögliches Zusammentreffen dieser beiden Superhelden-Serien jedoch immer größere Kreise zog und die Fans von dieser Idee begeistert schienen, entschlossen sich die Verantwortlichen der beiden Serien, diese Pläne vorzuverlegen und die Episode Worlds Finest war geboren. Flash sollte dabei die Rolle eines „Veteranen“ zukommen, der Kara mit seinen Erfahrungen als Superheld weiterhelfen könnte, ähnlich wie man es bereits beim Crossover zwischen Arrow und The Flash handhabte, wo Oliver Queen diese Rolle zukam.

Im Laufe der Folge wird nicht erklärt, wie Barry genau auf Karas Erde kam, doch da Flash auf seiner Erde Probleme mit Zoom hat und seine Geschwindigkeit trainiert, um schneller zu werden, wäre es möglich, dass Barry bei einer seiner Trainingseinheiten eine Art Portal öffnete und so von seiner Erde auf Karas gelangte. Ein Hinweis darauf wäre auch die Vorrichtung, die Barry bei seiner Ankunft auf seiner Brust trug, die verdächtig an den Tachionen-Generator des Reverse Flash erinnert, der damit Energie aus der Speed Force sammelte, um seine eigene Geschwindigkeit zu erhöhen. Um welche Erde es sich bei Supergirls Welt genau handelt wurde zwar nicht bekanntgegeben, doch es wurde bestätigt, dass es weder Erde-2, noch Erde-3 ist, sondern eine Erde mit einer unbekannten Nummer.

Nun jedoch zurück zur eben formulierten Frage, die ich mit einem ja beantworten kann. Ja, das Crossover als solches ist geglückt und das hat, meiner Meinung nach, gleich mehrere Gründe.

Einmal liegt es an der Stimmung dieser beiden Serien. Gerade im Vergleich mit Formaten wie Arrow, Gotham oder dem vergangenes Jahr eingestellten Constantine, ist die Grundstimmung bei Flash und Supergirl deutlich optimistischer. Beide Serien zeigen, dass Helden nicht ständig von Selbstzweifeln geplagt und ihren inneren Dämonen zerfressen werden müssen, sondern dass es sogar Spaß machen kann, ein Superheld beziehungsweise eine Superheldin zu sein. Auch die Chemie zwischen den Darstellern ist nahezu perfekt und es scheint fast so, als wäre Grant Gustins Barry Allen ein Teil dieser für ihn fremden Welt. Besonders das Zusammenspiel mit Melissa Benoists Supergirl ist herrlich schön anzusehen und kommt in einigen Szenen wirklich charmant zur Geltung. Etwa, wenn Barry Kara und ihren Freunden seine Geschwindigkeit demonstriert und ihnen blitzschnell ein Eis holt. Karas euphorisches „YES!“ passt dabei wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge.

Doch auch auf emotionaler Ebene weiß diese Episode zu überzeugen. So kann Barry Kara mit seinen eigenen Erfahrungen weiterhelfen. In der vorletzten Supergirl-Folge Falling wurde Kara rotem Kryptonit ausgesetzt, welches ihre schlechten Charaktereigenschaften verstärkte und sie dazu trieb, vielen Menschen Leid zuzufügen. So gab es nicht nur einen Bruch mit einigen ihrer Freunde, sondern sie verlor ebenfalls das Vertrauen der Menschen von National City. Barry erzählt ihr, dass er in seiner Welt ähnliche Erfahrungen machte und solche Dinge Zeit brauchen, um wieder in Ordnung zu kommen. Die Menschen würden erkennen, dass Kara ihnen nichts Böses will und ihr ihre Taten irgendwann verzeihen. Tatsächlich geschah gegen Ende dieser Episode genau das: Im finalen Kampf zwischen Supergirl, Flash, Silver Banshee und Livewire stellten sich die Menschen schützend vor Kara, nachdem diese bereit war für sie ihr Leben zu geben. Eine ähnliche Entwicklung habe ich zwar seit dem Ende von Falling bereits erwartet und die Art und Weise wie es umgesetzt wurde ist auch wirklich nicht schlecht, sondern, im Gegenteil, recht schön anzuschauen, doch es fühlt sich ein wenig überstürzt an und hätte etwas mehr Zeit benötigt. Vertrauen will verdient sein und wenn es einmal einen Bruch bekommt, kann dieser nicht von heute auf morgen wieder behoben werden. Auch andere Dinge, etwa die teils zu „netten“ Dialoge („You need a Make-Over“) ziehen die Folge an der einen oder anderen Stelle etwas nach unten, da gerade dort etwas mehr Ernsthaftigkeit nötig gewesen wäre. Doch abgesehen von diesen kleinen Fehlern gibt es, zumindest für mich, nichts an dieser Episode auszusetzen und Supergirl vermag es somit das durchweg hohe Niveau der vorangegangenen Episoden zu halten.

Easter Egg #2: Barry versucht Kara und ihren Freunden das Konzept des Multiversums zu erklären und sagt, dass es eine schier unendliche Anzahl von Erden gibt, die sich mal mehr und mal weniger voneinander unterscheiden. Die Frage, ob es eine Erde mit lautet böser Doppelgänger gäbe, kommentiert Barry mit „I’ve been there. It sucks!“

Ein Gegenentwurf zu Batman v Superman?

supergirl-the-flash-ein-gegenentwurf-zu-batman-v-superman

Batman v Superman: Dawn of Justice – Das offizielle Filmplakat

Da dieses Crossover nur kurze Zeit nach dem Kinostart von Batman v Superman: Dawn of Justice ausgestrahlt wurde, in dem ebenfalls zwei Comic-Größen aufeinander treffen, gibt es natürlich gewisse Parallelen, doch ebenso Unterschiede hinsichtlich der Art und Weise, wie diese Treffen umgesetzt wurden, auf die ich noch kurz eingehen möchte. Beide Aufeinandertreffen wurden exzessiv von Warner Bros. beworben, doch im Gegensatz zum Giganten-Treffen auf der Kinoleinwand, drangen beim TV-Crossover verhältnismäßig weniger Szene ans Licht, sodass es noch genug Überraschungen und schöne Momente (bezüglich der gemeinsamen Szenen) für die Fans gibt und die Vorfreude nicht sonderlich stark getrübt wird.

Auch hinsichtlich des Stils beziehungsweise der Atmosphäre gibt es deutliche Unterschiede. Die Filme setzen, wie Zack Snyder gerne betont, auf einen bewusst düsteren und härteren Ton als die TV-Serien. Ehrlich gesagt gibt es, mit Ausnahme von Arrow und Gotham vielleicht, keine DC-Serie, die dem Stil des Film-Universums wirklich nahe kommt. Dieser Optimismus, der Supergirl und Flash auszeichnet, ist dabei ein angenehmer Gegenpol zur Tragik und Düsternis der DC-Filme, was auch ein Grund war Grant Gustin nicht als Flash für Batman v Superman zu besetzen: The CWs Flash ist schlicht zu positiv und optimistisch, um im düsteren Film-Universum bestehen zu können.

Die Art und Weise, wie es zur Zusammenarbeit der Helden kommt, wäre ein weiterer Unterschied zwischen beiden Crossovers. Wo bei Batman v Superman sowohl die Zusammenarbeit der beiden Hauptfiguren als auch die Gründung der Justice League aus einer Tragödie heraus erwachsen und es kaum ein gegenseitiges Verstehen der Figuren gab, so zeigt sich bei Supergirl und Flash, dass selbst eine Kooperation zwischen zwei Universen funktionieren kann. Hier gibt es kein Misstrauen, keine Rivalität, sondern stattdessen sofort eine gewisse Art von Verbindung und Chemie.

Kara befindet sich zum Zeitpunkt von Barrys Ankunft in einer ähnlichen Situation wie ihr Film-Cousin. Beide haben das Vertrauen vieler Menschen verloren und hadern mit den Konsequenzen ihrer Taten. Doch wo Superman immer noch in einer Identitätskrise steckt und weder weiß, wer er ist, noch wer er sein muss, um auf der Welt etwas zu bewirken, erweist sich Barry in dieser Situation für Kara als Stütze und versucht ihr Wege aufzuzeigen, wie die Menschen wieder Vertrauen in sie und ihre Taten finden könnten.

Superhelden-Geschichten müssen nicht unbedingt „humorvoll“ und „leichtfüßig“ sein, um Erfolg zu haben, Watchmen und auch die The Dark Knight-Trilogie sind dafür gute Beispiele, doch es sollte, besonders für Fans, Spaß machen, diesen Figuren dabei zuzusehen wie sie gemeinsam Abenteuer erleben. Und genau das macht Supergirls Worlds Finest: Spaß. Es ist eine in vielerlei Hinsicht sehr gut gelungene Crossover-Episode zwischen zwei Serien, deren Helden zeigen, dass es tatsächlich Spaß machen kann, wenn man als Superheld versucht den Tag zu retten und das ist etwas, was ich an dieser Folge sehr genossen habe 🙂

Das war meine Meinung zum Crossover von Supergirl und The Flash, doch wie fandet ihr diese Episode? Nächste Woche steht übrigens bereits der fünfte und letzte Teil meiner kleinen Supergirl-Reihe an, in dem ich euch eine „Review“ zum Auftakt der zweiten Supergirl-Season schreiben möchte 😉

Advertisements

DC Donnerstag mit Supergirl – Über eine sympathische Heldin und dramaturgische Schwächen

Vergangenes Jahr startete auf dem US-Sender CBS die erste Staffel der DC Comics-Adaption Supergirl im TV. Anfangs konnte die Serie mit starken Quoten begeistern und auch Hauptdarstellerin Melissa Benoist wurde von der Fan-Gemeinde wohlwollend als Kara Zor-El/Supergirl aufgenommen.

Die erste Staffel von Supergirl erzählt die Geschichte von Kara Danvers beziehungsweise Kara Zor-El, Supermans älterer Cousine, die ebenfalls der Zerstörung ihres Heimatplaneten Krypton entkommen und auf die Erde fliehen konnte. Dort wurde sie von ihrem mittlerweile erwachsenem Cousin gefunden und in die Obhut der Danvers gegeben, die auf Kara aufpassen sollten. Viele Jahre später war Kara jedoch gezwungen, ihre Kräfte einzusetzen und sich der Welt zu offenbaren: Ein Flugzeug, in dem ihre Adoptivschwester Alex sitzt, droht über National City abzustürzen, doch Kara kann die drohende Katastrophe in letzter Sekunde noch verhindern. Alex ist jedoch wenig erfreut über die Rettung durch ihre Schwester, denn die Auswirkungen dieser Tat könne sie noch gar nicht erahnen. Doch Kara lässt sich davon nicht beirren und will fortan als Supergirl ihre Stadt beschützen.

In insgesamt 20 Episoden erlebt Kara fortan spannende Abenteuer, muss sich ihrer Kräfte bewusst werden und lernen, diese mit ihrem Berufs- sowie Privatleben zu vereinen. Doch nicht jeder Fan schien begeistert von Supergirls erster TV-Serie, was ich zu einem gewissen Grad auch nachvollziehen kann.

Von erzählerischen Schwächen und mittelprächtigen Effekten

supergirl-vs-red-tornado

Supergirl vs. Red Tornado

Die erste Staffel leidet besonders unter einem äußerst holprigen Start; dabei beziehe ich meine Kritik gar nicht auf die Figuren, deren Interaktionen oder Entwicklung, sondern speziell auf die Dramaturgie der ersten sechs bis acht Episoden. Es will in der ersten Hälfte der Staffel keine richtige Spannung aufkommen, obwohl es durchaus den einen oder anderen Höhepunkt wie den Showdown gegen Red Tornado gibt. Die Handlung plätschert recht gemächlich vor sich hin und auch wenn schnell klar wird, wer die wahre Bedrohung dieser Staffel werden wird, so erscheint diese nicht unbedingt, nun ja… bedrohlich. Kara wird leider nur selten wirklich gefordert und wie sich an mehreren Stellen dieser Staffel zeigen soll, ist sie selbst ihr größter Feind. Auch für die Effekte der Serie hagelte es Kritik und wenn man bedenkt, dass eine Folge schätzungsweise ein Budget von 2 Millionen US-Dollar hatte, dann erscheint diese Kritik durchaus gerechtfertigt. Es gibt zwar Effekte, die wirklich fantastisch aussehen, etwa die Marsianer, Feuer, Rauch, Explosionen, Blitze oder wenn Kara über National City ihre Kreise zieht, doch leider wirken die meisten Effekte eher zweckmäßig. Dies ist schade, denn The CW zeigt mit The Flash, dass man auch mit einem kleineren Budget (circa 1 Million US-Dollar pro Episode) tolle Effekte auf den Bildschirm zaubern kann. Die Action wäre ein weiterer Kritikpunkt, genauer gesagt deren Inszenierung. Es gibt viele Situationen, in denen Kara ihre kämpferischen Fähigkeiten unter Beweis stellen muss, doch oft wirken diese Momente kraftlos und langsam; man kann meist höchstens erahnen über was für immense Kräfte Kara und andere Kryptonier verfügen, doch die Wucht und Geschwindigkeit ihrer Aktionen kommt fast nie zur Geltung. Schön wäre es gewesen, wenn man sich hier vielleicht eine Scheibe von den Kämpfen aus Man of Steel abgeschnitten hätte, die sich, zumindest visuell, teils recht nah an den Scharmützeln aus Dragon Ball bewegten und es vermochten, die schiere Kraft eines Superman eindrucksvoll aufzuzeigen. Doch es gab natürlich auch positive Aspekte, die einen über die eine oder andere inszenatorische Unzulänglichkeit hinwegsehen lassen konnten.

Eine liebenswürdige Heldin und ihre positive Ausstrahlung

supergirl-melissa-benoist-2

Melissa Benoist als Supergirl

Ich muss gestehen: Als bekannt wurde, Melissa Benoist werde die Rolle des Supergirl spielen, hielt sich meine Begeisterung über diese Nachricht in Grenzen, doch ich wollte ihr zumindest die Chance zugestehen, mich in dieser Rolle zu überzeugen… und nach 20 Folgen kann ich zumindest für mich sagen, dass Melissa Benoist mittlerweile ein hervorragendes Supergirl abgibt und für mich der große Pluspunkt dieser Serie ist. Ihre Kara ist eine gut geschriebene Figur; sie ist stark, fähig und positiv, doch gleichzeitig ebenso fehlerhaft und zweifelnd. Sie muss sich nicht nur mit den Problemen herumschlagen, mit denen sich jeder von uns im Laufe seines Lebens einmal konfrontiert sieht, sondern darüberhinaus kommt sie irgendwann an einen Punkt, an dem ihre Kräfte für sie zu einer Bürde werden. Sie ist nicht nur eine Figur, sondern ein Charakter mit Ecken und Kanten, was sie verwundbar wirken lässt und interessant macht. Melissa Benoist gelingt es dabei, all diese verschiedenen Facetten Karas auf eine absolut charmante und liebenswürdige Weise dem Zuschauer zu vermitteln. Ihre positive Ausstrahlung überträgt sich dabei auch auf die ganze Serie, die, verglichen mit den aktuellen DC-Filmen oder auch einigen anderen DC-Serien wie Arrow oder Gotham, äußerst hoffnungsvoll daherkommt. Dabei sind sowohl die Serie als auch ihre Protagonistin dann am Stärksten, wenn sie ihrem Superhelden-Job nachgeht, also gegen Bankräuber und andere Verbrecher kämpft; auch, wenn sie mal keine Kräfte haben sollte. Die Dynamik zwischen Kara und ihren Freunden wird im Laufe der Serie ebenfalls schön entwickelt, wobei besonders die Beziehungen zu Alex und Cat Grant hervorstechen. Man nimmt Melissa Benoist und Chyler Ligh (Alex) jederzeit ab, dass sie zwei Schwestern sind, die füreinander durch die Hölle gehen würden und ihre Beziehung wird im Verlauf der Handlung das eine oder andere Mal auf die Probe gestellt. Auch Calista Flockhart als Karas Chefin Cat Grant liefert eine grandiose Leistung ab. Sie hilft Kara nicht nur bei privaten oder beruflichen Problemen, sondern auch für Supergirl wird sie mit der Zeit eine ihrer engsten und wichtigsten Vertrauten. Zudem sorgt Flockhart mit einer wahnsinnigen Energie für einige der witzigsten Momente der Show, wenn sie das Geschehen auf die ihr eigenen Art mit bissigen Bemerkungen kommentiert.

Mein kleines Fazit:

Supergirl mag sicherlich keine perfekte erste Staffel spendiert bekommen haben, dafür wiegen einige erzählerische Schwächen zu schwer und auch die Inszenierung weist in der ersten Hälfte der Staffel das eine oder andere Problem auf. Hinzukamen schwächelnde Quoten, die letztendlich dazu führten, dass wir die bald startende zweite Season nicht mehr bei CBS, sondern bei The CW sehen werden, wo sich Kara in bester Gesellschaft befinden dürfte. Doch es war definitiv nicht alles schlecht an Supergirls erster Staffel, denn die positive Stimmung der Serie, der sympathische Cast und vor allem Melissa Benoist als Kara lassen gerne über die eine oder andere Schwäche hinwegsehen 🙂

Dies war nun bereits der dritte Teil meiner kleinen Supergirl-Artikelreihe und nächste Woche geht es weiter mit einem Artikel zu Superhelden-Crossover mit The Flash 😉

DC Donnerstag – Meine Supergirl-Comictipps

Nachdem ich euch vergangenen Donnerstag den Charakter Supergirl etwas näher vorgestellt habe, möchte ich heute auf zwei Comics eingehen, die ich euch wärmstens ans Herz lege 😉

Tipp #1: Batman/Superman: Supergirl

batman-superman-supergirl-cover

Mein erster Comictipp ist bereits über zehn Jahre alt und wurde vor einiger Zeit sogar schon als DC Animated Movie adaptiert, doch das Alter muss natürlich keinesfalls die Qualität einer Geschichte schmälern.

Ein Meteorit schlägt im Hafenbecken von Gotham City ein und bei näheren Untersuchungen des außerirdischen Gesteins entdeckt Batman eine verlassene Raumkapsel. Kurze Zeit später trifft er auf eine junge Frau, die wenige Blocks vom Hafen entfernt für Unruhe sorgt. Schnell stellt sich heraus, dass sie kein Mensch zu sein scheint und sogar über ähnliche Kräfte wie der Mann aus Stahl verfügt. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass es sich bei der jungen Frau um Kara Zor-El, Supermans Cousine vom Planeten Krypton handelt, die ihrem kleinen Cousin Kal-El auf die Erde gefolgt ist. Während Superman Kara schnell in sein Herz schließt und ihr zu vertrauen beginnt, bleibt Batman ihr gegenüber äußerst skeptisch, denn wer kann bestätigen, dass sie wirklich die ist, die sie behauptet zu sein und was wäre, wenn sie ihre Kräfte nicht kontrollieren kann? Um letztere Angelegenheit will sich Wonder Woman kümmern, die ihren Freunden anbietet, Kara auf Paradise Island bei den Amazonen ausbilden zu lassen.

Autor Jeph Loeb gelingt es mit dieser Geschichte wunderbar, den Charakter Supergirl zu modernisieren und einer neuen Generation von Comic-Fans näher zu bringen. Teile dieser Geschichte wurden nicht nur von späteren Comics, sondern auch von der aktuellen TV-Serie übernommen. Loeb gelingt es, die einzelnen Facetten der Helden herauszuarbeiten und jedem seinen beziehungsweise ihren ganz speziellen Moment im Rampenlicht zu geben. Fantastisch gelungen sind ebenfalls die Zeichnungen von Michael Turner, die euch dank ihres Detailreichtums sicherlich an der einen oder anderen Stelle den Atem rauben dürften. Dieser Comic ist somit nicht nur Supergirl-Fans, sondern jedem Comic-Fan zu empfehlen, der auf spannende Abenteuer im DC-Universum steht 🙂

Tipp #2: Supergirl: Kryptons letzte Tochter (The New 52)

supergirl-bd-1-cover

Bei diesem Band handelt es sich um den ersten Story-Arc des New 52-Supergirls, der bei uns vor etwas mehr als drei Jahren veröffentlicht wurde.

Fünf Jahre nachdem Clark Kent erstmals als Superman aktiv war, dringt eine Raumkapsel unbekannter Herkunft in die Erdatmosphäre ein. Die Kapsel schlägt in Osteuropa ein, wo ihre Insassin, eine hübsche junge Frau, von den dort ansässigen Soldaten wenig herzlich empfangen wird. Schnell stellt sich heraus, dass die Frau über gigantische Kräfte verfügt, die sie unkontrolliert einsetzt. Erst Superman kann sie schließlich beruhigen, nachdem er von ihr einige heftige Schläge einstecken musste. Er erfährt, dass es sich bei der jungen Frau um Kara Zor-El handelt, seine Cousine, die ebenfalls die Zerstörung Kryptons überleben konnte. Er erzählt ihr, ihre Heimat sei bereits vor vielen Jahren vernichtet worden und sie befände sich mittlerweile auf dem Planeten Erde. Kara will dies jedoch anfangs nicht wahr haben und hält alles für einen Traum, aus dem sie schnellstmöglich wieder erwachen will.

Mit dem Start der New 52 wurde das gesamte DC-Universum komplett überarbeitet. Für viele Charaktere, so auch für Kara, wurde alles auf null zurückgesetzt, um das Comic-Universum in eine neue, ernsthaftere Richtung zu lenken. Supergirl wird in dieser neuen Geschichte als facettenreicher Charakter eingeführt, dem man gerne dabei folgt, diese für sie fremde Welt zu erkunden. Auch die Zeichnungen können sich sehen lassen und begeistern mit satten Farben sowie wuchtigen Action-Sequenzen. Fans wie Neueinsteiger bekommen mit diesem Band die Gelegenheit, Supergirl näher kennen zu lernen und gemeinsam mit ihr spannende neue Abenteuer zu erleben 🙂

Damit ist dieser Artikel auch schon wieder an seinem Ende angelangt und ich hoffe, ihr hattet viel Spaß beim Lesen. Im nächsten Artikel soll es um die erste Staffel der aktuellen Supergirl-Serie gehen, deren zweite Staffel in den USA bald ihre Premiere feiern wird.

DC Donnerstag – Wer ist Supergirl?

Dieser Artikel bildet den Auftakt zu einer fünfteiligen Mini-Serie, die am 13. Oktober 2016 ihr Ende finden wird. Bis dahin möchte ich euch über diesen Weg Kara Zor-El alias Supergirl, ihre Comics sowie ihre TV-Serie näherbringen.

 

Wer ist Supergirl?

Some of us try hard to make the world a better place… I won’t always be successful but thats life.

Ihren ersten Auftritt hatte Kara Zor-El bereits im Jahre 1958 in Superman #123, damals noch als „Super-Girl“, ehe sie ein Jahr später als Supergirl in Action Comics #252 zurückkehrte. Seit dieser Zeit gehört Supergirl zu den beliebtesten Figuren von DC Comics, bekam Auftritte in eigenen Serien, Gastauftritte bei anderen DC-Figuren oder auch prominente Rollen in einigen großen Events des Verlags spendiert. Über die Jahre war Kara jedoch nicht die einzige Dame, die den Namen „Supergirl“ trug, sondern auch andere Figuren nannten sich auch so. An dieser Stelle soll es jedoch um das Original gehen, also das erste und auch wieder aktuelle Supergirl Kara Zor-El.

Wie Supermans Vater Jor-El, war sich auch Karas Vater der Tatsache bewusst, dass ihr Heimatplanet Krypton kurz vor seiner Vernichtung stand, weshalb er an einem Plan arbeitete, um Argo City (ihre Heimatstadt) zu retten. Dabei wollte er das Leben seiner Tochter jedoch auf keinen Fall riskieren.

Zor-El brachte Kara in sein Labor in Argo City, wo er ihr ihre Kampfrüstung als Geschenk für ihre bevorstehenden Prüfungen überreichen wollte. Als Kara die Rüstung anprobierte fiel sie in Ohnmacht, da er Vater den Anzug dahingehend manipuliert hatte. Als Kara wieder zu Bewusstsein kam befand sie sich bereits in einem kleinen Raumschiff, welches sie, wie Jor-Els Raumschiff ihren kleinen Cousin Kal-El, zur Erde bringen würde, wo sie auf ihren Cousin aufpassen sollte. Karas Mutter Alura wollte ihren Mann noch davon abhalten ihre Tochter auf einen anderen Planeten zu schicken, doch obwohl sie den Kampf gewann konnte sie den Start des Raumschiffs nicht mehr verhindern und musste zusehen, wie ihre Tochter in der Finsternis des Alls verschwand.

Als das Raumschiff unser Sonnensystem erreichte, umkreiste es die Sonne auf einem stabilen Orbit, um wieder Energie zu tanken und Kara zu stärken, ehe es sie zur Erde bringen konnte. Nach Jahren in Stasis steuerte das Raumschiff schließlich den blauen Planeten an und landete in Sibirien, wo ein Trupp russischer Soldaten sie fand und gefangen nehmen wollte. Aufgrund einiger „Kommunikationsprobleme“ kommt es zum Kampf zwischen Kara und den Soldaten, in dessen Verlauf sie einige neue Fähigkeiten, wie ihren Hitzeblick, entdeckt, ehe ihr mittlerweile erwachsener Cousin Kal-El/Superman auftaucht, um den Kampf zu beenden.

Superman erzählt ihr, dass er ihr Cousin Kal-El sei und das Krypton schon vor vielen Jahren zerstört wurde. Kara glaubt ihm nicht, da sie, aus ihrer Perspektive, Krypton gerade erst verlassen hatte und Kal-El zu dieser Zeit noch ein Baby war. Es kommt wie es kommen musste: Die beiden führen einen Kampf, der sie schließlich quer durch Russland bis nach China führt. Superman versucht nochmals ihr zu erklären, was in den vergangenen Jahren passiert war, konnte sie aber nicht überzeugen. Kara beschloss die Erde auf eigene Faust zu erkunden, um herauszufinden, was wirklich mit ihr passiert war.

Kräfte und Fähigkeiten:

supergirl-vs-superman

I’m just trying to save my planet!

Wie Superman stammt Supergirl vom Planeten Krypton, weshalb auch sie durch die gelbe Sonne unseres Sonnensystems übermenschliche Kräfte erhält. So besitzt sie, wie ihr Cousin, übermenschliche Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft. Nach ihrem Kampf mit Superman gestand ihr dieser, dass ihre Schläge ihn tatsächlich verletzt hatten und er noch von keinem Gegner so stark geschlagen wurde, weshalb nicht wenige Leute glauben, dass Kara mit der Zeit sogar stärker werden könnte als der Mann aus Stahl.

Kara verfügt außerdem über den Hitzeblick, Röntgenblick, Selbstheilungskräfte und die „Solar Bomb“. Bei letzterer Fähigkeit wird die in Karas Körper gespeicherte Sonnenenergie auf einen Schlag explosionsartig freigesetzt und ist dabei stark genug, um selbst eine Halbgöttin wie Wonder Woman verletzten zu können.

Jetzt ist dieser Artikel auch schon vorbei, doch nächste Woche geht es bereits weiter und dann möchte ich euch an dieser Stelle ein paar ihrer Comics ans Herz legen 🙂

Ein Suicide Squad Easter Egg der besonderen Art

Warnung: Ich schreibe hier nun über ein ganz spezielles Easter Egg aus dem Film Suicide Squad. Wenn ihr dieses Easter Egg lieber selbst entdecken wollt und euch dann mehr Gedanken darüber machen wollt nachdem ihr den Film gesehen habt, dann kommt ruhig nochmal zurück. Für alle anderen aber, viel Spaß.

Das Easter Egg ist folgendes: Am Anfang des Films während alle Charaktere des Squads eingeführt werden, sieht man bei jedem eine Liste der Fähigkeiten und ihren Verbrechen. Bei Harley Quinn steht dort ein Verbrechen, welches wohl sehr viele Fans überraschen wird: Harley hat sich dazu schuldig bekannt Jason Todd umgebracht zu haben. Jason Todd ist einer von Batmans Robins und sein Anzug war kurz in Batman v Superman zu sehen.

367ddedb51533e3c1059ec33195120ff02aaf0a2677fb57fddafafeafa46c8ea

Jason Todds Robinsuit in Batman v Superman                                   Rights by Warner Bros

Doch was ist das besondere daran? Ganz einfach, in der Comicvorlage (A Death in the Family) ist nämlich vor allem eins anders. Der Joker tötet dort Jason Todd.

Jetzt gibt es natürlich mehrere Möglichkeiten für den Tod von Jason im DCEU:

  1. Harley Quinn und der Joker töten Jason gemeinsam und der Joker flieht bevor Batman einschreiten kann, so das Harley um den Joker zu retten (und aus Liebe) die ganze Schuld auf sich nimmt
  2. Harley Quinn hat Jason eigenhändig und auf eigene Faust mit ihrem Baseballschläger getötet um ihrem Mr. J. zu imponieren und Batman zu schaden. Doch sie wurde von Batman / den Behörden ertappt
  3. Der Joker hat Jason im Alleingang getötet, lässt jedoch Harley die ganze Schuld auf sich nehmen – diese tut dies auch aus Liebe und Zuneigung heraus

Wie auch immer der Tod des ehemaligen Robins aufgelöst wird, hoffe ich doch das Warner die Story von „A Death in the Family“ und im speziellen „The Red Hood“, eines Tages für einen ihrer Filme aufgreift.

Also welche der drei Möglichkeiten würde euch am meisten Gefallen, haltet ihr am Wahrscheinlichsten?

 

DC Donnerstag – Worum geht es im nächsten DC Animated Movie?

Insgesamt stehen bei uns für dieses Jahr noch drei DC Animated Movies ins Haus, doch ein weiterer Titel wirft bereits seine Schatten voraus.

Am 14. Juli macht Justice League vs. Teen Titans den Anfang, während am 4. August 2016 gleich zwei neue Animated Movies aus dem Hause DC Comics bei uns erscheinen: Batman: Bad Blood und Batman: The Killing Joke. Besonders der zweite Film wird von vielen Fans sehnlichst herbeigesehnt, adaptiert dieser doch endlich einen der besten Batman-Comics aller Zeiten. Wie bei DCs Animated Movies üblich, gibt es im Bonusmaterial immer einen Ausblick auf den nächsten Film der Reihe und der auf der Disk zu findende Teaser deutet auf ein ganz spezielles Team aus dem DC Universum hin: Die Justice League Dark.

In diesem Artikel soll es nun darum gehen, welche Storyline für den kommenden Animated Movie adaptiert werden könnte. Dabei möchte ich euch nun drei mögliche Handlungsstränge vorstellen.

Möglichkeit #1: Justice League Dark – In the Dark

This so-called team… we don’t actually have to like each other, do we?

Hierbei handelt es sich um die erste Storyline der New 52-Comics. Aus unbekannten Gründen trennt sich der Geist der Hexe Enchantress von ihrem menschlichen Wirtskörper June Moon, woraufhin die Hexe wahnsinnig wird und für allerlei Chaos sorgt.

Da selbst die Justice League die Situation nicht unter Kontrolle bekommt, stellt Madame Xanadu ein Team zusammen, das sich dieser Angelegenheit widmen soll. Im Laufe der Geschichte rekrutiert sie so nach und nach John Constantine, Deadman, Zatanna, Shade und Mindwarp, damit sie mit vereinten Kräften Enchantress aufhalten. Einige Zeit später bekommt das Team von der Organisation A.R.G.U.S. den Codenamen Justice League Dark.

Hierbei handelt es sich um eine klassische Origin-Story. Man bekommt also einen Einblick in die mystische Welt des DC Universums und lernt Seiten kennen, von deren Existenz manche der übrigen Helden nicht einmal etwas ahnen. Neben dem Setting werden auch die einzelnen Figuren eingeführt und vorgestellt sowie Möglichkeiten für weitere Geschichten offen gelassen. Madame Xanadu enthüllt dem Team nämlich, dass der Amoklauf von Enchantress nicht der wahre Grund für die Zusammenstellung des Teams war. Da die Justice League sich in Justice League vs. Teen Titans mit dem Dämonen Trigon herumschlagen und später von ihm kontrolliert wird, ist dieser Film quasi eine Art Türöffner, damit man mit dem Animated Movie der Justice League Dark (JLD) voll und ganz in die magische Seite des DC Universums eintauchen kann.

Möglichkeit #2: Justice League Dark – Books of Magic

Justice League Dark - Cover

Die JLD bekämpft eine neue Gefahr

Hierbei handelt es sich um eine Storyline, die an die Geschehnisse aus In the Dark anschließt. Hellblazer John Constantine wird von Steve Trevor, dem Love Interest von Wonder Woman, beauftragt einen gewissen Felix Faust ausfindig zu machen.

Constantine bringt im Laufe der Handlung das Team zusammen und trifft sich mit ihnen im Haus der Mysterien, um die Spur magischer Bücher zu verfolgen. Madame Xanadu überkommt allerdings eine Vision, die ihr offenbart, Constantine werde mit der Macht der Bücher der Magie Millionen Leben auslöschen, unter anderem auch den Dämonen Etrigan sowie Constantines Freundin Zatanna.

In dieser Geschichte erleben wir ein Team, welches mittlerweile schon besser zusammengefunden hat. Sie haben verschiedene Abenteuer erlebt, Feinde besiegt und haben die Stärken und Schwächen der anderen besser kennengelernt, auch wenn es immer noch nicht zwischen allen richtig funktionieren zu scheint. Ein Film, der eine ausufernde ohne Origin-Story direkt in ein Abenteuer einsteigt, bietet natürlich einen ganz eigenen Reiz und diese Geschichte gehört mit zu den besten der JLD-Serie.

Möglichkeit #3: Day of Judgement

Day of Judgement - Spectre

Der Spectre entfesselt die Hölle auf Erden

Dies ist eine Geschichte aus der alten DC-Kontinutät. Sie erzählt also eine Handlung, die vor den Ereignissen in Flashpoint angesiedelt ist. In dieser Geschichte gibt es auch noch keine Justice League Dark, dafür jedoch die Wächter der Magie, quasi das „Vorgängermodell“.

Der gefallene Königs-Engel Asmodel, dessen Rebellion im Himmel vom Engel Zauriel und der Justice League of America (JLA) verhindert wurde, wird für seinen Versuch den Himmel zu stürzen in der Hölle gefoltert. Durch eine List gelingt es dem Dämonen Etrigan Asmodel davon zu überzeugen, sich an eines der mächtigsten Wesen im Universum zu ketten und so dessen Kräfte für seine eigenen Ziele zu missbrauchen: Den Spectre. Tatsächlich gelingt es Asmodel, seine Seele an den Körper des Spectre zu binden und so dessen Macht zu kontrollieren. Der Spectre lässt die Hölle gefrieren und lässt die Armeen der Dämonen auf die Erde los, während Asmodel weiterhin nach Rache am Himmel trachtet. Selbst die Justice League ist der Macht des Spectre nicht gewachsen und so liegt es an den Wächtern der Magie, das Gleichgewicht im Universum wiederherzustellen.

In dieser Storyline wird eines der mächtigsten Wesen des DC Universums entfesselt und stürzt Himmel, Hölle und Erde ins Chaos. Da selbst ein Superman oder ein Green Lantern der Macht des Spectre nichts entgegenzusetzen haben, müssen die Magier und magisch begabten Helden ran, um die Welt zu retten. Zu den Wächtern gehörten damals bereits einige Zauberer, die später der Justice League Dark angehören sollten, etwa Madame Xanadu, Zatanna oder Deadman. Doch auch andere Magier gehörten dazu wie Dr. Fate, die erste Green Lantern Alan Scott aka Sentinel oder Trigons Tochter Raven. Die Gründe, die für eine Adaption dieser Geschichte sprechen, sind ähnlich wie die der Möglichkeit #2: Man sieht ein Team mit einigen der mächtigsten Magier des DC Universums auf dem Höhepunkt ihres Schaffens, nur mit dem Unterschied, dass die Bedrohung durch den entfesselten Zorn Gottes noch einmal gewaltiger einzustufen ist als das durch die Bücher der Magie drohende Chaos.

Das waren nun also meine drei Möglichkeiten und auch wenn ich glaube, DC wird sich bei seinem kommenden Justice League Dark-Animated Movie sehr wahrscheinlich für eine Adaption von In the Dark entscheiden, so hätten auch die anderen beiden Geschichten durchaus ihren Reiz für einen eigenen Film 🙂

DC Donnerstag – John Constantine in Supernatural?

Heute kommt ein etwas kleinerer Artikel, in dem es um die Frage gehen soll, ob die Figur des John Constantine eine gewisse TV-Serie namens Supernatural beeinflusst haben könnte.

The CWs Supernatural ist ein wahrer Dauerbrenner und erfreut sich bei seinen Fans seit nun mehr elf Jahren großer Beliebtheit. In den vergangenen Jahren mussten die beiden Hauptfiguren, Sam und Dean Winchester, sich mit allerlei Gefahren auseinandersetzen, von Geistern über Vampire und Werwölfe bis hin zu Dämonen, Engeln oder auch Göttern. Diesen Oktober geht die Serie bereits in ihre 12. Staffel und ein Ende scheint nicht in Sicht. Doch wie passt dies nun mit Hellblazer John Constantine zusammen, den man bisher nie in dieser Serie gesehen hat?

Nun, zum einen gehört The CW, genauso wie DC Comics, dem Unternehmen Warner Bros., doch die Gemeinsamkeiten gehen noch weiter, denn neben der sehr offensichtlichen Parallele, dass sowohl John Constantine als auch die Winchesters gegen allerlei übernatürliche Feinde kämpfen, gibt es zwischen einem Supernatural-Charakter und Constantine eine besonders auffällige Gemeinsamkeit: Ihre Kleidung.

In der vierten Staffel von Supernatural wurde das Serien-Universum erweitert, denn nach Dämonen wurden erstmals auch Engel in die Serie eingeführt. Ein Engel des Herrn, Castiel (Misha Collins), befreit Dean aus der Hölle und schenkt ihm so ein neues Leben. Im Gegenzug muss Dean den Engeln dabei helfen die drohende Apokalypse und somit Luzifers Wiederauferstehung zu verhindern. Castiels Kleidung erinnert dabei in den meisten Episoden nicht ganz zufällig an einen gewissen Dämonenjäger aus dem DC-Universum. Castiel trägt meistens einen Anzug mit locker sitzender Krawatte und darüber einen Trenchcoat. Eben dieses Outfit ist quasi eines der Markenzeichen John Constantines, was, wie gerade schon erwähnt, kein Zufall ist, denn Supernatural-Schöpfer Eric Kripke zufolge war John Constantine das Vorbild für Castiel.

Castiel - Supernatural

Castiels erster Auftritt in Supernatural

Als 2014 auf dem US-Sender NBC die Serie Constantine mit Matt Ryan in der Hauptrolle startete, die auf der Vertigo-Serie Hellblazer basierte, dauerte es nicht lange, bis einige Supernatural-Fans der Serie vorwarfen, den Kleidungsstil Castiels dreist zu kopieren. Diese Kontroverse erreichte irgendwann selbst Ryan und Collins, die daraufhin befragt wurden, wem von beiden der Trenchcoat besser stünde. Matt Ryan sagte zu diesem Thema beispielsweise:

I haven’t seen it actually, Supernatural. But since [John Constantine] was created in 1985, it’s his signature thing. Since John has been around longer, it’s John Constantine. Has to be.

Natürlich meldete sich kurz nach dieser Äußerung ebenfalls Misha Collins zu Wort und sagte zu Ryans Äußerungen:

I am writing you because my friends at the NSA sent me a copy of [what] Matt Ryan [told] you in which he claims to wear the iconic trench coat/suit/tie trifecta better than me. I must confess, I do not know Mr. Ryan personally and while he obviously is a more strapping, more chiseled, better looking young man than yours truly, I think the question of who „wears the suit better“ is moot. To my mind, this entire question is absurd. It’s like asking which work of art is better? (…) All of that said, some readers might point out that when Castiel was introduced on Supernatural the script described his wardrobe as „a rumpled suit and trench coat… A la Constantine.“ In other words, Castiel’s wardrobe was inspired by—or more accurately, stolen from—the comic book version of Constantine. I don’t get bogged down in these trivial details, though.

Um diese Kontroverse, wem von beiden dieses Outfit nun besser steht, soll es nun nicht weiter gehen, obwohl es immer wieder interessant zu sehen ist, was für Ausmaße ein solch vermeintlich kleines Detail in Fan-Kreisen annehmen kann.

Gerüchten zufolge sollte es nämlich nicht nur bei dieser Hommage an Constantine bleiben, denn der Hellblazer persönlich sollte angeblich in der einen oder anderen Episode von Supernatural einen Auftritt haben, um den Winchesters bei besonders kniffligen Fällen unter die Arme greifen zu können. Da nun, nach der Absetzung von NBCs Constantine, die Figur John Constantine bei The CW eine neue Heimat gefunden hat, stünde einem kleinen Crossover zwischen dem DCEU und dem Supernatural-Universum eigentlich nichts mehr im Wege. Eine Halloween-Episode, in der die Winchesters auf John Constantine treffen, wäre eine, meiner Meinung nach, tolle Idee und vielleicht wird diese ja eines Tages einmal Realität werden 🙂

DC Donnerstag – Meine Comictipps zu Batman of the Future

Letzte Woche statteten wir Neo Gotham bereits einen Besuch ab. Dabei trafen wir natürlich auch den Dunklen Ritter der Zukunft, in dessen Abenteuer wir diesmal etwas tiefer eintauchen wollen. Hier kommen meine drei Comictipps zu Batman of the Future, für alle Fans und natürlich auch für solche, die es werden wollen.

Tipp #1: Batman of the Future Bd. 1: Die Rückkehr von Hush

Batman of the Future - Hush

Batman of the Future Bd. 1 – Cover

Diese Serie erschien bei uns in insgesamt drei Sammelbänden und knüpft mit ihrer Geschichte direkt an die Ereignisse der Animated Series an. Wir begleiten also auch in diesen Comics Terry McGinnis in der Rolle Batmans und erleben mit ihm weitere spannende Abenteuer.

In diesem speziellen Comic taucht nach dem Joker ein weiterer Feind des ersten Batmans auf: Hush. Hush heißt mit richtigem Namen Thomas Elliot und ist ein Jugendfreund von Bruce Wayne, den er immer beneidete. Aus diesem Neid entwickelte sich über die Jahre Hass bis Tommy sich, inzwischen vollkommen von Bruce Wayne besessen, mehreren Schönheitsoperationen unterzog, um genau wie Bruce auszusehen. Als Hush gehörte Elliot zu den gefährlichsten Gegner Batmans. Nun scheint eben dieser Widersacher zurückgekehrt zu sein und Bruce Wayne weiß nur allzu gut, was auf seinen jungen Nachfolger zukommen könnte, denn hinsichtlich seiner Fähigkeiten und Kräfte scheint Hush keinen Tag gealtert zu sein. Während Terry versucht, hinter das Geheimnis von Hush zu kommen und dessen Identität zu enthüllen trifft er ab und an auch auf die neue Catwoman, die scheinbar, trotz einer gemeinsamen Geschichte dieser beiden Figuren, so gar kein Interesse am neuen Batman zu haben scheint.

Die Zeichnungen orientieren sich sehr stark an dem Stil der TV-Serie, was insbesondere Fans des Cartoons gefallen dürfte. Wo die Optik des Comics punkten kann, strauchelt leider die Geschichte etwas, denn wenn Hushs wahre Identität enthüllt wird, könnte manch einer schon mal mit der Stirn runzeln. Doch dies ist Meckern auf einem recht hohen Niveau, denn alles in allem ist dieser Band eine tolle Fortsetzung der Animated Series und stellt einen spannenden Auftakt für weitere Abenteuer des Batman of the Future dar 🙂

Tipp #2: Futures End – Das Ende aller Zeiten

Futures End - Das Ende aller Zeiten

Futures End – Cover

In 35 Jahren endet jede nur erdenkliche Zukunft des DC-Universums, denn die KI Brother Eye hat die Erde übernommen und sämtliche Helden des blauen Planeten entweder getötet oder in hirnlose Cyborgs verwandelt. Die Schuld an dieser dystopischen Zukunft trägt Batman, der mit einem letzten verzweifelten Akt seinen jungen Nachfolger Terry McGinnis in die Vergangenheit schickt, damit dieser Bruce Wayne aufhält, bevor die Zukunft für immer verloren ist.

Im Zentrum dieser Serie steht der Batman of the Future, der versuchen muss, die Zukunft zu verhindern, bevor alles für immer verloren ist. Mit dieser Geschichte bekommt Terry endlich eine eminent wichtige Rolle im DC-Universum zugesprochen und Futures End verändert vieles in vielerlei Hinsicht. Es kommt natürlich wie es kommen muss und Terry erscheint fünf Jahre nach dem ursprünglich von Bruce angepeilten Datum, doch was sich als noch viel schlimmer erweisen soll: Die Erde erholt sich langsam von einem Krieg mit Erde-2 und viele der ehemaligen DC-Helden sind entweder tot, verschwunden oder gebrochen. Zu allem Überfluss ging auch Brother Eye bereits online und ist langsam dabei sein finsteres Werk aufzunehmen. Terry bleibt also nicht mehr viel Zeit und seine Chancen für ein erfolgreiches Ende seiner Mission stehen äußerst schlecht.

Futures End – Das Ende aller Zeiten erschien bei uns in insgesamt acht Sammelbänden, die durch Geschichten in fünf Einzelheften (2x Batman, Superman, Green Lantern, Justice League) ergänzt werden, in denen einige Informationen zur Vorgeschichte der aktuellen Ereignisse erklärt werden. Die Geschichte von Futures End läuft dabei auf mehreren Ebenen ab und springt zwischen mehreren Charakteren hin und her. Neben Terry scheinen in der Gegenwart auch Batman und John Constantine ganz eigene Ziele zu verfolgen, während im Verborgenen einige tot geglaubte Figuren ihr Unwesen treiben. Ab und an wird dem Leser zudem der eine oder andere Blick in die Zukunft gewährt, in der Brother Eye eifrig an einem ganz besonderem Monster arbeitet, das Terry hinterherjagen und seine Mission vereiteln soll. Für die Zeichnungen sind mehrere Künstler verantwortlich, deren Stile sich schön ergänzen und die eine manchmal recht farbenfrohe, vor allem jedoch atmosphärisch sehr düstere Zukunftsvision des DC-Universums zeichnen. Futures End gehört zu meinen persönlichen Highlights des Comic-Jahres 2015 und erzählt eine komplexe, überraschende und spannende Geschichte, die nicht nur für Batman-Fans einen Blick wert ist 🙂

Tipp #3: Batman of the Future Bd. 1: Schöne neue Welt

Batman of the Future - Schöne neue Welt

Batman of the Future Bd. 1 – Cover

Diese Geschichte ist eine direkte Fortsetzung von Futures End und entführt uns 35 Jahre in die Zukunft des DC-Universums. In der Zukunft treibt die KI Brother Eye weiterhin ihr Unwesen und hat mittlerweile fast die gesamte Menschheit ausgerottet oder in willenlose Cyborgs verwandelt. Der Batman of the Future schließt sich dem Widerstand an, um Brother Eye endgültig zu vernichten.

Was in Futures End bisher nicht beleuchtet wurde ist, dass Brother Eye in jeder größeren Stadt des Planeten Internierungslager errichtete, um die Menschen einzufangen und umerziehen zu können. Wer sich nicht fügt wird gewaltsam ins große Kollektiv Brother Eyes integriert und seines freien Willens beraubt. Batman gerät im Laufe der Geschichte selbst in ein solches Lager, doch dort findet er neue Verbündete, die mit ihm zusammen gegen Brother Eye rebellieren und die Erde zurückerobern wollen. Viel mehr will ich an dieser Stelle auch nicht verraten, da ich sonst gewisse Ereignisse aus Futures End spoilern müsste.

Schöne neue Welt markiert den Beginn einer neuen Batman of the Future-Serie und wirft den Leser hinein in den Kampf gegen Brother Eye und dessen Cyborg-Armee. Sämtliche großen Städte des Planeten wurden vernichtet und Brother Eye überwacht (fast) die gesamte Erde, um die letzten Widerstandskämpfer aufzuspüren und zu vernichten. Die Geschichte dieses ersten Bandes ist zwar an manchen Stellen recht generisch und ab und an auch vorhersehbar, doch das Erzähltempo bleibt jederzeit konstant hoch, wodurch keinerlei Längen entstehen, die Zeichnungen sehen schön aus und können die hoffnungslose Atmosphäre dieses düsteren Settings gut vermitteln. Auch die Figuren sind sympathisch, sodass man gerne etwas Zeit mit ihnen verbringt und bei ihrem Kampf gegen den übermächtigen Feind mitfiebert. Die Kombination aus Erzählung und Zeichnungen stimmt also und macht definitiv Lust auf weitere Abenteuer in der Zukunft des DC-Universums 🙂

DC Donnerstag – Batman of the Future – Der Dunkle Ritter Neo Gothams

Vier Jahre nachdem Batman: The Animated Series zum letzten Mal über die TV-Bildschirme flimmerte, veröffentlichte Warner Bros. eine offizielle Fortsetzung der hauseigenen Erfolgsserie und entführte die Zuschauer in eine düstere Zukunft.

Wie bereits in den „Vorgängern“ (Batman: TAS, Superman: TAS, Justice League) bekleideten auch bei Batman of the Future (im Original Batman Beyond) Bruce Timm und Paul Dini die wichtigsten Posten. Ihr neuestes Baby sollte es am Ende auf drei Staffeln und insgesamt 52 Episoden bringen, die von 1999 bis 2001 ausgestrahlt wurden. Auch die neue Batman-Serie wurde für mehrere Preise nominiert und konnte in den drei Jahren ihres Bestehens unter anderem einen Daytime Emmy Award in der Kategorie Outstanding Special Class Animated Program gewinnen. Doch abgesehen von einer erneut ungemein guten Rezeption, der Fortführung des etablierten Animationsstils und der Rückkehr einiger Batman-Veteranen beschritt Batman of the Future meist neue Wege.

Die Geschichte beginnt im Jahr 2019. Bruce Wayne ist immer noch als Batman aktiv, mittlerweile jedoch in einem Hightech-Anzug, der seine physischen Fähigkeiten verstärkt. Bei einem seiner nächtlichen „Kontrollgänge“ geht jedoch etwas schief und Bruce schwört, dass Batman von nun an der Vergangenheit angehören solle. 20 Jahre später startet die eigentliche Geschichte: Bruce Wayne ist mittlerweile alt, verbittert und nicht mehr in der Lage, länger als Dunkler Ritter über seine Stadt zu wachen. Viele seiner alten Freunde und Feinde sind mittlerweile entweder im Ruhestand, verschwunden oder tot. In der Stadt sorgt eine neue Verbrecher-Generation für Angst und die Kriminalitätsrate ist so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Das alte Gotham City ist nicht mehr und so heißt die Stadt inzwischen nur noch Neo Gotham. Dort lebt auch der Teenager Terry McGinnis, der neue Hauptcharakter der Serie, zusammen mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder. In einer Nacht ändert sich schließlich alles für Terry, denn sein Vater wird ermordet und Terry sinnt auf Rache. Wenig später entdeckt der junge Mann zudem per Zufall das Geheimnis von Bruce Wayne und überzeugt den alten Mann ihn zu trainieren, denn Gotham braucht wieder einen Beschützer. Terry wird der neue Batman der Zukunft und muss sich mit alten sowie neuen Feindes messen.

Ähnlich wie die vorangegangenen Serien kam auch Batman of the Future sehr gut bei den Fans an. Terry war sogar so beliebt, dass er von DC in den offiziellen Batman-Kanon aufgenommen wurde; somit ist Terry McGinnis auch in den Comics der Batman der Zukunft. Mit dem New 52-Event Futures End stand Terry vor einigen Jahren im Mittelpunkt einer Geschichte, die das DC-Universum stark verändern sollte.

Im Zentrum der Geschichte steht die Beziehung von Terry und Bruce, die sich im Laufe der Serie stark verändert. Es ist die meiste Zeit über eine Schüler-Lehrer-Dynamik, allerdings unterscheidet sie sich deutlich von denen aus der vorherigen Serie, denn Terry ist nicht Robin oder Nightwing, sondern, wie Bruce, Batman. Terry will oft mit dem Kopf durch die Wand, vertraut er doch auf seine jugendliche Kraft und Vitalität, die vom neuen Batman-Anzug noch verstärkt werden. Besonders zu Beginn agiert er mehrfach überstürzt und manövriert sich somit in die eine oder andere brenzlige Situation. Bruce hat deshalb seine liebe Mühe, den Übermut seines Nachfolgers zu bändigen und ihm ein bedachtes, strategisches Vorgehen einzutrichtern. An manchen Stellen wirkt es dadurch allerdings zeitweise auch so, als würde Bruce seinen eigenen Wunsch, wieder Batman zu sein, auf Terry projizieren . Besonders schön an dieser Dynamik ist jedoch, dass Terry und Bruce gemeinsam nach und nach ein Miteinander und ein Arbeitsklima entwickeln, in dem sich beide wohlfühlen und entfalten können. So merkt man Terry in den späteren Episoden einen spürbaren Fortschritt an: Sein Kampfstil und detektivischen Fähigkeiten haben sich enorm verbessert und lassen die Figuren und ihre Welt glaubhaft erscheinen.

Ein neuer Batman braucht natürlich auch neue Feinde und in diesem Bereich konnten die Animated Series von DC seit jeher punkten. Im Laufe der Serie bekommt es Terry vor allem mit kleineren Gegner-Gruppen wie der Royal Flush Gang, eine moderne Version der Original-Gang, und den Jokerz zu tun, die sich entsprechend ihrem Vorbild kleiden und meist eher „Schabernack“ im Sinn haben, denn wirklich gefährlich werden sie selten. Ganz im Gegensatz zu Inque, einer Saboteurin und Metawesen, die sich in eine schwarze Flüssigkeit verwandeln kann. In einem Kampf gelang es ihr beinahe Terry zu töten, was ihr unter seinen Feinden einen ganz speziellen Platz beschert. In eine ähnliche Kerbe schlägt der radioaktive Schurke Blight, der eine sehr besondere Verbindung zu Terry hat. Vor seinem Unfall leitete Derk Powers das Unternehmen Wayne-Powers und war maßgeblich an der Ermordung von Terrys Vater beteiligt, denn er gab dessen Ermordung in Auftrag. Doch neben diesen neuen Schurken gibt es ab und an ebenfalls ein Treffen mit bekannten Gesichtern. So macht Terry nicht nur Bekanntschaft mit Mr. Freeze oder Ra’s al Ghul, sondern darüberhinaus auch mit der neuen Police Commissioner Barbara Gordon und der Justice League, deren Anführer Superman ihm anbietet der Liga beizutreten.

Wie weiter oben bereits erwähnt nutzt Batman of the Future denselben Zeichenstil wie seine Vorgänger, jedoch wirkt Neo Gotham deutlich düsterer und teils auch grausamer als die vorangegangenen DC-Serien. Die Stadt an sich mag zwar relativ sauber, fast schon steril erscheinen, doch unter ihrer Oberfläche brodelt es. So gibt es Leute, die sich splicen lassen, um so die Merkmale und Kräfte bestimmter Tiere zu bekommen, was Terry in äußerst brenzlige Situationen bringt. Durch seinen düsteren Look, der wohl vom Cyberpunk inspiriert wurde, sowie moderne Gerätschaften und Fahrzeuge fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. In dieses Konstrukt fügt sich auch Terrys Anzug ein, der deutlich mehr drauf hat als noch das „Original“ von Bruce Wayne. Der neue Batman kann fliegen, sich unsichtbar machen und mit Lautsprechern und Mikrophonen, die in den Fingern und Ohren verbaut sind, Gespräche belauschen. Zudem wird Terrys körperliche Kraft deutlich verstärkt und er kann selbst Gegenstände, die mehrere Tonnen wiegen, bewegen und umherwirbeln. Unterstützt wird das Zukunftsszenario außerdem von dem neuen Soundtrack, der sich merklich bei elektronischer Musik, etwa Techno, bedient. Der in den alten Serien zumeist noch orchestrale Soundtrack ist nur noch selten zu hören.

Batman Beyond - The Joker

Der Joker in Batman of the Future

Batman of the Future ist eine Serie, die einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen einnimmt, denn Terrys Welt und seine Abenteuer mag ich, im Gegensatz zu vielen anderen Fans, noch etwas lieber als die Animated Series rund um den Original-Batman, Superman oder die Justice League. Zum einen liegt dies sicherlich daran, dass Terry deutlich näher an meinem Alter dran war, als beispielsweise Bruce; somit war der neue Batman eine bessere Identifikationsfigur für mich und ein jüngeres Publikum als sein Vorgänger. Terry und seine Freunde sprachen sogar einen eigenen Slang und benutzten eigene Ausdrücke, beispielsweise „Shway“, was soviel wie cool bedeutet und so etwas wie Terrys Markenzeichen wurde. Hinzukam das tolle Zukunftsszenario mit Neo Gotham als Schauplatz, der oftmals äußerst düster und brutal wirkte. Mit der Film-Fortsetzung Der Joker kehrt zurück sollte die Serie noch einmal deutlich düsterer und grausamer werden. Batman of the Future bietet mir all das, was ich mir von einer guten Serie verspreche: Ein tolles Setting, spannende Abenteuer, ein toller Soundtrack mitsamt motivierten Sprechern, diabolische Schurken sowie sympathische Helden 🙂

DC Donnerstag – Superman: The Animated Series – Ein Ausflug nach Metropolis

Nachdem letzte Woche Gotham Citys Dunkler Ritter im Mittelpunkt stand, unternehmen wir heute eine Reise nach Metropolis, der Stadt des Manns aus Stahl.

Nach dem großen Erfolg von Batman: The Animated Series war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ein Nachfolger oder Spin-Off erscheinen würde und 1996 war es dann auch sobald, denn Superman: The Animated Series erblickte das Licht der Welt. Das Team rund um Bruce Timm und Paul Dini, die schon an Batman: TAS gearbeitet hatten, kehrten zurück, um Superman einen neuen und modernen Anstrich zu verpassen.

Zwischen 1996 und 2000 erschienen von Superman: TAS insgesamt 54 Episoden in drei Staffeln, die von Fans und Kritikern gleichermaßen gut aufgenommen wurden. Die Serie wurde im Laufe ihrer drei Staffeln außerdem für diverse Preise nominiert, beispielsweise den Annie Award in der Kategorie Best Individual Achievement: Music in a TV Production für das Main-Theme des Cartoons. Für viele zählt diese Serie nicht nur zu den besten Zeichentrick-Serien aller Zeiten, sondern gilt bis heute gleichsam als die beste Adaption Supermans in einem anderen Medium.

Im Zentrum der Handlung steht (natürlich) Clark Kent alias Superman, der als Baby von seinen Eltern in einer Rakete zur Erde geschickt wurde, da ihr Heimatplanet Krypton kurz vor der Explosion stand. Auf der Erde wurde er in Kansas von den Eheleuten Martha und Jonathan Kent gefunden und aufgezogen. Als Erwachsener arbeitet Clark als Journalist für den Daily Planet und beschützt als Superman seine Stadt Metropolis vor verschiedenen Gefahren, was allerdings nicht jeden glücklich macht.

Wie es bereits bei Batman: TAS der Fall war, so stellt auch der Superman-Cartoon für mich einen der ersten Berührungspunkte mit dem Mann aus Stahl dar, der mich mit ähnlichen, allerdings genauso mit eigenen Qualitäten für sich gewinnen konnte wie bereits sein Quasi-Vorgänger. Da beide Serien damals oft im Doppelpack gezeigt wurden, durfte ich unseren Fernseher deshalb auch öfters eine halbe Stunde länger in Beschlag nehmen 😀

Der Stil orientiert sich nicht nur an den Superman-Filmen von Richard Donner, sondern ebenfalls besonders stark an dem, der von Batman: TAS etabliert wurde. Wie schon die Animationen im Batman-Cartoon bewegen sich auch die von Superman: TAS durchgehend auf einem hohen Niveau. Sie sind jederzeit hochwertig, klar und flüssig, allerdings nicht so düster wie beim Batman-Vorgänger. Diese hellere und dezent optimistischere Atmosphäre passt hingegen sehr gut zum Charakter Superman, seiner Welt und den Werten, für die der Mann aus Stahl steht.

Auch auf der auditiven Ebene weiß Superman: TAS zu glänzen. Angefangen beim Intro mit seiner herrlich eingängigen Melodie, über die atmosphärischen Hintergrundmusik in den einzelnen Episoden bis hin zu den Sprechern: Hier stimmt nahezu alles. Die englische Fassung glänzt dabei mit tollen Sprechern, von denen besonders Tim Daly als Superman und Clancy Brown als Lex Luthor herausragen. Abgerundet wird dieser edle Cast durch weitere hochkarätige Sprecher in mal mehr und mal weniger wichtigen Rollen, etwa Dana Delany als Clarks große Liebe Lois Lane oder Micheal Ironside als DC-Schurke Darkseid.

Wie schon letzte Woche, so möchte ich euch auch heute das Opening des Superman-Cartoons besonders ans Herz legen, welches nach wie vor zu meinen liebsten Serien-Opening überhaupt gehört 😉

Doch was wäre eine Serie ohne spannende Geschichten und interessante Figuren? Richtig, nur halb so schön. Zum Glück weiß Superman: TAS auch in diesen Beziehungen zu punkten. Die ganze Serie richtet sich mit ihre eher ernsten Erzählweise deutlich an ein älteres Publikum und erzählt einige der besten Superman-Geschichten aller Zeiten. Besonders hervorheben möchte ich an dieser Stelle die Gegenspieler und Nebendarsteller des Manns aus Stahl.

Der DC-Schurke Brainiac bekam eine grundlegende Überarbeitung vom Kreativ-Team der Serie verpasst, die auch Einfluss auf die Comics haben sollte. Brainiac stammte von nun an, wie Superman, vom Planeten Krypton, wo er gegen Kal-Els Vater Jor-El kämpfte. Nachdem Brainiac auf der Erde landete, fand der Konflikt seine Fortsetzung und zählt zu den stärksten Episoden des Cartoons.

Eine andere wichtige Figur ist natürlich Lex Luthor, Supermans ewige Nemesis. Luthor ist in Superman: TAS im wahrsten Sinne des Wortes der Architekt der Stadt Metropolis und kann es überhaupt nicht leiden, dass ihm ein Alien seinen Ruhm und seinen Platz im Rampenlicht streitig macht. Die Rivalität zieht sich, wie auch in den Comics, nahezu durch die ganze Serie und die Darstellung des Charakters beeinflusste nicht nur die Comics, sondern ebenso nachfolgende Filme.

Superman TAS - Superman besiegt Supergirl

Superman besiegt Supergirl

Doch natürlich gibt es noch viele weitere Figuren, mit denen sich Superman auseinandersetzen muss. Da wäre etwa Livewire, eine Frau, die nach einem Unfall zu einem lebenden Blitz wurde und eigens für den Cartoon geschaffen wurde. Sie erlangte schnell große Beliebtheit in Fankreisen und wurde schließlich in den Comic-Kanon übernommen. In der TV-Serie Supergirl durfte Livewire ebenfalls den ein oder anderen Auftritt absolvieren und Supermans Cousine Kara das Leben schwer machen. Hinsichtlich seiner physischen Macht sticht unter den Antagonisten der Serie definitiv Darkseid, der Herrscher des Planeten Apokolips, hervor, der im Laufe der 54 Episoden mehrfach in Erscheinung tritt. In einer meiner liebsten Episoden des Cartoons gelingt Darkseid sogar das Undenkbare: Er unterzieht Superman einer Gehirnwäsche und schickt ihn in seinem Namen in den Krieg gegen die Erde. Superman stellt sich dabei nicht nur eine ganze Armee entgegen, sondern auch seine eigene Familie, die seinen Sinneswandel nicht wahrhaben will.

Neben diversen anderen Schurken (unter anderem Bizarro, Metallo, Lobo) erhielt Superman in einigen Episoden auch Unterstützung von anderen DC-Helden. So schloss er sich beispielsweise mit Aquaman und Supergirl zusammen, bekämpfte zusammen mit Batman den Joker und lernte mit Dr. Fate die magische Seite des DC-Universums kennen. In einer weiteren meiner Lieblingsepisoden liefern sich Superman und Flash auch ihr berühmtes Rennen um die Welt, das toll für die Serie adaptiert wurde.

Superman: The Animated Series ist für mich bis heute die beste Adaption dieses ikonischen Superhelden und gehört zu meinen absoluten Lieblingsserien. Man merkt jederzeit mit welch einer Hingabe und Liebe die Verantwortlichen an der Serie arbeiteten und mit diesem Cartoon schufen sie zweifelsohne einen des besten Cartoons aller Zeiten, dem ein fester Platz in meinem Herzen gehört.